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Warum Finanzberater derzeit Goldminenfonds empfehlen können

2018 schien zunächst ein weiteres schlechtes Jahr für Gold zu werden. Doch im August hat der Trend gedreht. Goldminenfonds sind seitdem doppelt so schnell im Wert gestiegen wie der Goldpreis.

04.01.2019 | 13:00 Uhr von «Matthias von Arnim»

Mitte vergangenen Jahres schien es nur noch eine Frage der Zeit zu sein, bis der Goldpreis die Marke von 1.000 US-Dollar pro Feinunze unterschreiten würde. Doch  die zunehmenden Turbulenzen an den Aktienmärkten haben offensichtlich dafür gesorgt, dass sich Anleger wieder daran erinnern, dass Gold schon immer eine Art Krisenwährung war. Anfang dieses Jahres verleihen die enttäuschenden Konjunkturdaten aus China der Krisenwährung noch einmal Auftrieb. Der Goldpreis ist kurz nach dem Jahreswechsel auf den höchsten Stand seit einem halben Jahr geklettert. Eine Feinunze (circa 31,1 Gramm) kostete an der Börse in London am Donnerstagabend rund 1.289 US-Dollar.

Da gleichzeitig der US-Dollar in den vergangenen Monaten an Wert gewonnen hat, sieht die jüngste Goldbilanz für Anleger aus dem Euroraum sogar sehr gut aus. Der Dollar ist seit Ende September gegenüber dem Euro um drei Prozent im Wert gestiegen. Der Goldpreis legte im selben Zeitraum sieben Prozent zu. Unter dem Strich steht ein 3-Monats-Plus von rund zehn Prozent. Für eine Anlageklasse, die einige Auguren zuletzt schon abgeschrieben haben, ist das ein sehr ansehnliches Ergebnis. Wie gesagt: aus Sicht eines Investors aus Euroland.

Investieren mit Hebel: Goldminen statt Gold

Finanzberater, die risikoaffinen Kunden noch einen zusätzlichen Renditekick im Depot verschaffen wollen, empfehlen ihnen nicht einfach Gold oder Gold-ETFs, sondern Goldminenfonds. Goldminenunternehmen sind derzeit vergleichsweise günstig zu haben, doch die Rally hat bereits begonnen. Ablesen lässt sich das am NYSE ARCA Gold Bugs Index, kurz HUI. Der Index enthält Minen-Unternehmen, die keine umfassenden Absicherungsgeschäfte an den Terminmärkten tätigen. Der Indexstand des HUI ist seit August doppelt so schnell gestiegen wie der Goldpreis. Diese heftige Entwicklung ist kein Zufall: Goldminen-Aktien sind quasi eine Anlage mit Hebelwirkung auf Gold. Denn ihre Gewinne berechnen sich aus der Differenz zwischen Förderkosten und Goldpreis. Ein Unternehmen, das 900 Dollar pro Feinunze an Gesamtförderkosten hat, macht bei einem Goldpreis von 1.000 Dollar einen Gewinn von 100 Dollar. Sinkt der Goldpreis um zehn Prozent, dann sinkt der Gewinn der Minengesellschaft um 100 Prozent auf Null. Allerdings wirkt dieser Hebel auch umgekehrt bei steigendem Goldpreis. Und das passiert derzeit. Die Entwicklung des HUI in den vergangenen Monaten gibt dabei noch nicht einmal die Gewinnsteigerung der Unternehmen aus dem Index wieder. Das Aufwärtspotenzial ist also da. Sollte der Goldpreis weiter steigen, könnten gerade die Aktienkurse von Goldminen-Gesellschaften markant wieder an Wert gewinnen.

Auswahl an Goldminen-Fonds

Deshalb könnte für Anleger, die auch die vergleichsweise hohe Volatilität von Goldminenaktien in Kauf nehmen, jetzt die Zeit gekommen sein, vorsichtig wieder in Goldminenfonds zu investieren. Unter den klassischen Aktienfonds gilt beispielsweise der Falcon Gold Equity Fund (WKN 972376) als einer der besser gemanagten. Verantwortlich für die Aktienauswahl ist John Hathaway, der seiner Anlagestrategie bereits seit 17 Jahren treu ist und der den Falcon Gold seit 2012 betreut. Bei seiner Analyse der Unternehmen achtet Hathaway vor allem auf die Erfahrungen und die Fähigkeiten des Minen-Managements. Markus Bachmann, der bereits seit November 2003 den Craton Capital Precious Metal Fonds managt (WKN 964907) legt sein Hauptaugenmerk insbesondere auf die Struktur und die Profitabilität der jeweiligen Goldminen-Gesellschaften.

Fazit: Gold ist ein Basisinvestment und sollte in keinem Depot fehlen. Das gilt gerade aktuell. Spekulativ orientierte Anleger, die einen nachhaltigen Turnaround beim Goldpreis erwarten, können in  Goldminenfonds investieren, die die Kursentwicklung von Goldminenaktien abbilden. Die erhöhte Volatilität in diesem Segment ist allerdings nichts für Investoren mit schwachen Nerven. Und zu den Besonderheiten des Aktienmarktes gehört es, dass nicht immer und sofort die Effekte eintreten, die man sich wünscht: Ein Anstieg des Goldpreises muss nicht sofort zu einem Kursanstieg der entsprechenden Finanzprodukte oder Fonds führen.

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