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Konsum in Schwellenländern wird Brit-Aktien treiben

Jochen Wolf, Fondsmanager bei der LBBW

Vor allem Versicherer, Telkos und Lebensmittelhersteller nutzen Potenzial der Emerging Markets.

20.06.2012 | 07:45 Uhr von «Patrick Daum»

Großbritanniens Wirtschaft steckt in einer Rezession. Doch zahlreiche Aktien seien dennoch attraktiv, da vor allem britische Unternehmen vom Konsum in den Schwellenländern profitierten. Dieser Ansicht ist Jochen Wolf, der bei der Landesbank Baden-Württemberg (LBBW) den Fonds „LBBW Konsum Dynamik Global“ (ISIN: DE000A0KEYS1) managt: „Bei den britischen Unternehmen in unserem Fonds spielt die Binnenkonjunktur im Mutterland nur eine untergeordnete Rolle. Haupttreiber für unsere Investitionen ist die ausgezeichnete Marktposition dieser Unternehmen in den Emerging Markets.“ Wolf investiert vor allem in britische Unternehmen. Seine Babys generierten durchschnittlich 44 Prozent ihrer Umsätze in Schwellenländern. Nur acht Prozent der Umsätze stammten aus dem Vereinigten Königreich.

Lukrative Branchen in Schwellenländern

Starke Unterschiede zeigten sich vor allem auf dem Versicherungsmarkt: „In den Emerging Markets ist die Abdeckung von Versicherungsprodukten noch gering“, so Wolf. Besonders in China herrsche Wachstumspotenzial. Die Versicherungsdurchdringung liege dort bei lediglich drei Prozent. Das heißt, von 100 Renminbi, die das Reich der Mitte erwirtschaftet, werden nur drei Renminbi als Versicherungsprämie ausgegeben. Im größten Versicherungsmarkt, dem der USA, liege diese Kennzahl bei 15. Der asiatische Markt ist daher für Versicherer äußerst lukrativ. Das britische Versicherungsunternehmen Prudential hat das erkannt: Mittlerweile ist der Konzern in 13 asiatischen Ländern aktiv und konnte sich dort gut positionieren. „In westlichen Ländern ist der Versicherungsmarkt gesättigt“, erklärt Wolf.

Attraktiv für Investitionen seien zudem die Telekommunikationsmärkte in Indien, Südafrika, Ägypten und der Türkei. „Aktuell sind die Margen verglichen mit den europäischen Märkten gering“, weiß der Fondsmanager. „Allerdings sehe ich langfristig eine deutliche Tendenz nach oben.“ Als Beispiel diene der Telekom-Konzern Vodafone. Obwohl das Unternehmen nur ein Drittel des Umsatzes in den Emerging Markets generiere, stammten doch zwei Drittel der Kunden von dort. Mit wachsendem Wohlstand steige auch der Konsum von Telekommunikationsdienstleistungen.

Auch für Lebensmittelhersteller böten sich gute Chancen: Der Catering-Konzern Compass habe seinen Ertrag in den Schwellenländern innerhalb von drei Jahren fast verdoppeln können, da die Nachfrage an entsprechenden Produkten stark gestiegen sei. Der Konzern Unilever generiere mittlerweile rund 50 Prozent seines Umsatzes in den Emerging Markets.

FVBS-Research: Der LBBW Konsum Dynamik Global Fonds

Der LBBW Konsum Dynamik Global wurde nur mit der „€uro Fonds-Note“ 5 bewertet. Fondsmanager Wolf konnte den Fonds mit einem Volumen von 22,39 Millionen Euro in 2012 bisher zu einem Plus von 2,64 Prozent führen. Seit seiner Auflegung im April 2008 erwirtschaftete er einen Gewinn von glatten vier Prozent. Im Zeitraum der vergangenen drei Jahre hatte der Aktienfonds eine relativ geringe Volatilität von 14,89 Prozent sowie eine positive Sharpe Ratio von 0,56. Zu knapp einem Drittel investiert Wolf in britische Unternehmen. Nahrungsmittel und Getränke (13,1 Prozent) sowie Konsumgüter und -dienstleistungen (12,2 Prozent) machen die am stärksten vertretenen Branchen aus (Stand: 31. Mai 2012). Der größte Einzeltitel im Portfolio ist die Vodafone Group mit 3,4 Prozent.

Der Fonds bleibt beständig oberhalb seiner Benchmark

Quelle: FINANZEN FundAnalyzer (FVBS)

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