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Für Immo-Käufer wird es doppelt teuer: Enormer Preisanstieg bei Objekten trifft auf Kostenexplosion bei Kreditzinsen

Die Preise für Einfamilienhäuser in Landeshauptstädten klettern im ersten Quartal 2022 gegenüber Vorjahr zwischen 12 und 37 Prozent. Dazu kommt ein Zinsanstieg auf mehr als zwei Prozent.

02.05.2022 | 12:15 Uhr von «Peter Gewalt»

Die Suche nach Sicherheit gepaart mit den Folgen des Ukraine-Krieges sowie der Corona-Pandemie kommen Immobilieninteressenten in Deutschland teuer zu stehen. Das zeigt eine Auswertung der Immobilienplattform Scoperty. Im ersten Quartal 2022 sind demnach die Immobilienschätzwerte in den 16 Landeshauptstädten im Mittel um 18 Prozent gegenüber dem Vorjahreszeitraum gestiegen. Dieser Wertzuwachs trifft auf einen historischen Zinsanstieg bei Immobiliendarlehen. Die hohe Inflation und eine in Folge straffere Geldpolitik der Notenbanken haben die Konditionen von 1 Prozent zu Jahresbeginn bis Anfang April auf mehr als 2 Prozent hochschnellen lassen. „Berechnungen zeigen: Die Kombination aus steigenden Preisen und Zinsen macht es für Normalverdiener nahezu unmöglich, in Landeshauptstädten Wohneigentum zu erwerben“, sagt Stefan Kellner, CEO von Scoperty. Waren Eigenheime in 2021 noch in sechs Landeshauptstädten mit unter 1.000 Euro Monatsrate finanzierbar, klappt das jetzt nur noch in Saarbrücken.

Muster-Einfamilienhaus auf Jahressicht 116.000 Euro teurer

Die Immobilienpreise für den Kauf eines Einfamilienhauses sind im ersten Quartal 2022 noch einmal kräftig gestiegen. Unter den Landeshauptstädten steht Schwerin mit einem Plus von 36,5 Prozent gegenüber dem Vorjahr an der Spitze des Preisauftriebs. Ein Haus-Quadratmeter kostet dort mittlerweile 2.961 Euro (Q1 2021: 2.170 Euro). Es folgen Erfurt (plus 26 Prozent auf 3.047 Euro) und Potsdam (plus 25,5 Prozent auf 5.524 Euro). Am geringsten – aber im Vergleich mit anderen Anlageklassen wie Aktien oder Anleihen immer noch immens – fielen die Preiszuwächse aus in Stuttgart (plus 12 Prozent auf 6.298 Euro pro Quadratmeter), in Mainz (plus 14 Prozent auf 5.020 Euro) und in Magdeburg (14 Prozent auf 2.147 Euro). Ein Muster-Einfamilienhaus mit einer Durchschnittsgröße von 163 Quadratmetern verteuerte sich damit auf Jahressicht über alle Landeshauptstädte hinweg gerechnet zum ersten Quartal 2022 um 116.000 Euro auf 753.528 Euro.

Anlage 1

Immobilienpreise
Immobilienpreise


Satte Gewinne für Verkäufer, unerreichbares Wohneigentum für Normalverdiener in Großstädten


Während sich Verkäufer über satte Gewinne freuen können, wird der Eigentumserwerb für Käufer immer schwieriger. Das zeigen Berechnungen von Scoperty, die monatliche Kreditbelastungen für den Kauf eines durchschnittlichen Einfamilienhauses im ersten Quartal 2021 mit dem ersten Quartal 2022 vergleichen. Kellner: „Die in den vergangenen Jahren extrem gestiegenen Objektpreise stellen ohnehin enorme finanzielle Herausforderungen an Käufer, ausreichend Eigenkapital in eine Finanzierung einzubringen. Die Verdopplung der Kreditzinsen führt jetzt zusätzlich zu immensen finanziellen Anstrengungen bei der monatlichen Kreditrate.“

39.000 Euro mehr Eigenkapital als 2021 nötig – sowie höhere Monatsbelastungen

Abgesehen von dem zusätzlich notwendig gewordenen Eigenkapital von rund 39.000 Euro (insgesamt rund 251.000 Euro Eigenkapital) müssen Käufer im Schnitt monatlich mehrere hundert Euro zusätzlich für die Finanzierung aufbringen, in einigen Städten sogar mehr als 1.000 Euro zusätzlich. Spitzenreiter ist München, wo sich die monatliche Kreditrate für ein besagtes 163 Quadratmeter-Haus von 3.130 Euro auf 4.874 Euro verteuert hat. Es folgen im Top-5-Ranking Stuttgart mit 2.937 Euro Monatsrate (2021: 1.957), Hamburg mit 2.756 Euro (2021: 1.742 Euro), Düsseldorf mit 2.691 Euro (2021: 1.724 Euro) und Potsdam mit 2.576 Euro Monatsrate (2021: 1.534 Euro). Im Schnitt über alle Landeshauptstädte hinweg müssen Käufer mittlerweile einen monatlichen Kapitaldienst von knapp über 2.150 Euro zu leisten in der Lage sein.

Anlage 2

Kreditraten
Kreditraten

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