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Aufstieg der Außenseiter

Unterbewertete Aktien haben seit längerem einen schweren Stand. Zieht die Konjunktur wieder an, könnte der Wind aber drehen, sagen Marktbeobachter – und prophezeien Value-Strategien für die kommenden Monate ein Comeback.

18.02.2020 | 14:51 Uhr von «Alexandra Jegers»

Günstige, solide Aktien kaufen und glamouröse, aber teure Unternehmen meiden galt einst als Königsklasse des Investierens. Viele der größten Investoren in der Geschichteschwören auf das sogenannte Value-Investing und sehen in dieser Strategie den Grundstein für ihren Erfolg, darunter auch Investmentguru Warren Buffett. Doch in der jüngsten Vergangenheit hat die Story vom Aufstieg der unterbewerteten Investmentperlen an Glaubwürdigkeit verloren. Wer konsequent in den MSCI-World-Value-Index investierte, konnte zwar sein Vermögen seit Dezember 2007 bis Ende vergangenen Jahres etwas mehr als verdoppeln. Doch mit Growth-Titeln, also Aktien von Unternehmen mit einer hohen Wachstumsrate und höherem Kursrisiko, konnten Substanzwerte nicht mithalten. Wachstumsaktien haben sich im selben Zeitraum nämlich fast verdreifacht.

Investoren sollten Value-Aktien trotzdem nicht abschreiben, sagt Tilmann Galler, Kapitalmarktstratege bei J.P. Morgan Asset Management. Der Abschluss des Phase-1-Handelsabkommens zwischen den USA und China, steigende Investitionen in die 5G-Technologie und günstige Finanzierungsbedingungen hätten die Rahmenbedingungen für das verarbeitende Gewerbe deutlich verbessert. „Sollte sich das konjunkturelle Umfeld weiter aufhellen, stehen die Chancen gut, dass sich Value-Aktien besser als Wachstumsaktien entwickeln und einen Außenseitersieg einfahren“, prophezeit der Stratege.

Parallelen zur Dotcom-Blase

Hinzu kommt: Die Bewertungsprämien von Wachstumsaktien befinden sich derzeit auf einem Niveau, das man zuletzt während der Tech-Blase im Jahr 2000 beobachten konnte. „Mit der Weisheit des Rückblicks können wir heute sagen, dass Investoren damals gut beraten waren, in der Phase der Wachstumseuphorie stärker auf die unpopulären Value-Aktien zu setzen“, sagt Galler. Nach dem Platzen der Blase schossen Substanzwerte nach oben und übertrafen Wachstumstitel um mehr als 40 Prozent.

Aktuell liegt das Kurs-Gewinn-Verhältnis (KGV) des MSCI World Growth bei 23 – der höchste Wert seit Anfang 2002. Value-Titel weisen dagegen im Schnitt nur ein KGV von 13 auf. „Damit ist das Universum der Growth-Aktien um 80 Prozent höher bewertet als das der Value-Aktien; im Schnitt beträgt dieser Abstand jedoch nur 50 Prozent“, sagt François-Xavier Chauchat, Mitglied des Investmentkomitees der französischen Fondsgesellschaft Dorval Asset Management. Dieser Bewertungsunterschied sei immer schwerer zu rechtfertigen. Sobald sich die globale Wirtschaft vom Corona-Schock erholt hat und die Konjunkturbarometer wieder nach oben zeigen, dürfte sich die Performance von Wachstumstiteln und Value-Aktien wieder angleichen, ist der Anlageprofi überzeugt.

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