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Performance-Vergleich: Aktienfonds machen das Rennen

Über fast alle Betrachtungs-Zeiträume hinweg haben sich Aktienfonds in den vergangenen Jahren besser entwickelt als Renten-, Misch- oder Geldanlagefonds. Mehr Volatilität wird eben mit mehr Rendite belohnt.

16.05.2019 | 09:00 Uhr von «Matthias von Arnim»

Sind Aktienfonds riskanter als Fonds anderer Asset-Klassen? Wahr ist: Aktienfonds haben im Vergleich zu Renten, Geldmarktinstrumenten oder Immobilienanlagen die höchste Volatilität. Keine andere Anlageklasse weist im Laufe eines Jahres so hohe Wertschwankungen auf. Richtig ist aber auch: Fast über alle Betrachtungszeiträume hinweg lassen sich mit Aktien die höchsten Renditen erzielen. Das zeigt die aktuelle Fonds-Statistik des deutschen Fondsverbands BVI.

Beim Blick auf diese Statistiken wird schnell jeder Zweifel ausgeräumt: Von ganz wenigen Ausnahmen abgesehen, konnten Anleger mit Aktien in allen betrachteten Zeiträume in den vergangenen 30 Jahren höhere Renditen erzielen als mit anderen Anlageklassen. Insbesondere in Deutschland und global anlegende Aktienfonds tun sich in diesem Zusammenhang besonders positiv hervor.

Wer beispielsweise vor 30 Jahren in deutsche Aktienfonds investiert hat, konnte bis heute mit keiner anderen in der Studie untersuchten Fondskategorie höhere Renditen erzielen.

In der kurzfristigen Betrachtung schneiden Aktienfonds diesmal allerdings nicht ganz so gut ab. Die gruselige zweite Jahreshälfte 2018 hat in der Statistik Spuren hinterlassen.

Der politische Rentenmarkt

Die massiven Eingriffe der Notenbanken in den Kapitalmarkt haben den Rentenmarkt spürbar beeinflusst.  Mit Unternehmensanleihen, Euro-Langläufern und Schwellenländerbonds ließen sich in den zurückliegenden 20 Jahren über verschiedene Zeiträume hinweg fast ähnlich hohe Renditen erzielen wie mit Mischfonds. Ältere Rentenfonds, die noch Langläufer mit attraktiven Nominalzinsen im Portfolio halten konnten von der Kursperformance dieser Papiere profitieren.

Mischfonds: Die Lieblinge der Anleger

Die im Vertrieb erfolgreichste Fondskategorie der vergangenen Jahre waren Mischfonds. Das liegt vielleicht daran, dass sie mit einem angenehm bequemen Service-Versprechen locken: Anleger bekommen ein wenig Aktienperformance und riskieren dafür weniger Volatilität. Dafür sorgt der Rentenanteil im Portfolio. Dieses Versprechen konnten Mischfonds in der Vergangenheit einlösen. Wer etwa vor 25 Jahren in einen ausgewogen gemanagten global anlegenden Mischfonds investiert hat, darf sich heute über eine Rendite von 6,5 Prozent per annum freuen – bei vergleichsweise niedriger Volatilität von 6,2 Prozent.

Je länger die Notenbanken für niedrige Zinsen sorgen, wächst jedoch das Risiko, dass der Anleiheanteil in den Mischportfolios zum Problem wird. Denn auslaufende Anleihen mit ansprechenden Kupons lassen sich immer seltener gleichwertig durch neue Papiere ersetzen. Mischfonds-Manager stehen hier vor einer großen Herausforderung, wenn sie ihre Kundschaft nicht enttäuschen wollen.
Download der Statistik für Fondskategorien.

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