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Corona-Krise: Der Dax fällt, kann sich aber erholen

Das Coronavirus wird auch deutsche Unternehmen empfindlich treffen und die Aktienkurse weiter fallen lassen. Die Baisse dürfte aber nicht von allzu langer Dauer sein, erwartet Börsenprofi Jens Ehrhardt.

12.03.2020 | 15:11 Uhr von «Annika Janßen»

Corona und kein Ende: Während das Virus in China allmählich auf dem Rückzug zu sein scheint, steigen die Fallzahlen in Europa und den USA umso stärker. In Deutschland sind mittlerweile 1.139 Menschen infiziert – Tendenz steigend. Während sich die Krise verschärft, stürzt der DAX immer weiter ab. Allein in der ersten halben Handelsstunde am heutigen Donnerstag verlor der deutsche Leitindex fast sechs Prozent und fiel damit unter 10.000 Punkte.

Das Virus wird die globale Wirtschaft hart treffen, da sind sich Experten einig. Und Deutschland bleibt davon nicht verschont. Die DZ Bank hat ihre Prognose für die deutsche Konjunktur bereits angepasst: „Wir gehen nun davon aus, dass die Unternehmensgewinne im DAX in diesem Jahr im schlimmsten Fall um zehn bis 20 Prozent gegenüber Vorjahr fallen werden“, sagt Christian Kahler, Chefanlagestratege der DZ Bank. Bisher waren Kahler und seine Kollegen für 2020 von stagnierenden Gewinnen ausgegangen.

Anleger sollten sich zudem auf weitere Kursverluste einstellen: Der DAX könnte noch auf ein Rezessionstief von 8.000 bis 8.500 Punkten fallen, schätzen die DZ-Bank-Experten. „In diesem Umfeld erwarten wir auch, dass es bei deutschen und europäischen Unternehmen in den kommenden Wochen zu Kürzungen der Dividendenzahlungen an die Aktionäre kommen wird“, sagt Kahler.

Allerdings gehen die DZ-Bank-Strategen auch davon aus, dass die Aktienkurse sich bis zum Jahresende wieder erholen. Dann sollte der deutsche Leitindex wieder auf 11.500 Punkte steigen, so die Prognose. „Trotz aktueller Sorgen und Ängste sollten Anleger sich nach Abklingen der Pandemie mittelfristig auf eine der besten Anlagemöglichkeiten am Aktienmarkt während der vergangenen Jahrzehnte vorbereiten“, rät Kahler.

Notenbanken sind in der Pflicht

Jens Ehrhardt, Gründer der Vermögensverwaltung DJE Kapital AG, richtet seinen Blick schon jetzt auf die Chancen, die sich aus dem aktuellen Abwärtstrend der Börsen ergeben. Im Interview mit dem Wall-Street-Experten Markus Koch zeigt der erfahrene Börsenprofi Ehrhardt sich einigermaßen gelassen: „Ich glaube nicht, dass wir die aktuelle Situation mit einer langfristigen Baisse wie zum Beispiel in den Krisenjahren 2007/2008 oder auch 1987 vergleichen können“, sagt Ehrhardt. Die Rahmenbedingungen seien momentan anders. „Rechnerisch haben wir mit mehr als 20 Prozent Rückgang an fast allen europäischen Märkten und auch in Japan natürlich eine Baisse. Ich glaube aber nicht, dass es in dem Stil weitergeht“, sagt Ehrhardt.

Er sieht nun vor allem die Notenbanken in der Pflicht – und auch die deutsche Regierung müsse mehr tun, um die Konjunktur zu stützen, fordert er. „Im Vergleich zu einigen asiatischen Ländern waren wir hierzulande überhaupt nicht auf so eine Infektionswelle vorbereitet“, kritisiert der Börsenprofi.

Ehrhardt rät Privatanlegern, noch ein wenig abzuwarten. Demnächst ließen sich einige attraktive Titel aber mit hoher Wahrscheinlichkeit „sehr günstig einsacken“, erwartet der Börsenprofi. Zunächst müssten sich die Märkte aber stabilisieren – zumal der Höhepunkt der Corona-Krise in Deutschland und Europa sowie den USA noch nicht erreicht sei.

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