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Allianz Global Investors verzichtet auf Wirecard, DWS hält daran fest

FundResearch listet auf, welche Aktienfonds auf Wirecard-Aktien setzen und welche nicht.

16.06.2020 | 15:00 Uhr von «Ralf Ferken»

Allianz Global Investors: ESG-Rating reicht nicht

Kaum eine Aktie wird derzeit so heiß diskutiert wie die Wirecard AG. Denn viele Anleger fragen sich, wie professionell Wirecard-Chef Markus Braun den Zahlungsdienstleister managt.

Etliche Fondsgesellschaften melden hier ebenfalls Zweifel an und halten seit einiger Zeit keine Wirecard-Anteile. Dies gilt etwa für die deutschen Aktienfonds von Allianz Global Investors, darunter den Concentra und den Fondak (siehe Tabelle unten).

Auch bei den europäischen Flaggschiffen, dem Allianz Wachstum Euroland oder dem Allianz Wachstum Europa, verzichten die Fondsmanager auf Wirecard.

Als Grund verweist Allianz Global Investors auf das „unzureichende interne ESG-Rating” von Wirecard, wo es bei den drei Faktoren vor allem am „G“ hapere, also der Governance.

DWS: Mit Wirecard im Dialog bleiben

Die DWS hält dagegen weiterhin an Wirecard fest. So gewichtete der DWS Deutschland Wirecard-Aktien Ende Mai 2020 mit 4,4 Prozent und der DWS Invest German Equities mit 3,9 Prozent.

Im Vergleich zum März 2020, als die Gewichtung teilweise noch fast zehn Prozent betrug, ist dies jedoch eine deutliche Reduzierung.

Man wolle die Unternehmen als Aktionäre konstruktiv begleiten, um sie im Dialog zu einer besseren ESG-Politik zu ermuntern, so das Argument der DWS.

Zudem verweist die DWS darauf, dass das Engagement in Wirecard bislang keine Performance gekostet habe.

Gleichwohl betrachten die reinen ESG-Fonds der DWS umstrittene Unternehmen wie Wirecard durchaus kritisch und verzichten bisweilen komplett darauf.

Alken pro Wirecard, Comgest contra Wirecard

Nicolas Walewski gewichtet Wirecard im Alken European Opportunities dagegen mit fast zehn Prozent. Walewski ist bereits seit dem Jahr 2007 in Wirecard investiert und ist für die langfristigen Geschäftsaussichten des Unternehmens weiterhin zuversichtlich. Zudem seien die Wirecard-Aktien und das Geschäftsmodell des Unternehmens äußerst attraktiv bewertet.

Comgest hat seine positive Meinung zu Wirecard dagegen revidiert. So betrug der Wirecard-Anteil im Comgest Growth Europe Opportunities Ende Februar 2020 noch 3,4 Prozent. Ende Mai war der Anteil jedoch auf null Prozent gesunken.

Das Auf und Ab der Wirecard-Aktien

Seit September 2018 gehört Wirecard dem DAX an. Bis zu diesem Zeitpunkt stiegen Wirecard-Aktien scheinbar unaufhaltsam an. Seither haben sie jedoch fast 50 Prozent an Wert eingebüßt.

Gleichwohl gab es in diesem übergeordneten Abwärtstrend immer wieder starke Kurserholungen. Wer bei Wirecard ein gutes Timing bewies, konnte damit also viel Geld verdienen. Wem dies nicht gelang, erlitt hohe Verluste.

Gleichwohl sollte man nicht vergessen, dass Wirecard bei Fonds maximal zehn Prozent vom Portfolio ausmachen kann. Mindestens 90 Prozent des Portfolios werden demnach von anderen Titeln bewegt.


Wirecard-Anteile (in %)

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