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Value-Legende erwartet US-Aktien-Absturz

Laut Jeremy Grantham, Mitgründer der US-Fondsgesellschaft GMO, befinden wir uns in den USA in der vierten Superblase der letzten hundert Jahre.

31.01.2022 | 15:05 Uhr

Frühere Superblasen an den Aktienmärkten wiesen laut GMO-Gründer Grantham eine Reihe von Merkmalen auf, die für sich genommen selten und in ihrer Gesamtheit einzigartig sind. In jedem Fall seien diese gemeinsamen Merkmale in diesem Zyklus bereits aufgetreten.

Sehr schneller Kursanstieg ist ein Warnsignal

Laut Grantham war eines dieser Merkmale der Superblasen eine Beschleunigung des Kursanstiegs auf das Zwei- oder Dreifache der durchschnittlichen Geschwindigkeit des gesamten Bullenmarktes. Er hat beobachtet, dass In diesem Zyklus die Beschleunigung im Jahr 2020 begann und im Februar 2021 endete. In dieser Zeit sei der NASDAQ um 58 Prozent gegenüber Ende 2019 (und um erstaunliche 105 % gegenüber dem Tiefstand der Covid-19-Korrektur).

Nur noch wenige Aktien treiben den Markt

Das entscheidende Merkmal der großen Superblasen war laut dem GMO-Mitgründer die Tatsache, dass nur wenige Aktien den Markt antrieben und eine deutliche Underperformance der spekulativen Aktien, von denen viele fallen, während der Blue-Chip-Markt steigt. Das war laut Grantham 1929 so, das war 2000 so, und das sei auch jetzt so. Als Grund dafür nennt er folgenden: Die Experten wüssten, dass der Markt gefährlich überbewertet ist, aber aus Geschäftspolitischen Gründen müssten sie weiter tanzen. Und das würden sie vor allem mit den vermeintlich sicheren Blue-Chips tun.

Irrationale Anleger sind ein weiteres Warnsignal

Als wichtigste und am schwersten zu definierende Eigenschaft einer Blase im Spätstadium sei das verrückte Anlegerverhalten. Aber in den letzten zweieinhalb Jahren haben wir laut Grantham zweifellos ein verrücktes Anlegerverhalten in Hülle und Fülle erlebt - mehr sogar als im Jahr 2000. Hier verweiset Grantham insbesondere auf Meme-Aktien und Aktien aus dem Bereich der Elektrofahrzeuge, Kryptowährungen und NFTs.

Aktien fallen immer wieder auf den langfristigen Trend zurück

Doch egal, wie stark sich eine Blase aufbaut, sie fällt immer wieder auf den Trend zurück. Je höher die Kurse steigen, desto länger und größer sei der Schmerz, den man laut Grantham ertragen muss, um zum Trend zurückzukehren. im aktuellen Fall sieht der GMO-Experte einen Trendwert von etwa 2500 Punkten für den S&P 500. Das bedeutet bei einem aktuellen Stand des S&P 500 von etwa 4400 Punkten einen Verlust von 43 Prozent. Diesen Rückfall auf den Trend hat es laut GMO auch bei den drei großen Blasen bei US- Aktien in den Jahren 1929 und 2000 und Immobilien im Jahr 2006 gegeben. Und so sei es auch bei den japanischen Aktien- und Immobilienmärkten in den späten 1980er Jahren gewesen. Alle fünf dieser größten aller Blasen fielen auf den Trend zurück.

Value Aktien aus Japan und den Emerging Markest sind attraktiv

Aufgrund der Blasen-Situation hat GMO sein Aktienrisiko erheblich reduziert und den Schwerpunkt auf Aktien außerhalb der USA gelegt, die ihrer Meinung nach wesentlich günstiger sind. GMO konzentriert sich nun auf nicht-amerikanische Value-Aktien weltweit, einschließlich der Schwellenländer und Japan. Grantham hält diese Aktien im Vergleich zu den USA für sehr günstig. Emerging Markets, Japan Value und insbesondere Japan Small Cap Value, seien sie auch absolut gesehen attraktiv. Japan profitiere außerdem von langfristigem Rückenwind im Zusammenhang mit aktionärsfreundlichen Reformen und verbesserter Rentabilität und Eigenkapitalrendite.

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