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Aktien

Eine Aktie gegen den perfekten Sturm

Warren Buffett hat es mal wieder Allen gezeigt. Während es an den Börsen aufgrund der komplizierten Lage der Weltwirtschaft langsam ungemütlich wird, startet die Berkshire Hathaway-Aktie jetzt erst richtig durch.

22.04.2022 | 08:00 Uhr von «Matthias von Arnim»

Das Jahr 2022 zaubert Börsianern bislang kein Lächeln auf die Lippen. Die Inflationsraten steigen, in den USA hat die Fed angefangen, die Zinsen anzuheben, die EZB wird wohl bald folgen. Die Lieferketten sind infolge der Coronakrise immer noch nicht wieder lückenlos geschlossen. Und jetzt kommt noch der Krieg Russlands gegen die Ukraine hinzu. Die größten Ackerflächen Europas werden nicht bestellt. Die Bauern in der Ukraine sind auf der Flucht oder bei der Armee. Gleichzeitig droht Russland mit Lieferstopps für Weizen, Gas und Öl. Die Preise für Lebensmittel und Energie schnellen deshalb weltweit in die Höhe. Bleibt das so, fürchten Experten erheblichen Schaden für die Weltwirtschaft.

So wirkt der Krieg in der Ukraine auf die Wirtschaft

Erst vorgestern hat der Internationale Währungsfonds (IWF) in seinem World Economic Outlook seine Prognosen zur Veränderung der Wirtschaftsleistung von Nationen und Regionen deutlich gesenkt. Für die weltweite Wirtschaftsleistung erwarten die Experten im laufenden Jahr ein Wachstum von 3,6 Prozent gegenüber 2021. Dieser Wert liegt 0,8 Prozentpunkte unter der Prognose vom Januar 2022. Besonders harte Korrekturen nahm der IWF bei seiner Prognose für Deutschland (-1,7 Prozentpunkte) vor. Begründung: Das Land sei in hohem Maße von Energieimporten aus Russland abhängig. Für Deutschland rechnet der IWF nun nur noch mit einem Wachstum von 2,1 Prozent gegenüber dem Vorjahr.

So wirkt der Krieg in der Ukraine auf die Börsen

Die Börsen reagieren entsprechend verschnupft auf die jüngsten Entwicklungen. Der DAX hat seit Jahresbeginn rund 9,4 Prozent an Wert eingebüßt. Dem EuroStoxx 50 geht es mit einem Minus von 9,2 Prozent nicht viel besser. Auch der japanische Nikkei 225 reißt mit einem Minus von rund sechs Prozent keine Bäume aus. An den US-Börsen sieht es nicht viel besser aus. Der S&P 500 notiert 6,5 Prozent tiefer als Ende Dezember 2021.

Eine Aktie für alle Fälle

Investoren auf der Suche nach rentablen Anlagemöglichkeiten haben es also derzeit schwer, vor allem wenn sie dabei noch auf ausreichend gute Diversifikation achten wollen. Wer zum Beispiel in Sparpläne einzahlt, die in MSCI World Index-ETFs investieren, darf sich seit Jahresbeginn nur über kontinuierlich niedrigere Einstiegskurse freuen. Ganz anders sieht die Welt für Aktionäre von Berkshire Hathaway aus. Das von der Investorenlegende Warren Buffett gegründete Unternehmen startet seit Dezember vergangenen Jahres richtig durch. Offensichtlich hat der Altmeister des Value Investing Einiges richtig gemacht. Während der MSCI World Index seit Jahresbeginn in der Verlustzone rangiert, hat der Wert der Berkshire-Aktie in dieser Zeit mehr als 20 Prozent an Wert zugelegt.

Das Geheimnis des Erfolgs lässt sich in etwa so zusammenfassen: Geduld bewahren. Und zu günstigeren Kursen kaufen, wenn sich die Gelegenheit bietet. Nun zahlt sich aus, dass Buffett abwarten konnte. Die hohen Unternehmensbewertungen vor der Pandemie waren ihm zu teuer. Er hielt sein Pulver trocken. Die Barreserven von Berkshire Hathaway beliefen sich zuletzt auf rund 144 Milliarden US-Dollar. Jetzt schlug Buffett zu, innerhalb von sechs Wochen sogar gleich dreimal. Gut zehn Milliarden gab der Altmeister für Aktienpakete des Ölkonzerns Occidental und des PC- und Druckerherstellers HP aus. Mit 11,6 Milliarden US-Dollar stieg er beim Versicherer Alleghany ein.

Kurssteigernd wirkt sich aktuell aus, dass Berkshire in Unternehmen investiert ist, die von steigenden Zinsen profitieren können – wie etwa große Energie- und Industriekonzerne. Bei Tech-Konzernen bleibt Buffett weiterhin wählerisch. Etliche IT-Unternehmen, die lange Zeit zu den absoluten Stars an der Wall Street zählten, leiden derzeit unter den steigenden Zinsen. Eine Ausnahme ist der Branchenprimus Apple, der mit weitem Abstand größten Aktienposition im Portfolio der Berkshire Hathaway. Die Apfel-Aktie füllt das Berkshire-Portfolio fast zur Hälfte. Das ist schlecht für die Diversifikation, aber offensichtlich gut für die Performance.

Und so kommt es, dass die Berkshire-Aktie immer neue Rekorde erreicht, während die meisten Börsen-Indizes Federn lassen. Die Aktien der Klasse A, in denen die meisten Stimmrechte gebunden sind, sind mit einem Kurs von zuletzt 522.597 US-Dollar (482.033 Euro) die teuersten der Welt. Wer sich als Normalsterblicher Berkshire-Aktien ins Depot legen will, findet in der B-Tranche eine Alternative. Aktueller Preis: umgerechnet 321 Euro. Tendenz steigend.

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