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Ein neuer Umsatzrekord für ETFs in Europa

Passive börsengehandelte Fonds werden immer beliebter. So erzielte auch der europäische ETF-Markt 2019 einen neuen Rekord: Zum ersten Mal flossen in einem Jahr europaweit mehr als 100 Milliarden Euro in ETFs.

29.01.2020 | 07:30 Uhr von «Matthias von Arnim»

Passive Fonds sind so gefragt wie nie zuvor. So sammelten europäische ETFs im vergangenen Jahr 100,8 Milliarden Euro ein. Das ist eine neue Rekordmarke. Das Segment macht mittlerweile mehr als sieben Prozent des europäischen Fondsvermögens aus. Das Gesamtvermögen wuchs auf 870 Milliarden Euro und verzeichnete ein Plus von 40 Prozent im Vergleich zum Vorjahr. Dabei entfallen 69 Prozent auf Aktien-ETFs, 27 Prozent auf festverzinsliche Wertpapiere, 27 Prozent auf Rohstoffe und die restlichen drei Prozent auf andere Anlageklassen. Das geht aus dem gestern veröffentlichten Bericht "Money Monitor 2019" von Lyxor ETF Research hervor. In der jährlich erscheinenden Studie werden Zuflüsse in ETFs von Anbietern mit Sitz in Europa genauer analysiert. Der aktuelle Bericht basiert auf der Untersuchung von 47.000 Fonds und ETFs und berücksichtigt erstmals auch die Zuflüsse in aktive Fonds.

2019 war das Jahr der Anleihen 

Der europäische Markt zeichnet sich laut Lyxor-Studie durch ein beschleunigtes Wachstum in den vergangenen fünf Jahren (+20 Prozent) im Vergleich zum Wachstum des weiter vorangeschrittenen US-Marktes (+19 Prozent) aus. Auffallend war im vergangenen Jahr die Entwicklung bei Renten-ETFs.  Rund 54 Milliarden Euro flossen in ETFs dieses Sektors. Damit stieg das Gesamtvermögen auf 234 Milliarden Euro gegenüber 152 Milliarden Euro im Jahr 2018. Gefragt waren insbesondere Instrumente, die höhere Renditechancen versprachen. Dazu zählen ETFs, die in Unternehmensanleihen, US-Staatsanleihen, Anleihen aus Schwellenländern und Hochzinsanleihen investieren. Bei der Auswahl der passenden ETFs war Anlegern laut Untersuchung die geografische Diversifizierung, vor allem außerhalb Europas, entscheidend. Nachdem es mehrere Jahre gedauert habe, bis das Segment der festverzinslichen ETFs in Schwung gekommen sei, sei der in den letzten fünf Jahren beobachtete Trend mit durchschnittlichen jährlichen Zuflüssen von 26 Milliarden Euro solide und widerstandsfähig, so Lyxor.

Ein gemischtes Jahr 2019 für Aktien

Für Aktien war 2019 ein Jahr der Kontraste: Während Käufer sich aufgrund makroökonomischer Unsicherheiten wie etwa dem Brexit in der ersten Jahreshälfte zurückhielten, zog der Markt in der zweiten Jahreshälfte spürbar an. ETFs profitierten davon und sammelten 46 Milliarden Euro ein, während aktive Aktienfonds Abflüsse in Höhe von 43 Milliarden Euro verzeichneten.

Britische Aktien waren ein interessantes Beispiel für die Rotation von Fonds hinein in ETFs. Als sich eine Lösung im Brexit-Streit abzeichnete, der das britische Parlament wochenlang lahmgelegt hatte, verzeichneten britische Aktien-ETFs Ende 2019 sehr starke Zuflüsse. Diese summierten sich allein in den letzten vier Monaten des Jahres auf insgesamt 7,1 Milliarden Euro. Diese Ströme wurden bei aktiven Fonds nicht beobachtet. 

Rekordzuflüsse für ESG- und Smart Beta ETFs

Regulatorische Veränderungen und ein wachsender Bedarf an nachhaltigen Anlageinstrumenten über das gesamte Anlegerspektrum hinweg haben einen Boom im ESG-Segment ausgelöst. Dieses erzielte im vergangenen Jahr ein Rekord-Neuinvestitionsvolumen von 16,5 Milliarden Eur. Damit erhöhte sich das verwaltete Gesamtvermögen auf 30,5 Milliarden Euro. Auch Smart Beta ETFs verzeichneten mit kumulierten Zuflüssen von 9,4 Milliarden Euro im letzten Jahr ein Rekordwachstum. Die Gelder flossen hauptsächlich in die Strategien Income Generation, Value und Minimum Volatility/Minimum Variance.

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