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Index-Anbieter geraten unter Druck

Lizenzgebühren an Index-Anbieter sind bei passiven Fonds ein hoher Kostenfaktor. Nun gehen immer mehr Asset Manager dazu über eigene Benchmarks zu errechnen, um die Gebühren weiter zu senken.

19.12.2018 | 11:13 Uhr von «Thomas Gräf»

Investoren setzen die Fondsgesellschaften immer weiter unter Druck, wenn es um die Gebühren geht. Nachdem bereits die ersten Exchange Traded Funds ohne Fees am Markt angekommen sind, wird nun nach weiteren Einsparungsmöglichkeiten gesucht. Dabei werden jetzt die Index-Anbieter ins Visier genommen.

Der Markt für Indizes wird von so bekannten Namen wie Standard & Poor's, Morgan Stanley, Reuters, Russell, Bloomberg, Dow Jones und vielen anderen dominiert, die eine verwirrende Vielzahl an Benchmarks anbieten. Allein Standard & Poors hat mehrere tausend Indizes im Portfolio, die Gesamtzahl aller Wertpapierindizes liegt mittlerweile in den zehntausenden.

Nun treten die Asset Manager selbst in Konkurrenz zu den etablierten Marken, da sie mit dem Berechnen einer eigenen Benchmark die Lizenzgebühren für den Anbieter sparen können. Diese Inhouse-Indizes bilden wiederum die Basis für eigene ETFs und Faktorbasierte Fonds.

Im dritten Quartal 2018 berichtet beispielsweise MSCI, dass Assets im Wert von 765 Mrd. US$ mit den veröffentlichten Indizes verbunden waren, eine Steigerung von fast zwanzig Prozent gegenüber dem Vorjahr und ein Plus bei den Gebühreneinnahmen von fast dreißig Prozent. Bei Dow Jones stieg das Volumen der mit Indizes verbundenen Assets sogar um 23 % auf 1,5 Billionen US$. Und der Londoner Anbieter FTSE Russell, eine Tochter der London Stock Exchange Group, verzeichnet AuM im Wert von 663 Mrd. US$, die an seine Benchmarks gekoppelt sind.

Die Lizenzgebühren für Indizes sind bei ETFs ein hoher Kostenfaktor. Wie hoch genau, da wollen sich die Anbieter nicht in die Karten schauen lassen. Der SPDR S&P 500 ETF, mit einem Volumen von 269 Mrd. US$ einer der größten ETFs, zahlte laut Prospekt im Jahr 2017 mehr als 69 Mio. US$ an Lizenzgebühren, das entspricht etwa drei Basispunkten des Fondsvermögens. Da nehmen sich die 600.000 US$, die der Emittent State Street Global zahlt, um den Namen “S&P 500” zu nutzen, vergleichsweise gering aus. Bei MSCI wiederum machten die Lizenzeinnahmen allein vom Anbieter BlackRock fast zwölf Prozent des Umsatzes im vergangenen Jahr aus.  

Blackrock hat bereits eine regulatorische Freigabe erhalten, eigene Indizes als Basis für seine Produkte zu entwickeln. Doch das Erstellen einer eigenen Benchmark ist nicht einfach. Vor allem in Europa muss seit Inkrafttreten von MIFiD II sichergestellt sein, dass es keine Interessenkonflikte gibt und die Zusammensetzung der Benchmark zuverlässig und transparent erfolgt.  Frontrunning oder die Manipulation der Vermögenswerte der ETFs müssen ausgeschlossen sein.

Noch ist das Berechnen hauseigener Indizes nicht allzu verbreitet. Und bislang greifen die Asset Manager dabei noch auf die Dienste der Index-Anbieter zurück: Franklin Templeton hat eine Reihe Ucits-konformer SmartBeta ETFs herausgebracht; die LibertyQ-ETFs basieren auf einem Index, der in Kooperation mit MSCI und FTSE Russell entwickelt wurde. Fidelity bietet mehrere Ucits-ETFs, die auf dem Fidelity Quality Income Index basieren – der zusammen mit S&P Dow Jones Indices entwickelt wurde. Auch bei Wisdomtree wollte man eigentlich auf die Inanspruchnahme externer Anbieter verzichten, doch mit der Übernahme von ETFS müssen doch wieder Lizenzgebühren abgeführt werden. Aktuell sind bei WisdomTree rund zwei Drittel der Assets an hauseigene Indizes gebunden.

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