In einem Umfeld, in dem klassische Anleihen nach wie vor mit Zinsvolatilität kämpfen und Aktienmärkte empfindlich auf Konjunktur- und geopolitische Impulse reagieren, wächst das Interesse an liquiden Strategien mit stabilen Ertragsprofilen. Der Finreon Absolute Income Fund positioniert sich genau in diesem Segment: als regelbasierte, prognosefreie Allokationslösung mit klarem Kapitalerhaltungsanspruch.
04.03.2026 | 14:00 Uhr von «Jörn Kränicke»
Ziel: Risikofrei plus zwei Prozent – bei begrenztem Verlust
Kernversprechen der Strategie ist eine stabile Rendite von „risikofrei plus zwei Prozent“ bei gleichzeitig klar definiertem Risikorahmen. Konkret verfolgt der Fonds eine Wertuntergrenze von 95 Prozent auf Kalenderjahresbasis. Das bedeutet: Der Verlust soll pro Jahr maximal fünf Prozent gegenüber dem Vorjahresende betragen.
Seit 2001 – zunächst auf Basis von Simulationen, später mit Live-Signalen – erzielte die Strategie laut Finreon eine durchschnittliche Rendite von 4,7 Prozent pro Jahr bei einem maximalen Drawdown von minus 3,9 Prozent p.a. Damit bewegt sich das Profil zwischen defensiven Mischfonds und klassischen Absolute-Return-Ansätzen – allerdings mit definierten Value-Floor-Mechanismus.
Preisbasierte Risikosignale statt Prognosen
Im Zentrum steht ein vollständig systematischer Investmentprozess. Die Allokation in Aktien, Zinsen (Duration) und Kreditrisiken erfolgt regelbasiert anhand firmeneigener Risikosignale:
Equities Signal steuert die Aktienquote
Interest Rate Signal (EUR & USD) regelt die Duration
Credit Signal bestimmt das Kreditexposure
Flexibles Exposure
Die Portfolioexponierung kann flexibel angepasst werden. Die Aktienquote bewegt sich in einer Bandbreite von 0 bis 25 Prozent. Die Duration variiert zwischen –0,3 und 1,5 Jahren (EUR) beziehungsweise –0,6 bis 3,0 Jahren (USD). Das Kreditexposure kann bis zu 20 Prozent betragen.
„Durch die dynamische Steuerung des Exposure zu den Anlageklassen Aktien und Anleihen ermöglicht unser neuer Finreon Absolute Income Fund attraktive und stabile risikoadjustierte Renditen“, sagt Dr. Ralf Seiz, CEO von Finreon und Lehrbeauftragter an der Universität St. Gallen. „In Hochrisikophasen werden die Quoten der einzelnen Anlageklassen basierend auf bewährten Risikoindikatoren systematisch reduziert. In Phasen geringer Risiken partizipiert der Finreon Absolute Income Fund durch ein erhöhtes Exposure an der Marktentwicklung.“ Das unterscheidet die Strategie von klassischen Mischfonds mit statischer Quotenstruktur.
Auffällig ist der strikt prognosefreie Ansatz. Finreon betont, dass ausschließlich Preisdaten in die Modelle einfließen – keine makroökonomischen Forecasts, keine diskretionären Einschätzungen, kein „Bauchgefühl“. Die Strategie reagiert damit unmittelbar auf veränderte Marktbedingungen und berücksichtigt zudem die Korrelation zwischen den Assetklassen.
Diversifikationsbaustein mit niedriger Korrelation
Ein besonderes Merkmal der Strategie ist die geringe Korrelation zu traditionellen Anlageklassen. Seit 2000 lag die Korrelation zu globalen Aktien bei 0,31, zu Anleihen sogar nur bei 0,11. Selbst gegenüber einem 50/50-Mischportfolio beträgt sie lediglich 0,32.
Das macht die Strategie insbesondere als Beimischung interessant – entweder als „strategische Liquidität“ oder als renditestärkere Alternative zu klassischen Geldmarkt- und Kurzläuferlösungen. In Portfolios kann sie als Stabilisator fungieren, der Ertragsquellen dynamisch zu- oder abschaltet – je nach Marktphase.
Defensive Alternative mit systematischem Kern
Fazit: Der Finreon Absolute Income Fund ist kein klassischer Multi-Asset-Fonds, sondern ein quantitativ gesteuertes Risikoprämien-Overlay mit klar definiertem Verlustlimit. Das Ziel ist nicht maximale Partizipation, sondern ein robustes Ertragsprofil mit begrenzten Rückschlägen und niedriger Korrelation.
Fondsdaten
| WKN | A41ACG |
| ISIN | DE000A41ACG2 |
| Auflagedatum | 27. Januar 2026 |
| Währung | EUR |
| Ertragsverwendung | ausschüttend |
| Perf. Fee | 15% über €STR® TR (EUR) |
| Managementgebühr | 1,1% p.a. |
| Volumen | 20,2 Mio. Euro |
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