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Kommt der DAX 40?

Christine Bortenlänger leitet seit 2012 das Deutsche Aktieninstitut in Frankfurt am Main

Nach dem Wirecard-Skandal will nun die Deutsche Börse den DAX reformieren. Was geplant ist und welche Kritik es schon gibt.

12.11.2020 | 12:15 Uhr von «Jörn Kränicke»

Nicht zuletzt der Wirecard Skandal und die Aufnahme von Delivery Hero in den DAX hat bei der Deutschen Börse den Prozess beschleunigt, wie die Zukunft des DAX aussehen soll. Um einen Überblick darüber zu bekommen, wie Investoren darüber denken, hat die Deutsche Börse eine Umfrage gestartet. Über 600 Großanleger haben sich daran beteiligt. Derzeit werden die Ergebnisse zwar noch ausgewertet, aber es gibt schon erste Stimmen zum „neuen“ DAX.

Einer neuer DAX wäre keine Revolution

Für Kai Lehmann, vom Flossbach von Storch Research Institut, steht schon jetzt fest: „Eine Revolution wird es nicht.“ Die Erweiterung des DAX klingt laut Lehman nach Aufbruch. „Der DAX soll resilienter und repräsentativer werden. Fortan sollen nur noch profitable Unternehmen in den Leitindex aufgenommen werden, die zudem gewisse Corporate Governance Regeln zu beachten haben. Wie auch immer Profitabilität definiert und für alle Branchen belastbar gemessen werden soll, eines wird deutlich: Pleitekandidaten und solche, die ihrer Pflicht zur fristgerechten Veröffentlichung ihrer Konzernabschlüsse nicht nachkommen, sollen künftig nichts mehr im Leitindex verloren haben“, sagt Lehmann.

Kaum mehr Diversifizierung

Eine weitere Maßnahme dazu, um den DAX krisenfester zu machen, ist die Erweiterung auf 40 Titel. Auf den ersten Blick sieht eine Erweiterung der Titel um ein Drittel nach viel aus. Allerdings darf man dabei nicht vergessen, dass der Index marktkapitalsierungsgewichtet ist. Laut Lehmann würde diese jedoch gerade einmal um acht Prozent steigen. Der Einfluss der neuen Mitglieder wäre laut Lehmann so gering, dass die geplante Ausweitung um zehn Unternehmen die Anteile der verschiedenen Sektoren nur um jeweils maximal zwei Prozentpunkte verändern würde. „Verändern meint in diesem Kontext allerdings, dass bisher hochgewichtete Branchen, wie etwa die Chemie- und Versicherungsindustrie, ein noch stärkeres Gewicht bekämen.

Der MDAX würde leiden

Andererseits gilt es zu konstatieren, dass immerhin die Rendite des DAX-40 gegenüber dem bisherigen DAX-30 über die letzten drei Jahre um sagenhafte 0,2 Prozent höher läge, in Summe wohlgemerkt“, sagt Lehmann. Im Gegenzug würde der MDAX jedoch deutlich an Attraktivität verlieren. Laut dem FvS-Experten wurde er etwa Drittel seiner Marktkapitalisierung einbüßen.

Ein Gesamtkonzept muss her

Auch das Deutsche Aktieninstitut (DAI) ist von den angedachten Änderungen nicht wirklich angetan. „Die DAX-Familie ist das Aushängeschild des deutschen Kapitalmarkts. Vor allem bei der Frage nach einem DAX 30 oder 40 sehen wir jedoch noch erheblichen Diskussionsbedarf. Um der DAX-Indexfamilie durch diese Entscheidung keinen Schaden zuzufügen, braucht es ein Gesamtkonzept, das alle Indizes in den Blick nimmt“, fordert Christine Bortenlänger, Geschäftsführende Vorständin des DAI. Sie begrüßt den Vorschlag, das DAX-Regelwerk internationaler aufzustellen. Ebenfalls unterstützt das DAI, dass Deutsche Besonderheiten wie das verpflichtende Listing im Prime Standard und der Börsenumsatz als Kriterien für die Indexzugehörigkeit abgeschafft werden sollen. „Die Einführung einer Mindestliquidität für die Indexaufnahme ist international in vielen Regelwerken zu finden und sollte daher umgesetzt werden“, so Bortenlänger.

Das DAI lehnt verpflichtende ESG-Kriterien ab

Ökologische, soziale und Governance-Kriterien (ESG) zu verpflichtenden Kriterien für eine DAX-Mitgliedschaft zu machen, lehnt das DAI hingegen ab. Für die DAX-Zugehörigkeit darauf abstellen zu wollen, dass Unternehmen keine „controversial weapons“ produzieren oder verbreiten, würde laut dem DAI bedeuten, dass erneut ein deutscher Sonderweg eingeschlagen wird. In den international bedeutenden Leitindizes ist ein solches Kriterium nicht zu finden. „Die DAX-Familie sollte hier international vergleichbar aufgestellt bleiben“, fordert Bortenlänger.

Interessante Deutschland-Fonds

Name Perf. seit 1.1.20 Perf. seit 3 Jahren €uro FondsNote ISIN
Paladin ONE 18,2 26,3 1 DE000A1W1PH8
Alpha Star Aktien A 18,1 38,2 1 LU1070113235
DWS German Small/Mid Cap 7,6 23,5 1 DE0005152409
Berenberg 1590 Aktien Mittelst. R 7,3 18,4 1 DE000A14XN59
Lupus alpha Sm. Germ. Ch. A 5,8 10,5 3 LU0129233093
Xtr. Germany Mittelstand & MC ETF 5,8 7,3 3 IE00B9MRJJ36
Warburg Small&Midcaps Dtl. R 3,4 -4,0 4 DE000A0RHE28
Allianz Nebenwerte Dtl. 2,9 8,4 3 DE0008481763
Concentra A € 2,8 0,9 3 DE0008475005
Deka-Deutschland Nebenw. CF 2,5 14,1 1 LU0923076540
DWS Concept Platow LC 2,0 12,6 1 LU1865032954
sentix Fonds Aktien Deutschland 1,5 3,5 3 DE000A1J9BC9
Lyxor 1 SDAX ETF 1,4 6,1 3 DE000ETF9058
ComStage SDAX ETF 1,3 6,0 4 LU0603942888
Allianz Adifonds A € 1,2 0,2 3 DE0008471038
Allianz Thesaurus AT € 1,2 0,0 3 DE0008475013
UniFonds 1,1 1,7 2 DE0008491002
UBAM-Dr. Ehrhardt German Eq. 0,7 -5,1 2 LU0087798301
MAV Invest Aktienfonds 0,7 -1,9 4 LU0383390878
Fondak P 0,2 -0,3
DE000A0MJRL5
FVB-Deutscher Aktienfonds 0,2 -3,3 3 DE0009766865
FPM Stockpicker Germ. S/M 0,2 -30,3 5 LU0207947044
Deka MDAX ETF -0,1 5,5 3 DE000ETFL441
iShares TecDAX (DE) ETF -0,1 19,6 1 DE0005933972
Lyxor ETF MDAX D € -0,1 5,7
FR0011857234
DWS ESG Investa LD -0,2 -7,3 4 DE0008474008
Invesco MDAX ETF -0,2 -
IE00BHJYDV33
Fondak A -0,3 -2,1 3 DE0008471012
iShares MDAX (DE) ETF -0,3 5,0 3 DE0005933923
UniDeutschland XS -0,6 5,0 3 DE0009750497
Deka DAX ex Financials 30 ETF -0,7 -3,3 3 DE000ETFL433
KR Deutsche Aktien Spezial P -0,7 -13,7 5 LU0310320758
AL Trust Aktien Deutschland -0,8 -8,6 3 DE0008471608
Deka DAX ETF -0,8 -0,9 3 DE000ETFL011
iShares Core DAX (DE) ETF -0,8 -1,0 3 DE0005933931
Lyxor ETF DAX -0,8 -0,9 3 LU0252633754
UniFonds -net- -0,8 -1,4 3 DE0009750208
Deka DAX ETF auss -1,0 -1,0 3 DE000ETFL060
Amundi ETF DAX DR -1,1 -0,3 3 FR0010655712
Basler-Aktienfonds DWS -1,1 -4,5 5 DE0008474057
ComStage DAX ETF -1,1 -1,1 3 LU0378438732
Lyxor 1 DAX ETF -1,1 -1,4 3 DE000ETF9017
Xtr. DAX ETF -1,1 -1,1 3 LU0274211480
Xtr. DAX Income ETF -1,1 -1,2 3 LU0838782315
ComStage MDAX TR ETF -1,6 3,9 3 LU1033693638
DWS Aktien Strat. Dtl. -1,7 0,6 3 DE0009769869
Monega Germany -1,8 -3,8 3 DE0005321038
iShares DivDAX (DE) ETF -1,9 -0,3 3 DE0002635273
Vanguard Germany All Cap ETF -2,0 -
IE00BG143G97
Stand: 12.11.20, Quelle: VWD



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