Der norwegische Staatsfonds hat im ersten Halbjahr 2026 kräftig zugelegt. Der Government Pension Fund Global erzielte eine Rendite von 9,4 Prozent und übertraf damit seine Benchmark um 0,22 Prozentpunkte. Vor allem Aktien aus den Bereichen Technologie und Telekommunikation sorgten für Rückenwind.
14.08.2026 | 08:00 Uhr
Der Norwegische Staatsfonds hat im ersten Halbjahr 2026 einen kräftigen Wertzuwachs verzeichnet. Das von Norges Bank Investment Management (NBIM) verwaltete Vermögen stieg bis Ende Juni auf 22,683 Billionen norwegische Kronen. Allein im ersten Halbjahr erhöhte sich der Fondswert um 1,416 Billionen Kronen (11 Kronen = 1 Euro).
Den größten Beitrag zur Performance leistete das Aktienportfolio. Die Aktienanlagen erzielten im ersten Halbjahr eine Rendite von 13 Prozent. Besonders stark entwickelten sich die Bereiche Telekommunikation, Technologie und Energie. Dagegen blieben Unternehmen aus dem Bereich zyklischer Konsum deutlich zurück. Regional stachen vor allem Asien und Ozeanien hervor. Die dort investierten Aktien erzielten eine Rendite von 31,3 Prozent. In Nordamerika waren es 10,8 Prozent, in Europa 8,4 Prozent. Auch im Vergleich zur Benchmark war das Aktienmanagement erfolgreich. Es steuerte 0,23 Prozentpunkte zur relativen Rendite des Fonds bei. Technologie und Telekommunikation lieferten dabei die größten positiven Beiträge.
Deutlich schwächer fiel die Entwicklung bei den festverzinslichen Anlagen aus. Das Anleiheportfolio kam im ersten Halbjahr auf eine Rendite von 0,9 Prozent. Staatsanleihen erzielten 0,5 Prozent, Unternehmensanleihen 1,3 Prozent. Verbriefte Anleihen verzeichneten dagegen einen Verlust von 0,5 Prozent. Immobilien entwickelten sich besser: Das gesamte Immobilienportfolio erzielte eine Rendite von 5,9 Prozent. Nicht börsennotierte Immobilien kamen auf drei Prozent, wobei insbesondere Büro- und Logistikimmobilien in den USA zur Wertentwicklung beitrugen. Erneuerbare Infrastruktur schnitt dagegen mit minus 0,2 Prozent leicht negativ ab.
Die Allokationsentscheidungen wurden allerdings durch die Währung gebremst. Eine Aufwertung der norwegischen Krone reduzierte den Fondswert im ersten Halbjahr um 427 Milliarden Kronen. Dem standen Kapitalzuflüsse von 89 Milliarden Kronen nach Kosten gegenüber. Der eigentliche Anlageertrag belief sich auf 1,753 Billionen Kronen. Die Asset Allocation des Fonds blieb dabei vergleichsweise offensiv. Ende Juni entfielen 72,1 Prozent des Vermögens auf Aktien und 25,8 Prozent auf Anleihen. Auf nicht börsennotierte Immobilien entfielen 1,6 Prozent, auf erneuerbare Infrastruktur 0,5 Prozent.
Auch aus Sicht des aktiven Managements fällt das Halbjahresergebnis positiv aus. Der Fonds übertraf seinen Referenzindex um 0,22 Prozentpunkte, was einem Mehrertrag von rund 45 Milliarden Kronen entspricht. Neben Aktien trugen auch das Anleihemanagement und die Immobilienanlagen positiv zur relativen Performance bei. Die gewählte Asset Allocation belastete das Ergebnis hingegen mit 0,14 Prozentpunkten. (jk)
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