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Wohnimmobilien: Mieten legen in vielen Großstädten trotz Corona weiter zu

Mit den Wohnungsmieten geht es in den meisten deutschen Großstädten weiter aufwärts - trotz Corona und vielerorts bereits jahrelang stark gestiegener Mieten. Nur in fünf Städten wurden zuletzt geringere Mieten gemessen als Ende 2019. Darunter sind ein paar faustdicke Überraschungen.

28.05.2020 | 15:00 Uhr von «Von Bernhard Bomke»

Bis zu satten zwölf Prozent legten die verlangten Mieten in der Zeit von Januar bis April 2020 gegenüber den vier vorangegangenen Monaten September bis Dezember 2019 zu. Das geht aus einer Analyse des Vermittlers Immowelt hervor, die 81 Großstädte umfasst. Während die Mieten in ohnehin schon teuren Städten wie Düsseldorf, Frankfurt, Hamburg und München um vier oder fünf Prozent zulegten, wurden besagte plus zwölf Prozent für die kleine schwäbische Großstadt Reutlingen gemessen. Dort lag der Median der verlangten Miete in den ersten vier Monaten dieses Jahres und somit zum Teil schon mitten im corona-bedingten Lockdown bei 10,10 Euro pro Quadratmeter. Das heißt, die Hälfte der Angebote lag unter diesem Wert, die andere Hälfte darüber. Auch in Mainz ging es mit den Mieten steil nach oben. Dort betrug das Plus zehn Prozent auf im Mittel 11,20 Euro. Immowelt betrachtete bei der Analyse die auf dem Portal immowelt.de inserierten Angebote für Bestandswohnungen, die spätestens 2016 fertiggestellt wurden und 40 bis 160 Quadratmeter Mietfläche messen.

Mieten in Ingolstadt, Münster, Paderborn und Wiesbaden geht leicht zurück

Überdurchschnittlich stark zogen die Angebotsmieten auch in Moers (+9%), Wolfsburg (+7%), Karlsruhe, Augsburg, Dortmund und Ulm (jeweils +6%) an. Insgesamt stellte Immowelt in 57 Städten Mietzuwächse fest, in 19 Städten blieben die verlangten Mieten stabil, und nur in fünf Städten ergab die Analyse Rückgänge. Das stärkste Minus verzeichnete Berlin. Dort gaben die Angebotsmieten um fünf Prozent nach. Dafür macht Immowelt vor allem den Mietendeckel verantwortlich, der seit Februar 2020 Gesetz ist und der die Mieten im Wesentlichen auf den Stand von Juni 2019 festschreibt. Der Deckel gilt für Wohnungen, die vor 2014 fertiggestellt wurden. Während Experten den Mietrückgang in der Hauptstadt erwartet hatten, überraschen die kleineren Boomstädte Ingolstadt, Münster und Wiesbaden mit Rückgängen bei den Angebotsmieten von zwei (Ingolstadt) und drei (Münster, Wiesbaden) Prozent. In Paderborn stellte Immowelt immerhin noch ein Minus von einem Prozent fest. Dort liegt der Median der Wohnungsmieten bei 7,50 Euro pro Quadratmeter. Berlin hat ein mittleres Mietniveau von 10,20 Euro.

In München liegt die mittlere Miete bei 17,30 Euro pro Quadratmeter

Teuerster Standort bleibt München. Dort liegt die Median-Miete nunmehr bei 17,30 Euro pro Quadratmeter. Auf Platz zwei folgt Frankfurt am Main mit 13,60 Euro vor Stuttgart (12,80 Euro). Auf den Plätzen vier bis zehn liegen Hamburg mit 11,50 Euro pro Quadratmeter, Mainz mit den genannten 11,20 Euro, Ingolstadt (11,10 Euro), Regensburg (10,90 Euro) sowie Darmstadt, Heidelberg und Köln mit jeweils 10,80 Euro pro Quadratmeter.

Immowelt erwartet weiter steigende Mieten

Die zumeist weiter gestiegenen Mieten erklärt Immowelt-Chef Cai-Nicolas Ziegler so: "Die Nachfrage und das Angebot an Mietwohnungen klaffen in den meisten deutschen Großstädten weit auseinander. Daran hat auch die Corona-Krise nichts geändert." Er beobachtet auf seinem Vermittlungsportal ähnlich starkes Kundeninteresse wie vor Corona. Zugleich sei der Wohnungsbau zum Teil ins Stocken geraten. Seine Schlussfolgerung: "In den engen Märkten gehen wir daher weiterhin von leicht steigenden Mieten aus." Also keine Spur von Krisenmodus auf den Wohnungsmietmärkten.

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