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Firmenrente für alle? Junge Berufstätige wären dafür

Wer noch 30, 40 Jahre bis zur Rente hat, will sich offenbar nicht groß selbst um die Altersvorsorge kümmern. Die Mehrheit der jungen Berufstätigen spricht sich für automatische Betriebsrenten aus.

14.11.2019 | 08:43 Uhr von «Olaf Wittrock »

Jungen Berufstätigen wäre es in großer Zahl am liebsten, wenn sie sich mit ihre Rente so wenig befassen müssen wie möglich. Diesen Schluss legt eine neue Umfrage nahe, die die Fondsgesellschaft Fidelity International jetzt vorgelegt hat. Bei einer Online-Befragung des Marktforschungsinstitut Ipsos unter 2400 Teilnehmern in Deutschland wünschten sich 57 Prozent der 20- bis 34-Jährigen, „dass ihr Arbeitgeber automatisch einen Teil ihres Gehalts in eine betriebliche Altersvorsorge (bAV) investiert“. Derzeit haben zwar alle Beschäftigten in Deutschland Anspruch auf eine Betriebsrente – es besteht aber weder eine Sparpflicht noch sind die bAV-Verträge obligatorisch. Stattdessen müssen Beschäftigte schon aus eigenem Antrieb tätig werden.

Und das ist der Mehrheit offenbar zu kompliziert. So gaben 58 Prozent der 20- bis 34-Jährigen an, die Altersvorsorge sei zu kompliziert, um sie allein zu erledigen. 38 Prozent waren der Ansicht, der Arbeitgeber sollte ihnen die nötigen Informationen zur Ruhestandsplanung leicht zugänglich machen. Und auch ein weiterer Reformvorschlag aus der Branche findet recht breite Zustimmung: 36 Prozent der jungen Berufstätigen forderten laut Fidelity, Altersvorsorgeansprüche sollten auf der Lohn- und Gehaltsabrechnung ausgewiesen werden.

KV-Freibetrag entlastet Betriebsrentner

Die Umfrageergebnisse liefern interessante Erkenntnisse für den Umbau des möglichen weiteren bAV-Systems. Das gilt in der Tat als zu kompliziert und an mehreren Stellen als reformbedürftig. Zuletzt hatte die Bundesregierung an einem anderen Punkt angesetzt: Sie will ab dem kommenden Jahr Betriebsrenten bis zum einem Freibetrag in Höhe von 155,75 Euro monatlich von Krankenkassenbeiträgen entlasten. Bisher gab es nur eine Freigrenze in ähnlicher Höhe – Ruheständler mit höheren Betriebsrenten mussten also auf bAV-Bezüge komplett Versicherungsbeiträge zahlen. Der neue Freibetrag soll nun alle Betriebsrentner entlasten, um bis zu rund 300 Euro pro Jahr.

Lupus Alpha will mehr Risiko

Das allein wird allerdings nicht ausreichen, um das System der betrieblichen Altersversorgung zu stärken, kritisieren Experten. Ralf Lochmüller, CEO des Vermögensverwalters Lupus Alpha, hat jüngst sogar einen 5-Punkte-Plan ersonnen, um das Vorsorge-System zu stärken. Er fordert darin unter anderem die Abschaffung formeller Kapitalgarantien, mehr Möglichkeiten zur Anlage in Risikokapital und langfristigere Risikomodelle. Darüber hinaus müssten Vorsorgeeinrichtungen Personal auf- und der Staat die Regulierung abbauen. „Wir dürfen unsere betrieblichen Vorsorge-Systeme nicht mit zu viel Bürokratie überfrachten“, fordert Lochmöller. Obligatorische Betriebsrentenverträge können auch dafür durchaus den Weg bereiten.

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