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Fondsmanager, die über Wasser gehen

Trinkwasser wird weltweit zunehmend zur Mangelware. Die Versorgung von immer mehr Menschen erfordert hohe Investitionen. Anleger können mit Wasserfonds von diesem Trend profitieren.

13.06.2019 | 09:00 Uhr von «Matthias von Arnim»

Täglich verbraucht jeder Deutsche durchschnittlich 123 Liter pro Tag. Allein 33 Liter davon fließen durch die Toilettenspülung direkt wieder in den Abfluss, 44 Liter entfallen auf Baden, Duschen und die tägliche Körperpflege. Immerhin: Der Wasserverbrauch pro Kopf ist in Deutschland seit 1990 kontinuierlich gefallen. Vor 30 Jahren lag er noch bei 147 Litern.

Eine Reduktion des Wasserverbrauchs um 16 Prozent ist erwähnenswert – wobei in Deutschland eigentlich kein Wassermangel herrscht. Weltweit sieht das ganz anders aus. Wasser wird zunehmend knapp. Während sich die Weltbevölkerung sich in den vergangenen 30 Jahren verdreifacht hat, ist der weltweite Wasserverbrauch ist in derselben Zeit um das Sechsfache gestiegen.

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Fakten zum Thema Wasser

  • 70% der Erdoberfläche ist von Wasser bedeckt.
  • 2,5% davon ist Süßwasser.
  • 70% des Süßwassers wiederum ist als Eis in den Polkappen gespeichert. Zwei Drittel des verbleibenden Rests ist verschmutzt.
  • 0,02 % des gesamten Wasservorkommens der Erde sind als Trinkwasser geeignet.

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Die Zahlen aus der Food and Agriculture Organization der Vereinten Nationen zeigen, wie wichtig es ist, in Zukunft einerseits schonender und effizienter mit der kostbaren Ressource Wasser umzugehen und andererseits stärker alternative Wege bei der Wasserversorgung zu erschließen. Das gilt nicht nur in den Entwicklungsländern. Experten zufolge stehen auch in den Industriestaaten gewaltige Investitionen an, um die Wasserversorgung zu modernisieren und auszubauen. In Europa sollen in den nächsten zehn Jahren für eine gut funktionierende Wasserinfrastruktur mehr als 400 Milliarden Euro ausgegeben werden, in den USA über eine Billion US-Dollar. Dieser Investitionsbedarf bietet nicht nur Unternehmen aus der Wasserbranche gute Perspektiven.

Auch Anleger können vom Zukunftsmarkt Wasser profitieren. Eine ganze Reihe von Fonds hat sich auf das Thema Wasser spezialisiert.

Alle Wasser-Fonds auf einen Blick

Die Fonds investieren nicht nur in Wasserversorger, sondern auch in Themengebiete rund um das Thema Wasser: Dazu zählen Wasseraufbereitung, wassersparende Technologien und Infrastruktur-Unternehmen, die dafür sorgen, dass Wasser möglichst effizient und ohne Verluste zu den Destinationen gelangt, wo es gebraucht wird.

Wie unterschiedlich Wasserfonds investieren, zeigen folgende Beispiele:

Frischwasser-Portfolio

Zwei Branchenzweige, die in den kommenden Jahren hohes Wachstum versprechen, sind die Themen Wasserversorgung und -technologie. Sie stehen im Fokus des Pictet Water Fund. Fast 90 Prozent des Fondsvermögens konzentriert sich auf diese beiden Bereiche. Der Rest verteilt sich auf Unternehmen anderer Sektoren wie zum Beispiel Umweltdienste oder Mineralwasser. Die Fondsmanager Hans Peter Portner und Philippe Rohner investieren bevorzugt in mittelgroße Unternehmen und Standardwerte aus den USA und Europa. Rund 58 Prozent des Fondsvermögens ist in den USA, 22 Prozent in Europa und 5,2 Prozent in chinesische Aktien angelegt.

Gewinnbringende Streuung auf Zukunftsthemen

Einem umfassenderen Ansatz folgt der KBIGI Institutional Water Strategy. Das Fondsmanagement investiert schwerpunktmäßig in Unternehmen, die die Effizienz des Wassergebrauchs erhöhen oder als Versorger arbeiten. Die etwas breitere Streuung des Fondskapitals führt dabei nicht nur zu vergleichsweise geringer Volatilität. Der Fonds führt im Performancevergleich die Rankings der Wasserfonds an.

Nicht nur Wasser fürs Leben

Erwähnenswert ist in diesem speziellen Themengebiet auch der ÖkoWorld Water For Life. Die klassischen Wasserversorger sind im Portfolio nur mit vergleichsweise schlanken 18 Prozent vertreten. Dafür finden sich im Portfolio auch Unternehmen wie First Solar, SolarEdge und IPG Photonics wieder, die mit dem Thema Wasser nur wenig oder gar nichts zu tun haben. Der Fondsname „Water For Life“ ist also ein wenig irreführend, das Thema Nachhaltiges Investieren wird aber auf jeden Fall bedient.

Fazit

Nachhaltiges Investieren ist kein Nischenthema mehr. Und das Thema Wasser dürfte in den kommenden Jahren zum Kernbereich innerhalb der Ökofonds gehören. Berater, die Ihren Kunden Wasserfonds empfehlen, sollten die Produkte auf jeden Fall gut miteinander vergleichen. Denn die Schwerpunkte innerhalb des Bereichs unterscheiden sich zum Teil stark.

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