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Darum war 2021 ein Problemjahr für aktiv gemanagte Fonds

Eine aktuelle Studie zeigt: Nur jeder dritte aktiv gemanagte Fonds hat sich 2021 besser entwickelt als der jeweilige Vergleichsindex. Gegenüber 2020 ist die Erfolgsquote deutlich gesunken. Für diese Entwicklung gibt es einen Grund.

25.02.2022 | 07:30 Uhr von «Matthias von Arnim»

Die Rating-Agentur Scope hat für die wichtigsten acht Aktienfonds-Kategorien untersucht, wie viele Fonds im Jahr 2021 ihren Vergleichsindex schlagen konnten. Das Ergebnis: Von insgesamt etwas mehr als 2.000 Produkten übertrafen 582 aktiv gemanagte Aktienfonds nach Kosten die Performance des jeweiligen Vergleichsindex. Unterm Strich erzielten nur 29,1% der untersuchten aktiv verwalteten Fonds eine Outperformance. Bedenklich: Gegenüber 2020 hat sich die Erfolgsquote deutlich verschlechtert. Vor zwei Jahren lag die Outperformance-Ratio noch bei 46%. Laut Scope setzt sich damit der Trend fort, der bereits in der Halbjahresauswertung erkennbar war: Ende Juni 2021 betrug die Quote 38,1%. Die gute Nachricht: Die Outperformance-Ratio ist nicht in allen Kategorien zurückgegangen, sondern nur in vier. Dass die Gesamtquote deutlich niedriger ausfalle als Ende 2020, liege daran, dass sich die drei größten Peergroups (Aktien Nordamerika, Europa und Welt) verschlechtert hätten, so Scope.

Die Studien-Ergebnisse im Detail

In der Kategorie mit der höchsten Outperformance-Ratio der acht betrachteten Vergleichsgruppen befinden sich laut Studie Fonds, die in die Region „Aktien Asien Pazifik ex Japan“ investieren. Hier gibt es sogar einen positiven Trend. Während 2020 nur die Hälfte der aktiv gemanagten Fonds den Vergleichsindex MSCI AC Asia Pacific ex Japan übertreffen konnte, waren es 2021 rund 62,5%. Hauptgrund für das gute Abschneiden: Viele Asien-Fonds hielten weniger chinesische Aktien als der Vergleichsindex. Chinesische Titel hatten 2021 deutlich korrigiert.

Zwei sehr unterschiedliche Jahreshälften erlebte die Kategorie „Aktien Deutschland“. Die Outperformance-Ratio lag hier in den ersten sechs Monaten 2021 zunächst bei mageren 27,3%. Den aktiven Fondsmanagern gelang es jedoch, sich mit einer Outperformance-Ratio von 54,9% auf Rang zwei der Auswertung für das Gesamtjahr vorzuschieben. Das Comeback zyklischer Werte, die in vielen Fonds überdurchschnittlich vertreten seien, haben der Entwicklung geholfen, so die Studienautoren.

Fondsmanager auf dem falschen Fuß erwischt

Die Scope-Studie liefert nicht nur die nackten Zahlen, sondern auch einen Erklärungsansatz, warum 2021 für aktive Fondsmanager kein leichtes Jahr war: Vor allem Large Caps hätten die Indizes zu immer neuen Höhen getragen. Deren Outperformance habe oftmals die bereits eingetretene negative Kursentwicklung von Unternehmen aus der zweiten und dritten Reihe kaschiert. Für zahlreiche Fondsstrategien, die hier Stockpicking betrieben, sei dies ein Problem gewesen. Darüber hinaus hätten zunehmende Inflationssorgen gepaart mit avisierten Zinserhöhungen seitens der Fed die Volatilität bei Growth-Titeln steigen lassen. So sei ein Schwenk hin zu den „Corona-Verlierern“ wie Industriewerten erfolgt. Dieser teilweise schnelle Wechsel zwischen den Investmentstilen habe Fondsmanager einige Male auf dem falschen Fuß erwischt.

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