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Gold: Auf Rekordkurs - Der Krieg in der Ukraine wird Inflation und Goldpreis weiter anschieben

Der Krieg gegen die Ukraine schiebt die Inflation kräftig an. Den Notenbanken wird es kaum gelingen, den Preisauftrieb zu bremsen.

14.03.2022 | 10:20 Uhr von «Jörg Billina»

Drohen weitere Länder in den Krieg des Kreml hineingezogen zu werden? Die wachsenden Ängste vor einer Eskalation mit unkalkulierbarem Ausgang unterstützen den Goldpreis. Das Edelmetall gilt wie der US-Dollar als sicherer Hafen in gefährlichen Zeiten. Noch dazu verspricht Gold zumindest einen Teil der kriegsbedingten Kursverluste an den Börsen zu kompensieren. Seit Jahresanfang verlor der DAX rund 13 Prozent. Der Goldpreis legte dagegen - unter Schwankungen - um fünf Prozent zu. Am Mittwochabend notierte die Feinunze bei 1.920 Dollar. Analysten von Goldman Sachs halten in den kommenden Monaten einen Anstieg auf 2.150 Dollar für möglich.

Die aktuelle Lage bestätige einmal mehr den Satz, Gold sei "die Währung des letzten Auswegs", schreiben die Analysten ergänzend. Nach den Sanktionen gegen die russische Notenbank sind die Devisenreserven des Landes blockiert. Russland kann keine Geschäfte mehr in US-Dollar abwickeln. Moskau werde daher seine Goldvorräte für Transaktionen beispielsweise mit China nutzen. Laut dem World Gold Council verfügt Russland über 2.298 Tonnen.

Der Wert der Goldbestände sollte kräftig steigen. Peter Schiff, Vorstandschef von SchiffGold, traut dem Edelmetall Höhen von 5.000 bis 10.000 Dollar zu. Die langfristigen Treiber für Gold sind seiner Meinung jedoch nicht politische Unsicherheiten. Gold sei in erster Linie als Hedge gegen Inflation gesucht.

Die Teuerungsraten ziehen rund um den Globus an. In den USA wurden im Januar 7,5 Prozent im Vergleich zum Vorjahresmonat gemessen, der höchste Wert seit 40 Jahren. In der Eurozone erreichte der Kaufkraftverlust mit 5,1 Prozent den höchsten Stand seit 1991. Die Türkei meldet sogar 50 Prozent. Der Inflationsdruck wird nicht geringer. Die Invasion Russlands bewirkt enorme Preissteigerungen bei Öl und Gas. Auch Getreide wird teurer.

Schlechte Erfahrungen

Der US-Notenbank und der Europäischen Zentralbank dürfte es daher kaum gelingen, die galoppierende Teuerung mit Zinserhöhungen und der Einstellung von Anleihekäufen schnell einzufangen. Zudem mahnt die Erfahrung zu einem eher verhaltenen Zinserhöhungstempo. Steigende Energiepreise und gleichzeitig anziehende Zinsen hätten in der Vergangenheit nicht selten Rezessionen ausgelöst, zitiert die Nachrichtenagentur Reuters Michael Kantrowitz, Chef Investment Stratege bei Piper Sandler.

Dieser Artikel erschien zuerst am 12.03.2022 auf boerse-online.de

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