Die Märkte richten ihren Fokus zunehmend auf den Urnengang in den USA im November. Historisch gesehen haben politische Übergänge nicht viel Einfluss auf Wirtschaft und Märkte gehabt. Doch mit der Erweiterung des politischen Spektrums und der Breite der möglichen Politikstile wird sich das wahrscheinlich ändern.
Während Technologieaktien aller Art weiterhin stark steigen, fragen sich viele Anleger, ob sie jetzt überbewertet sind. Doch selbst bei hohen Bewertungen glauben wir, dass der Technologiesektor noch immer mit langfristigem Wachstumspotenzial gespickt ist.
Eine starke globale Anleihenrallye, die auf die massiven Eingriffe der Zentralbanken als Reaktion auf die COVID-19-Pandemie zurückzuführen ist, hat dazu geführt, dass die Renditekurven von Staatsanleihen sehr niedrig sind – negative Renditen sind keine Seltenheit.
Im US-Kongress wird sehr hitzig darüber debattiert, ob die US-Konjunktur mehr Anreize braucht – und wenn ja, wie groß diese Anreize sein müssen. Doch ein genauerer Blick auf die Privateinkommen lässt nicht viel Raum für Diskussionen. Mehr Anreize sind dringend nötig – und zwar bald.
In einer Welt zunehmender Unsicherheit ist es der natürliche Instinkt vieler Anleger, sich durch Diversifizierung „abzusichern“, anstatt in eine konzentrierte Strategie zu investieren.
Während immer mehr Unternehmen staatliche Fördermittel in Anspruch nehmen, werden immer mehr Fragen darüber gestellt, wie sich die Verwendung von Steuergeldern auf die Aktionäre auswirken kann.
Dieses Jahr wurden bislang über USD 1 Bio. US-Investment-Grade-Unternehmensanleihen überschritten, wodurch frühere Jahresrekorde gebrochen werden dürften.
Nach vier Tagen intensiver Verhandlungen haben sich die EU-Staatsoberhäupter auf einen Wiederaufbaufonds im Umfang von 750 Mrd. EUR geeinigt, der zur Behebung der durch COVID-19 verursachten wirtschaftlichen Schäden beitragen soll.
Die starke Erholung der globalen Aktien und Investment-Grade-Anleihen im zweiten Quartal ließ einkommensstärkere Anlagen zurückfallen. Das bedeutet aber auch, dass es bei den einkommensgenerierenden Vermögenswerten Nachholpotenzial gibt, das sich in späteren Phasen der Erholung bemerkbar machen könnte.
Aktien aus Schwellenländern haben es in der COVID-19-Krise schwer, aber nicht alle Branchen – oder Länder – sind gleichmäßig betroffen. Und viele Unternehmen verfügen über die richtigen Qualitäten, um jetzt und lange nachdem sich die lokalen Bedingungen verbessert haben, von strukturellen Veränderungen zu profitieren.