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Christian Näther: „Ich sehe das absolut positiv“

Nachgehakt - Der Mit­gründer der Private-Equity-­Firma Emeram über Corona-Hilfen.

10.08.2020 | 12:45 Uhr von «Frank-B. Werner»

Die Bundesregierung hat riesige Hilfsprogramme aufgelegt, um die Folgen des Lockdowns aufzufangen. Behindert das nicht den Strukturwandel?

Christian Näther:  Ich sehe das, was die Regierung da auf die Beine gestellt hat, absolut positiv. In der Kürze der Zeit ist eine genaue Ausdifferenzierung überhaupt nicht möglich. Im Übrigen sind da ein paar Sicherheiten eingebaut: Die Voraussetzung für KfW-Kredite, dass die 2019er-Zahlen positiv waren, verhindert, dass sich Firmen, die schon auf der Kippe stehen, Kredite ergattern. Außerdem müssen die Banken einen Teil aufs eigene Buch nehmen. Da wird schon genau hingeschaut. Keine Sorge, der Strukturwandel findet statt.

Also drohen uns keine Zombiefirmen?

Missbrauch können Sie nie ganz ausschließen. Aber ich glaube, dass der Schaden durch Lockdown-Pleiten strukturell ­gesunder Unternehmen größer wäre, als dass jetzt ein paar Zombies mitlaufen.

Gibt es für Equity-Investoren in diesen ­Zeiten besondere Herausforderungen?

Wir haben in unserem Portfolio alles dabei: Profiteure und Verlierer des Lockdowns. Da wir in unserer Branche mit viel Fremdkapital arbeiten, ist die Qualifizierung für zusätzliche Kredite bei den Portfolio-Unternehmen manchmal sehr sportlich. Ansonsten begleiten wir sie mit Rat, Tat und Geld, um den Wachstumskurs möglichst ungebrochen fortzusetzen.

Ergeben sich in der Krise besondere ­Kaufgelegenheiten?

Nein, bis auf ein paar spezielle Situationen — wenn zum Beispiel eine angeschlagene Holding ihr Tafelsilber schnell verkaufen muss — ist es eher schwieriger. Wer gut durch Corona kommt, wird seine Firma erst einmal nicht verkaufen, weil er die Robustheit anhand testierter Zahlen im nächsten Jahr dokumentieren will. Und dann wird es tendenziell teurer.

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