Aviva Investors hat die achte Ausgabe der jährlichen „Private Markets Study“ veröffentlicht. Befragt wurden 500 globale institutionelle Anleger (54 Prozent aus Europa) mit insgesamt 6,5 Billionen US-Dollar verwaltetem Vermögen.
04.03.2026 | 11:45 Uhr
Ergebnis: Der durchschnittliche Portfolioanteil von Private Markets ist auf 12,5 Prozent gestiegen – der höchste Wert seit Beginn der Studie.
Der Blick nach vorn bleibt klar positiv: 88 Prozent der
institutionellen Anleger wollen ihre Allokationen in den kommenden zwei Jahren
ausbauen (49 Prozent) oder zumindest halten (39 Prozent). 76 Prozent erwarten,
dass Private Markets in den nächsten fünf Jahren höhere Renditen erzielen als
die öffentlichen Märkte (Vorjahr: 73 Prozent). Wichtigster Treiber bleibt die
Risiko- und Renditediversifizierung (76 Prozent). Gleichzeitig gewinnt die
Illiquiditätsprämie stark an Bedeutung: 55 Prozent nennen sie als zentralen
Grund für Allokationen, im Jahr 2023 waren es nur 25 Prozent.
Europa ist weltweit führend bei der Einführung von Direktinvestitionen
48 Prozent der europäischen institutionellen Investoren planen, ihre Allokation
in Private Markets zu erhöhen, während nur 12 Prozent sie reduzieren wollen.
Zudem sind europäische Investoren am ehesten geneigt, Nachhaltigkeit als
entscheidenden oder mitentscheidenden Faktor in der Investmentprüfung zu werten
(52 Prozent). Und: Im regionalen Vergleich sehen europäische Anleger
Liquiditätsbedarfe am seltensten als Hürde für höhere Allokationen in Private
Markets (nur 50 Prozent nennen dies als Barriere).
David Hedalen, Leiter Private Markets Strategy & Research bei Aviva
Investors, erklärt:
„55 Prozent der globalen Anleger betrachten Illiquiditätsprämien als
Treiber. Anleger in Private Markets nutzen zunehmend bessere Daten, um Modelle
zu kalibrieren und fundiertere Entscheidungen zu treffen. Das wachsende
Vertrauen in die Belohnung für die erhöhte Illiquidität in Portfolios wird das
Bewusstsein der Anleger stärken, dass diese Vermögenswerte langfristig bessere
Renditen erzielen können.“ […]
„Immobilienaktien bleiben das dominierende Ziel für institutionelles Investorenkapital in den Private Markets. Bekanntheit, Größe und Tiefe des Marktes stützen weiterhin ihre prominente Rolle in institutionellen Portfolios.“ […]
„Der Aufwind bei Private Credit ist ein weiterer spannender Trend in den diesjährigen Daten. Es ist nicht mehr nur ein Ersatz für Bankkredite, sondern eine spezialisierte, differenzierte Anlageklasse, die immer ausgefeilter wird und deren Vermarktungswege immer heterogener werden.“ […]
„Während Pooled-Fonds weiterhin der beliebteste Zugang sind, zeigen unsere Ergebnisse auch einen deutlichen Anstieg des Interesses an Co-Investment-Möglichkeiten bei institutionellen Investoren jeder Größe. Wir halten dies für eine bedeutende Erkenntnis.“ […]
Die vollständige Studie finden Sie hier: https://www.avivainvestors.com/de-de/kompetenzen/private-markets/private-markets-study-2026/
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