Mit der Altersvorsorgereform 2027 kommt das neue Altersvorsorgedepot. Die Allianz entwickelt dafür ein Angebot auf Basis ihres Vorsorgekonzepts InvestFlex. Das staatlich geförderte Depot verzichtet auf eine Beitragsgarantie und soll langfristig höhere Renditechancen ermöglichen.
19.06.2026 | 07:00 Uhr
Die Reform der staatlich geförderten privaten Altersvorsorge nimmt Gestalt an – und die Allianz positioniert sich frühzeitig für den neuen Markt. Deutschlands größter Lebensversicherer kündigt an, zum Start des neuen Fördersystems Anfang 2027 Angebote in allen gesetzlich vorgesehenen Produktkategorien bereitzustellen. Im Mittelpunkt steht dabei auch das neue Altersvorsorgedepot, das ohne Beitragsgarantie auskommt und damit stärker auf langfristige Renditechancen setzt.
Mit der Verabschiedung des Altersvorsorgereformgesetzes soll die private Altersvorsorge in Deutschland einfacher, flexibler und für breitere Bevölkerungsgruppen zugänglich werden. Neben Arbeitnehmern sollen künftig auch Selbstständige, Freiberufler und Gewerbetreibende von der staatlichen Förderung profitieren können.
Für die Allianz markiert die Reform einen wichtigen Impuls für die private Vorsorge. Nach Einschätzung des Versicherers könnte die vereinfachte Förderung dazu beitragen, Menschen zu erreichen, die bislang keinen Riester-Vertrag abgeschlossen haben.
„Die Reform bringt neue Impulse, und in der öffentlichen Diskussion wird wieder positiv und zuversichtlich über Alters- und Zukunftsvorsorge gesprochen“, sagt Ruedi Kubat, Vorstandsvorsitzender der Allianz Lebensversicherung.
Der Bedarf für zusätzliche Altersvorsorge bleibt hoch. Nach Angaben der Allianz glaubt laut dem aktuellen Vorsorge Index 2026 lediglich jeder fünfte Deutsche, ausreichend für das Alter vorgesorgt zu haben.
Die Allianz entwickelt derzeit ein umfassendes Produktportfolio auf Basis der neuen gesetzlichen Rahmenbedingungen. Geplant sind Angebote in allen drei förderfähigen Kategorien:
Besonders das Altersvorsorgedepot gilt als eine der zentralen Neuerungen der Reform. Anders als klassische Vorsorgeprodukte verzichtet es auf eine Garantie der eingezahlten Beiträge. Dadurch kann ein höherer Aktien- und Fondsanteil genutzt werden, was langfristig höhere Renditechancen eröffnen soll.
Sowohl beim Altersvorsorgevertrag als auch beim Altersvorsorgedepot setzt die Allianz auf ihr bestehendes Vorsorgekonzept InvestFlex. Die fondsgebundene Rentenversicherung gehört seit Jahren zu den meistnachgefragten Altersvorsorgeprodukten des Konzerns.
Kunden können dabei aus einer Vielzahl qualitätsgeprüfter Fonds, ETFs sowie gemanagter Anlagestrategien wählen. Für den geförderten Altersvorsorgevertrag plant die Allianz eine Variante mit 80-prozentiger Beitragsgarantie.
Beim Altersvorsorgedepot dürfte dagegen der Kapitalmarktgedanke stärker in den Vordergrund rücken. Das Produkt richtet sich insbesondere an Sparer mit langem Anlagehorizont, die bereit sind, auf Garantien zu verzichten und dafür höhere Renditechancen zu nutzen.
Die Umsetzung der neuen Vorsorgeangebote erfolgt gemeinsam mit Allianz Global Investors. Beide Gesellschaften wollen zum 1. Januar 2027 mit den neuen Produkten an den Markt gehen.
Damit verfolgt die Allianz das Ziel, sowohl klassische Vorsorgekunden als auch renditeorientierte Anleger anzusprechen, die von den neuen Fördermöglichkeiten profitieren möchten.
Bereits vor dem Produktstart stellt die Allianz einen Förderindikationsrechner bereit. Über wenige Eingaben können Interessenten eine erste Einschätzung erhalten, ob für sie das bisherige oder das neue Fördersystem vorteilhafter sein könnte.
Das Tool steht sowohl online als auch für die Beratung durch Vermittler zur Verfügung und soll den Übergang in die neue Förderwelt erleichtern. (jk)
Diesen Beitrag teilen: