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Gold: Laufen lassen

Investoren zweifeln zunehmend daran, dass die hohe Inflation ein vorübergehendes Phänomen ist. Davon profitiert der Goldpreis.

25.11.2021 | 12:15 Uhr von «Julia Gross»

Nach einer langen Schwächephase ist der Goldpreis zuletzt auf ein Fünfmonatshoch gestiegen, in Euro gerechnet erreichte das Edelmetall sogar den höchsten Stand seit einem Jahr. Hauptgrund sind die Inflationsdaten aus den USA und Europa: Offenbar glauben immer weniger Investoren den Zentralbank-Aussagen, wonach der Anstieg der Teuerungsrate nur ein vorübergehendes Phänomen sei. Gold gilt als wertstabile Anlage und damit als Schutz vor Inflation.

Marktbeobachter erwarten nicht, dass die US-Notenbank Fed gegensteuert und Zinserhöhungen vorzieht. Zu groß erscheint die Gefahr, dass dadurch die Konjunkturerholung abgewürgt wird. Ähnlich äußerte sich diese Woche auch EZB-Chefin Christine Lagarde: Bei einer Anhörung im Europaparlament räumte sie am Montag zwar ein, dass der kräftige Inflationsschub länger anhalten dürfte als ursprünglich gedacht. Doch sei derzeit keine Abkehr von der Politik des billigen Geldes angezeigt: „Falls wir jetzt Straffungsmaßnahmen einleiten sollten, würde das wesentlich mehr Schaden anrichten als Gutes bewirken.“ Selbst die Straffung auch nur anzudeuten, würde ihrer Meinung nach der Wirtschaft im Euroraum schaden.

Das bedeutet jedoch, dass die beiden großen Zentralbanken die Inflation zunächst weiterlaufen lassen werden. Hedgefonds haben ihre Netto-Long-Positionen, also Wetten auf einen steigenden Goldpreis, seit Anfang November um mindestens 50 Prozent ausgeweitet. Goldkäufe anlässlich von religiösen Festen in Indien und durch Zentralbanken haben den Preis des Edelmetalls zusätzlich unterstützt.

Auch Minenaktien angesprungen

Dennoch steht die Rally vorläufig auf wackligen Beinen. ETF- beziehungsweise ETC-Käufer sind noch nicht auf den Gold-Zug aufgesprungen, der starke Dollar belastet das Edelmetall. Zudem zeigt sich der Aktienmarkt weiterhin sehr stark, die meisten Unternehmen blicken optimistisch in die Zukunft. Passen auch die bevorstehenden Konjunkturdaten ins Bild, würde das Thema Inflation bei Investoren wieder in den Hintergrund gedrängt werden.

Nichtsdestotrotz macht ein Goldanteil im Depot als Absicherung Sinn. Fünf bis maximal zehn Prozent reichen dafür aus, so lautet die gängige Empfehlung. Am einfachsten lässt sich dies mit einem Gold-ETC wie Xetra-Gold (ISIN: DE 000 A0S 9GB 0) realisieren. Die Anteilscheine sind mit physischem Gold hinterlegt.

Wer bereit ist, ein größeres Risiko einzugehen, kann mit einem kurzen Invest­menthorizont auch auf Goldminen-Aktien setzen. Der iShares Gold Producers ETF (IE 00B 6R5 203 6) bildet die Entwicklung von 61 Goldförderfirmen ab und hat in den vergangenen drei Monaten um rund zehn Prozent zugelegt.

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