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Jung gegen Alt und die Angst vor der Altersarmut

Junge fordern mehr Beteiligung der Älteren an den Kosten

Studien zeigen: Nur jeder zweite junge Arbeitnehmer in Deutschland vertraut der gesetzlichen Rente. Die Mehrheit plädiert dafür, Belastungen der Gesetzlichen Rentenversicherung zwischen Beitragszahlern und Rentnern aufzuteilen.

22.11.2016 | 11:32 Uhr von «Matthias von Arnim»

Viele junge Arbeitnehmer in Deutschland haben Angst vor späterer Altersarmut. Dabei würden sie ihre gesetzliche Rente durchaus mit Beiträgen aus der eigenen Tasche oder durch den Arbeitgeber aufstocken lassen. Rund 80 Prozent befürworten zudem, die staatliche Rentenfinanzierung durch die Einbeziehung der Selbstständigen und Beamten auf eine breitere Basis zu stellen. Diese Ergebnisse brachte eine Umfrage des Meinungsforschungsinstituts TNS zutage, die im Auftrag der IG Metall durchgeführt wurde.

Die jüngere Generation sieht die gesetzliche Rentenversicherung zwiespältig. Bei den 18- bis 34-Jährigen haben 60 Prozent gar kein (11 Prozent) oder ein weniger großes (49 Prozent) Vertrauen in das gesetzliche Rentensystem, während lediglich 35 Prozent großes oder sehr großes Vertrauen äußern. Dennoch gehen rund drei Viertel (73 Prozent) der 18- bis 34-jährigen Arbeitnehmer davon aus, nach dem Erwerbsleben allein mit der gesetzlichen Rente nicht ausreichend versorgt zu sein. Quer durch alle Altersgruppen betrachtet, befürchten immer noch zwei Drittel (64 Prozent) der Erwerbstätigen Altersarmut. Dabei wären gerade die Jüngeren bereit, die gesetzliche Rente mit eigenen Beiträgen aufzustocken.

Jüngere sind bereit größeren Rentenbeitrag zu leisten

Immerhin könnten sich 72 Prozent der 18- bis 34-Jährigen vorstellen, einen größeren Rentenbeitrag zu entrichten, wenn ihnen dafür eine höhere Rente im Alter garantiert würde. Diese Bereitschaft ist bei den älteren Arbeitnehmern weniger ausgeprägt. Von ihnen wäre nur jeder Zweite bereit, höhere Beiträge zu leisten.

Zudem unterstützt insgesamt eine sehr große Mehrheit die Weiterentwicklung der gesetzlichen Rentenversicherung – hin zu einer Versicherung, die alle Erwerbstätigen hierzulande einbezieht. So befürworten 79 Prozent der Befragten, dass eben auch alle Selbständigen, Freiberufler sowie Beamte pflichtversichert sind und sich somit an der Finanzierung der gesetzlichen Rente beteiligen. Selbst von den Beamten spricht sich mit 44 Prozent fast die Hälfte für diesen Weg aus, bei den Selbständigen sind sogar 57 Prozent dieser Ansicht.

Die Mehrheit der jüngeren Menschen in Deutschland plädiert zudem dafür, Belastungen der Gesetzlichen Rentenversicherung mithilfe des sogenannten Nachhaltigkeitsfaktors in der Rentenformel zwischen Beitragszahlern und Rentnern aufzuteilen. Eine Umfrage des Deutschen Instituts für Altersvorsorge (DIA) belegt, wie gespalten die Gemüter bei der Lastenverteilung sind, wenn es um die Rente geht: Zwei Drittel der jüngeren deutschen Bevölkerung findet diese Idee gerecht, Ältere, rentennahe Jahrgänge teilen diese Meinung eher weniger.

Laut Umfrage halten 77 Prozent der 46- bis 65-Jährigen den Nachhaltigkeitsfaktor für nicht oder eher nicht gerecht. Die 18- bis 25-Jährigen hingegen schätzen diese Form der Lastenverteilung doppelt so häufig als gerecht ein. Aber auch in der Altersgruppe der 26- bis 45-Jährigen herrscht deutlich mehr Zustimmung für den Nachhaltigkeitsfaktor. Diese Jahrgänge haben schließlich auch noch eine Menge Zeit und Einzahlungen in die Rentenversicherung vor sich.

Der Nachhaltigkeitsfaktor soll verhindern, dass allein die Erwerbstätigen die steigenden Kosten des demografischen Wandels tragen müssen. Die Rentner sollen nach und nach durch einen langsamen Anstieg der Renten im Vergleich zur Lohnentwicklung an den Kosten beteiligt werden.

(MvA) 

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