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Staatliche Rente führt zu starken Einbußen

Berater: Besonders junge Menschen können von privater Altersvorsorge profitieren. Nur ein Drittel nutzt sie.

20.03.2013 | 15:13 Uhr von «Patrick Daum»

Die umlagefinanzierte staatliche Altersvorsorge reicht nicht annähernd aus, um den gewohnten Lebensstandard im Alter fortzuführen. Das ist das Ergebnis des neuen „Vorsorgeatlas Deutschland“, der vom Forschungszentrum Generationenverträge der Universität Freiburg im Auftrag von Union Investment erstellt wurde. Wer zusätzlich privat vorsorgt könne im Durchschnitt die Rentenlücke schließen und im Ruhestand 59,9 Prozent des letzten Bruttoeinkommens erreichen. Als lebensstandard-sichernd gilt ein Wert von 60 Prozent.

Auf Basis verschiedener Mikrodatensätze soll die Studie ein nahezu vollständiges Bild über die Situation der Altersvorsorge in Deutschland ermöglichen. So würden neben den „klassischen“ Alterssicherungssystemen der ersten Schicht (gesetzliche Rentenversicherung, Beamtenförderung, berufsständische Versorgung) und der Vorsorgewege der zweiten Schicht (Riester-Rente, betriebliche Altersvorsorge, Zusatzversorgung des öffentlichen Dienstes) auch das Geld- und Immobilienvermögen der Haushalte (dritte Schicht) betrachtet.

Dramatische Situation bei jungen Menschen

Allein mit der ersten Schicht wird der Studie zufolge das benötigte Alterseinkommen von 60 Prozent nicht annähernd erreicht. Menschen, die nur diese Ansprüche nutzen, kommen lediglich auf 43,3 Prozent. Nach heutiger Kaufkraft bedeute dies eine Lücke von durchschnittlich 800 Euro im Monat. Eine Ausnahme stellten Beamte dar, die durch ihre Pensionsansprüche ausreichend versorgt seien. Als besonders dramatisch sehen die Autoren der Studie die Versorgung junger Menschen aus der gesetzlichen Rentenversorgung an: „Die 20- bis 34-jährigen können mit ihrer zukünftigen Rente nur 38,4 Prozent ihres letzten Bruttoeinkommens ersetzen.“ Dies sei auf die zahlreichen Rentenreformen seit dem Jahr 2001 zurückzuführen. Nutzten sie hingegen die Möglichkeit der privaten Vorsorge, erreichten sie aufgrund der langen Ansparzeit die höchsten Ansprüche und Ersatzquoten im Vergleich zu den anderen Altersgruppen. Interessant für Berater: Nur knapp ein Drittel der jüngsten Altersgruppe verfüge derzeit über Ansprüche aus der zweiten Schicht.

Darüber hinaus zeigt die Untersuchung, dass vor allem Bürger mit einem Nettoeinkommen von bis zu 1.500 Euro im Monat die Rentenlücke schließen können, wenn sie die Riester-Rente als Vorsorgeform nutzen. „Damit ist belegt, dass das System der Riester-Rente sozialpolitisch funktioniert und hierdurch besonders Personen mit niedrigen und mittleren Einkommen gefördert werden“, betont Hans Joachim Reinke, Vorstandsvorsitzender von Union Investment.

Absicherung über alle drei Schichten führt zu ausreichender Vorsorge

Auf der anderen Seite wird durch die Studie auch deutlich, dass nicht jeder, der Ansprüche der ersten und zweiten Schicht nutzt, im Alter gut versorgt ist. Rund die Hälfte der Sparer erhielten weniger als 54,6 Prozent ihres letzten Bruttoeinkommens. „Der Grund hierfür ist, dass gut verdienende Personen aufgrund ihrer großen Lücke aus Schicht eins und ihres hohen Einkommens den Schnitt nach unten ziehen“, schreiben die Autoren. Ihnen fehlten trotz privater Vorsorge im Monat durchschnittlich 575 Euro. Das zwinge sie dazu, Geld in der dritten Schicht zurückzulegen. Unabhängig vom Einkommen gelte daher: Wer über alle drei Schichten abgesichert ist, hat in der Regel mit durchschnittlich 77,4 Prozent des letzten Bruttoeinkommens ausreichend vorgesorgt.

Außerdem zeigt die Studie, dass in Deutschland erhebliche regionale Unterschiede bei der Nutzung der Vorsorgewege bestehen. Im Süden der Republik sei aufgrund der vorhandenen Industriestruktur vorwiegen die betriebliche Altersvorsorge verbreitet. In den östlichen Bundesländern präferierten die Menschen hingegen die Riester-Rente. Insgesamt existiere aufgrund der bestehenden regionalen Einkommensunterschiede ein Süd-Nord- bzw. West-Ost-Gefälle bei den absoluten Ansprüchen.

Der „Vorsorgeatlas Deutschland“ im pdf-Dokument

(PD)

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