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Neuer Fonds für den Infrastruktur-Superzyklus

Daniel Kerbach
Infrastruktur

Europa steht vor einem tiefgreifenden infrastrukturellen Umbruch. Jahrzehntelanger Investitionsstau, ambitionierte Klimaziele, geopolitische Verschiebungen und der steigende Energiebedarf zwingen Politik und Wirtschaft zu umfassenden Modernisierungsmaßnahmen. In diesem Umfeld gewinnen Infrastrukturfonds zunehmend an Bedeutung – sowohl aus volkswirtschaftlicher als auch aus investorenseitiger Perspektive.

19.02.2026 | 13:30 Uhr von «Jörn Kränicke»

Mit dem neuen BayernInvest Lux Eurozone Equity Infrastructure reagiert die BayernInvest gezielt auf diese Entwicklung und erweitert ihr Produktangebot um einen Infrastruktur-Aktienfonds mit dualer Anlagestrategie.

Zwei-Säulen-Ansatz

Der Fonds investiert in das Rückgrat der europäischen Wirtschaft und verfolgt dabei einen Zwei-Säulen-Ansatz, der den gesamten Wertschöpfungszyklus von Infrastrukturprojekten abbildet. Einerseits setzt das Portfoliomanagement auf etablierte Infrastruktur-Betreiber, etwa aus den Bereichen Energieversorgung, Netzinfrastruktur oder Transport. Diese Unternehmen zeichnen sich durch regulierte Geschäftsmodelle, planbare Cashflows und attraktive Dividenden aus und bieten damit Stabilität sowie Inflationsschutz. Andererseits investiert der Fonds gezielt in sogenannte Infrastruktur-Macher – Industrie- und Technologieunternehmen, die unmittelbar vom Ausbau, der Modernisierung und der Dekarbonisierung europäischer Infrastruktur profitieren und entsprechend höheres Wachstumspotenzial aufweisen.

Mehrjähriger Infrastruktur-Superzyklus steht bevor

Gerade diese Kombination macht den Fonds vor dem aktuellen makroökonomischen Hintergrund besonders relevant. Europa steht am Beginn eines mehrjährigen Infrastruktur-Superzyklus. Politische Programme auf EU- und nationaler Ebene, milliardenschwere Investitionspakete sowie strategische Ziele wie Energiesouveränität und Klimaneutralität schaffen einen nachhaltigen Nachfrageimpuls. Für Anleger eröffnet sich damit der Zugang zu langfristigen, realwirtschaftlich verankerten Investitionen mit politischem Rückenwind.

Bis 2040 wird der weltweite Investitionsbedarf auf über 100 Billionen US-Dollar geschätzt

Die grundsätzliche Attraktivität der Anlageklasse unterstreicht auch Daniel Kerbach, Chief Investment Officer der BayernInvest: „Infrastruktur ist einer der zentralen Profiteure des globalen Investitionszyklus. Bis 2040 wird der weltweite Investitionsbedarf auf über 100 Billionen US-Dollar geschätzt, getrieben insbesondere durch den steigenden Energiebedarf in Europa, was für einen langfristigen strukturellen Wachstumszyklus der Anlageklasse spricht.“ Unabhängig vom aktuellen Marktumfeld weisen börsennotierte Infrastrukturunternehmen historisch betrachtet attraktive risikoadjustierte Renditen auf. Im Vergleich zu breiten Aktienmarktindizes wie dem EURO STOXX 50 zeigen sie eine geringere Volatilität und ein niedrigeres systematisches Risiko. Die Kombination aus laufenden Erträgen und Wachstum hat über längere Zeiträume zu soliden Gesamtrenditen geführt.

Ausgewogenes Risiko-Rendite-Profil

Der duale Investmentansatz des BayernInvest-Fonds zielt darauf ab, diese Eigenschaften gezielt zu nutzen. Während Infrastruktur-Macher bereits in frühen Phasen des Investitionszyklus von Projektvergaben und steigenden Auftragsvolumina profitieren, entfalten Betreiber ihre Stärken nach Fertigstellung der Projekte durch stabile, wiederkehrende Einnahmen. Das Zusammenspiel beider Segmente verspricht ein ausgewogenes Risiko-Rendite-Profil über verschiedene Marktphasen hinweg: Wachstumschancen in Expansionsphasen und Stabilisierung in volatilen Zeiten.

Macher und Betreiber im Fokus

„Unser Fonds wird die gesamte Geschichte der Infrastruktur-Wende erzählen“, erläutert Sascha Riedl, Head of Global Equities und Portfoliomanager bei der BayernInvest. „Denn um den vollen Investitionszyklus abzubilden und Chancen optimal zu nutzen, benötigt ein Portfolio beide Seiten der Medaille – Macher und Betreiber. Hierin unterscheidet sich unser Ansatz von vielen anderen Lösungen am Markt.“ Gemeinsam mit Co-Portfoliomanager Andreas Breu setzt Riedl damit bewusst auf eine breite Abdeckung aller relevanten Wertschöpfungsstufen.

Focus auf die Eurozone

Ein weiterer zentraler Aspekt ist der konsequente Fokus auf die Eurozone. Als reines Euro-Investment vermeidet der Fonds Währungsrisiken und ermöglicht ein gezieltes Engagement in den Kernmärkten des europäischen Infrastrukturausbaus. Der sogenannte „Eurozone Pur“-Ansatz leistet damit laut den Fondsmanagern einen aktiven Beitrag zum Risikomanagement und unterstreicht die strategische Ausrichtung auf den europäischen Megatrend Infrastruktur.

Fazit:

Infrastrukturfonds sind aufgrund der Notwendig von massiven Investitionen inzwischen nicht nur ein Renditebaustein, sondern auch ein stabilisierendes Element in jedem Portfolio. Mit dem BayernInvest Lux Eurozone Equity Infrastructure erhalten Anleger einen Zugang zu einer Anlageklasse, die gerade jetzt strategisch besonders relevant ist.

Fondsdaten

WKN (Retail) A41X02
WKN (Insti) A41X01
ISIN (Retail) LU3248607387
ISIN (Insti) LU3248607205
Auflagedatum 15. Januar 2026
Investmentmanager Sascha Riedl und Andreas Breu
KVG/Verwaltungsgesellschaft BayernInvest
Währung EUR
Ertragsverwendung ausschüttend
Perf. Fee nein
Managementgebühr 0,80%/1,60 p.a.
SFDR 6

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