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Die besten europäischen Aktienfonds

In der Fünf-Jahres-Analyse sticht der “Top European Ideas” von MainFirst alle anderen Aktienfonds aus. Auch die Fonds von Jupiter und Investec bringen überdurchschnittliche Renditen.

28.05.2018 | 11:39 Uhr von «Dominik Weiss»

FundResearch hat die Performance von Aktienfonds der Kategorie “Europa” in den vergangenen fünf Jahre untersucht. Das Szenario basiert auf der Annahme einer monatlichen Sparrate von 300 Euro. Ein fiktiver Anleger zahlt jährlich 3.600 Euro ein, insgesamt kommen auf diese Weise 18.000 Euro zusammen. ETFs werden von der Untersuchung ausgeschlossen, die Ertragsverwendung der Fonds muss thesaurierend sein, Mindestalter der Fonds ist entsprechend des betrachteten Zeitraums fünf Jahre. Die Analysedaten und -charts stammen aus der führenden  Berater-Software FINANZEN FundAnalyzer (FVBS). Das Analyse-Universum der Kategorie umfasst knapp 140 Fonds, die den vorgegebenen Kriterien entsprechen. 

Aktive Fonds lassen Indexfonds kaum eine Chance

Aktive europäische Aktienfonds machen jedem Indexfonds das Leben schwer. Nahezu jeder Fonds der Kategorie schlägt über die vergangenen fünf Jahre den Vergleichsindex STOXX Europe 600. Nur sieben Fonds liegen schlechter als der Index, der über den Betrachtungszeitraum knapp 20 % zulegen kann. Die maximale Outperformance kann sich hierbei sehen lassen: Die besten Fonds verdoppeln die Indexleistung. 

Aktienfonds Europa: Top-5-Produkte nach Fünf-Jahres-Wertentwicklung

Sparpläne in der Übersicht
Sparpläne in der Übersicht

Quelle: Finanzen FundAnalyzer

Der Testsieger stammt vom deutschen Fondsanbieter MainFirst und erwirtschaftete in den vergangenen fünf Jahren satte 12 % pro Jahr. Der MainFirst Top European Ideas (ISIN: LU0308864023) verwaltet rund 1,5 Mrd. Euro. Gemanagt wird er vom Trio Olgerd Eichler, Evy Bellet und Alexander Dominicus. Anleger, die dem Fonds fünf Jahre ihr Vertrauen schenkten, hätten heute 24.356 Euro im Depot. Insgesamt legt der Fonds immerhin 6.356 Euro auf die angesparten Beträge drauf. 2017 wurde das Trio für ihr herausragendes Fondsmanagement mit einem “Sauren-Award” ausgezeichnet. Der Fonds wird aktuell mit der €uro FondsNote 2 bewertet. Mit ihrem Produkt beweisen die MainFirst-Manager, dass sich eine langfristig angelegte Investmentstrategie bezahlt macht. Sie setzen, wohl auch wegen der langen Haltedauer, auf starke Fundamentaldaten. Mindestens 75 % ihrer Titel, so die Idee, sollen überdurchschnittlich gute Fundamentaldaten aufweisen. Zwischen Large-, Small- und Mid-Caps machen die Experten dagegen keinen Unterschied. Die Frankfurter legen überwiegend im Finanzsektor an, haben aber auch Industrie-Titel im Portfolio. Zu den größten Positionen zählen neben BMW mit knapp 10 % auch eher unbekannte Namen wie die BEFESA AG, ein knapp 500 Mio. Euro schweres Recycling-Unternehmen, das erst seit gut drei Monaten an der Börse gehandelt wird. Allerdings hat die Strategie ihren Preis: Die Volatilität (ebenfalls auf 5 Jahre berechnet) liegt mit 14,41 % auf hohem Niveau und klar über der Benchmark (11,4 %). 

Den zweiten Platz in der Auswertung erklimmt der Jupiter European Growth L (ISIN:  LU0260085492). Er bringt in fünf Jahren 23.374 Euro über die Ziellinie. Das entspricht einer kumulierten Wertentwicklung von 29,9 %. Alexander Darwall leitet seit mehr als zehn Jahren die Geschicke des Fonds, der sich an langfristig orientierte Anleger richtet, die nicht das Risiko scheuen. Seine Strategie zahlt sich aus: Der Fonds ist mit der €uro FondsNote 1 ausgezeichnet. Darwall geht bei seiner Aktienselektion Bottom-up vor. Daneben kann der Fondsmanager Futures, Anleihen, Optionen und Barmittel zur Risikoabsicherung einsetzen. Über 2,4 Mrd. Euro hat der Fonds mittlerweile eingesammelt, die der Manager zu mehr als vier Fünfteln in Large-Caps investiert. Allokiert ist Darwall derzeit vorwiegend in Industriewerte (24 %) sowie in Titel aus dem Dienstleistungssektor (20 %). Ebenfalls stark vertreten sind Unternehmen aus dem Gesundheitssektor (17 %) und Finanzwerte (13 %). 

Erreichen mit wenig viel: die Leichtgewichte unter den Besten 

In einer ganz anderen Gewichtsklasse ist der Meinl Core Europe (ISIN: AT0000685425) unterwegs. Er bringt lediglich 6,2 Mio. Euro auf die Waage. Der Performance des von Arno Mittermann betreuten Fonds tut es keinen Abbruch. Über die Laufzeit rentiert der Fonds mit einem Plus von 29 % nur knapp hinter den beiden vor ihm platzierten Schwergewichten. 23.220 Euro bedeuten einen Mehrwert von 5220 Euro nach Abzug aller Gebühren. Auch Mittermann setzt vorwiegend auf Large-Caps, in die mit langem Horizont investiert wird. Zur Selektion setzt er auf ein eigenes Value-Quant-Modell, das auch dazu dient, kurzfristig in unterbewertete Titel investieren zu können. Während die beiden ersten im Feld ihren Fokus weder auf Telekommunikations- noch Rohstoff- noch Finanzunternehmen legen, allokiert Mittermann zur Zeit gezielt in die beiden Sektoren. Mehr als ein Drittel der Positionen bilden Finanztitel, knapp ein Sechstel in Rohstoffwerte, mehr als ein Achtel des Fondsvolumens steckt im Telekommunikationssektor. Das schlägt sich durchaus in einer höheren Volatilität nieder: Mit 17,8 % p.a. liegt sie deutlich über der des STOXX 600. 

Erhöhte Volatilität: MainFirst- und Meinl-Fonds

Risiko Rendite Auiswertung
Risiko Rendite Auiswertung

Quelle: Finanzen FundAnalyzer

Auf dem vierten Rang landet der B & P Vision - Q-Selection Europe (ISIN: LI0012044298). Auch er verwaltet lediglich 6,4 Mio. Euro, bringt aber einen Zuwachs von fast 28 % bzw. 5.031 Euro ins Anlegerdepot. Der Fonds hält ebenfalls die €uro FondsNote 1. Verwaltet wird der Fonds seit Auflage im Jahr 2001 von Rolf Schneider. Bei der Kapitalanlage orientiert sich Schneider am MSCI PAN-Euro. Allerdings bildet er nicht einem Indexfonds gleich, den Index nach. Auf Grundlage quantitativer Analyse allokiert der Fonds mindestens zwei Drittel in Aktien – derzeit sind über 90 % in diese Assetklasse investiert. Das übrige Drittel kann Schneider frei in andere Wertpapiere stecken. Der Fonds ist auch darum eher als Hochrisiko-Anlage klassifiziert. Bei Aktien setzt der Fondsmanager derzeit vornehmlich auf Growth-Aktien. Die Top-Fünf Sektoren sind Rohstoffe (25 %), Technologie (22 %), zyklische Konsumgüter (20 %) sowie Finanzdienstleistungen (9 %) vor Immobilien (8 %). Trotz der Risikoneigung des Fonds bleibt die Vola mit 11,4 % absolut im Rahmen.

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