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Anleihefonds

Die richtige Zeit für globale Anleihen

Daniel Blum von Jupiter Asset Management erklärt auf der TiAM Investment-Konferenz am Alpsee, warum es sich gerade jetzt lohnen kann, in Anleihen zu investieren.

18.10.2022 | 07:30 Uhr von «Matthias von Arnim»

Die Kapitalmärkte spielen seit einigen Monaten verrückt. Die Lage erscheint kompliziert. Die makroökonomischen Fundamentaldaten sind schwach, die Verschuldung zu hoch. Für die Zentralbanken ist es schwierig, die Geldpolitik so stark zu straffen, wie es angesichts der hohen Inflation eigentlich nötig wäre. „In vielen Märkten sind angesichts der Belastungsfaktoren die Bewertungen immer noch sehr hoch. Doch Teile des Kreditmarktes erscheinen inzwischen interessant“, sagt Daniel Blum von Jupiter Asset Management in seinem Vortrag, mit dem er am 13. Oktober 2022 auf der TiAM Investment-Konferenz am Alpsee den Reigen der Fachvorträge eröffnet. Blum stellt damit offen die Frage zur Diskussion, ob es nun an der Zeit sei, wieder in globale Anleihen zu investieren. 

Blum beantwortet die Frage selbst: Es gebe Indizien dafür, dass die Inflation bald ihren Höchststand erreicht haben dürfte. Und dies sei ein guter Zeitpunkt, um bei BB- und BBB-Anleihen einzusteigen, so Blum. Viele Bilanzen seien in guter Verfassung. Die Ausfallraten dürften auf ihrem historisch niedrigen Niveau verharren. „Die Vorgeschichte dazu ist bekannt: Der Ausbruch des Ukraine-Kriegs hat für eine besondere Dynamik am Anleihemarkt geführt. Mit einer Long-Only-Strategie konnte man in den vergangenen Monaten keine positive Wertentwicklung erreichen“, erklärt Blum. Jetzt sehe man Renditen von über fünf Prozent am Markt. Ob die Renditen noch etwas weiter stiegen, sei zwar noch offen. Doch der Wendepunkt sei absehbar. „Nun geht es darum, den passenden Mix an Assets zu finden für den Zeitpunkt, an dem die Notenbanken damit aufhören, die Zinsen zu erhöhen“, sagt Blum, der auch auf die Risiken hinweist. Noch belaste insbesondere die Situation in China die Märkte. Das Land habe sich ideologisch verrannt. Immer neue Lockdowns stoppten die Entwicklung im Reich der Mitte. Es drohe die Gefahr, dass China seine Rolle als Lokomotive der Weltwirtschaft verliere und eher zur Belastung werde. Darauf sollte man sich als Investor einstellen. Jupiter etwa habe sich aufgrund der Unsicherheiten im chinesischen Anleihen-Markt dafür entschieden, China-Assets aus dem Portfolio zu nehmen.

Neue Perspektiven für US-Anleihen

Ganz anders als in China sehe die Situation in den USA aus: US-Unternehmen holten die Produktion in großem Ausmaß wieder zurück ins eigene Land, erzählt Blum. Auch europäische, insbesondere deutsche, Unternehmen würden ihre Präsenz in den Vereinigten Staaten verstärken. Ein Grund dafür sei, dass die Vereinigten Staaten von der Energiekrise auf dem alten Kontinent profitierten – zum einen als neuer starker Energielieferant, zum anderen als sicherer Produktionsstandort, der niedrigere Energiekosten, einen großen einheitlichen Absatzmarkt und weniger Bürokratie biete. Ein Belastungsfaktor dort sei zwar noch die hohe Inflation. Das Konsumklima trübe sich ein, denn die Reallöhne in den USA seien in den vergangenen Jahren rückläufig und die Hypothekenzinsen stark angestiegen. Das drücke die Kaufkraft der Privathaushalte. Da der private Konsum rund 70 Prozent der US-Wirtschaft ausmache, deute sich hier ein Abschwung der US-Wirtschaft an. Doch man könne davon ausgehen, dass die Spitze der Inflationsentwicklung vermutlich kurz bevorstehe.

Blum analysiert zur Untermauerung dieser These Erfahrungen aus der Historie. „Man geht normalerweise von drei Inflationswellen aus. Wir denken, dass wir den Höhepunkt der ersten Inflationswelle bereits gesehen haben“, erklärt Blum. Folge die Entwicklung dem Muster, das in den vergangenen Jahrzehnten schon oft zu sehen war, werde spätestens die drohende Rezession in den USA die Inflation eindämmen.

Hochzinsanleihen als Renditelieferant

In diesem Umfeld ginge es nun darum, die richtigen Schlüsse zu ziehen, sagt Daniel Blum. Die passende Strategie dazu liefere der Rentenfonds Jupiter Dynamic Bond, so Blum. Mit einer Präferenz für defensive Sektoren suche der Fonds, gemanagt von Ariel Bezalel und Harry Richards, derzeit speziell im High-Yield-Bereich gezielt nach Chancen. Die beiden Fondsmanager gingen davon aus, dass Hochzinsanleihen derzeit deutlich bessere Perspektiven bieten als klassische Staatsanleihen. Unterstützt würden Bezalel und Richards von einem vielköpfigen Team, das bei Jupiter für das Know-how und die reibungslosen Abläufe in den Fonds sorge. Das Fondsmanagement des Jupiter Dynamic Bond könne grundsätzlich sehr frei am Markt agieren, sagt Daniel Blum. Einzige Einschränkung: Mindestens 80 Prozent des Long-Only-Portfolios müsse in der Währung Euro notiert sein. Besonderheit: Der Rentenfonds sei ein Artikel-6-Fonds. Für Investoren, die nur in Artikel-8-Fonds investieren wollten oder müssten, habe Jupiter eine spezielle ESG-Variante des Fonds aufgelegt. Der Fokus liege hier auf Anleihen von „grünen“ Emittenten. Das Renditeziel dieser Variante bleibe aber unverändert im Vergleich zum Artikel-6-Fonds. Auf die Nachfrage, warum Jupiter AM überhaupt noch einen Artikel-6-Fonds manage, wenn auch die Artikel-8-Variante die gleichen Ergebnisse erzielen könne, verweist Blum auf die Wünsche der asiatischen Kunden: „Unsere Kunden in Asien wünschen in der Mehrheit keine Einschränkungen bei der Auswahl der passenden Assets für den Fonds. Deshalb haben wir uns entschieden, die beiden Fonds-Tranchen parallel bestehen zu lassen. Der Kunde ist eben König“, so Blum.

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