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Dividenden das ganze Jahr: Wie clevere Anleger jeden Monat kassieren – Teil 1

Wer sein Geld in die richtigen internationalen Aktien investiert, setzt nicht nur auf starke Unternehmen, sondern kann jeden Monat Bares kassieren.

29.07.2019 | 08:23 Uhr von «Sven Parplies»

rafikEine nahezu unvorstellbare Summe: 1.371 Milliarden Dollar. So viel Geld haben Unternehmen im vergangenen Jahr weltweit als Dividende an ihre Aktionäre ausgeschüttet. Nur 14 Staaten haben ein Bruttoinlandsprodukt, das höher ist als der globale Dividendenberg. Und es geht weiter: Die Investmentgesellschaft Janus Henderson kalkuliert, dass die Ausschüttungen in diesem Jahr auf 1.420 Milliarden Dollar steigen werden. Nie zuvor haben Unternehmen mehr Geld verteilt.

Anleger lieben Dividenden. Wer auf die richtigen Aktien setzt, hat die Chance auf steigende Kurse und bekommt nebenbei regelmäßig Bares auf sein Konto. Die Dividende wird also zu einem zweiten Gehalt oder einer zusätzlichen Rentenzahlung.

Die niedrigen Zinsen machen die Dividende noch wertvoller: Die Notenbanken stützen mit ihrer extrem lockeren Geldpolitik die Wirtschaft, machen es Sparern aber nahezu unmöglich, mit klassisch defensiven Investments Geld zu verdienen. "Mehr als 80 Prozent der deutschen Staatsanleihen werfen eine negative Rendite ab. Die Unternehmen im MSCI Europe kommen dagegen auf eine Dividendenrendite von knapp vier Prozent", erklärt Hans-Jörg Naumer, Leiter Kapitalmarktanalyse bei Allianz Global Investors.

Viele Anleger setzen bevorzugt auf Unternehmen aus der Heimat. Das ist nicht verkehrt: Deutsche Unternehmen gehören zur internationalen Spitze und schütten Gewinne aus. Ein Blick über die Landesgrenzen kann dennoch wertvoll sein: "In Deutschland ist die Zahl der zuverlässigen Dividendenzahler begrenzt, weil viele Unternehmen aus zyklischen Branchen kommen. Wer international investiert, hat eine größere Auswahl und kann das Risiko besser streuen", erklärt Allianz-Experte Naumer.

Die Schweizer Konzerne Nestlé, Novar­tis und Roche steigern ihre Dividende seit vielen Jahren kontinuierlich. Auch der Ölriese Royal Dutch Shell und der Nahrungsmittelhersteller Unilever, beide mit Doppelsitz in den Niederlanden und Großbritannien, sind bewährte Investments.

Die berühmtesten Dividendenwerte sitzen in den USA. Dort sind viele der sogenannten Aristokraten zu Hause - Unternehmen, die ihre Dividende seit mindestens 25 Jahren durchgehend angehoben haben. Procter & Gamble hat seine Ausschüttung sogar seit 62 Jahren kontinuierlich gesteigert, Pepsico steht bei 46 Jahren. Obwohl Techkonzerne freie Mittel meist in das operative Geschäft und Übernahmen stecken, schütten einige Geld aus. Die prominentesten Fälle sind Microsoft, Apple und Cisco.

Andere Länder, andere Sitten

Viele Länder haben einen eigenen Charakter: "In den USA sind die Dividendenrenditen meist niedriger als in Europa. Das liegt unter anderem daran, dass viele amerikanische Unternehmen neben der Dividende eigene Aktien zurückkaufen und damit nur einen Teil des verfügbaren Geldes direkt an die Aktionäre weitergeben", erklärt Helen Windischbauer, Leiterin Aktien bei der Vermögensverwaltung Huber, Reuss & Kollegen. Aktienrückkäufe verbessern Kennziffern wie den Gewinn je Aktie und steigern damit zumindest in der Theorie den Kurs. Außerdem muss ein Unternehmen nach Rückkäufen bei der nächsten Ausschüttung weniger Papiere bedienen.

Zudem hat jedes Land einen eigenen Rhythmus: In Deutschland wird das Geld meist auf einen Schlag nach der Hauptversammlung ausgezahlt. Hochsaison ist darum im April und Mai. In den USA strecken die Unternehmen ihre Ausschüttung in der Regel über vier Quartale. Statt einer einzigen großen Überweisung gibt es somit vier kleinere Zahltage. Das verschafft den Unternehmen mehr Flexibilität. Für Investoren, die mit der Dividende einen Teil ihres Lebensunterhalts bestreiten, hat der Quartalsrhythmus den Charme, dass sich die Ausschüttung besser an die ­eigenen Bedürfnisse anpasst. Eine große Einmalzahlung verleitet dazu, das Geld auf einen Schlag auszugeben.

Ein einfacher Trick

Wer sein Depot geschickt zusammensetzt, kann dank Quartalsdividenden jeden Monat kassieren. Schon drei Aktien reichen. Ein Beispiel: Cisco Systems zahlt gewöhnlich im Januar, April, Juli und Oktober; der Telekomkonzern Veri­zon im Februar, Mai, August und November; Royal Dutch Shell im März, Juni, September und Dezember.

Mit deutschen Aktien können Anleger ihre Ausschüttung immerhin ein wenig strecken: Siemens beispielsweise beendet sein Geschäftsjahr im September, die Dividende gibt es darum bereits Anfang Februar. Auch etliche Schweizer Unternehmen sind früh dran: Nestlé, Novartis und Roche zahlen ihre Jahresdividende im März oder April und damit vor der Masse der deutschen Konzerne. Weltweit das meiste Geld fließt übrigens im zweiten Quartal, am wenigsten im Schlussabschnitt.

Priorität bei der Aktienauswahl sollte natürlich die Qualität des Unternehmens haben. "Eine gesunde Bilanz, Wachstumspotenzial und eine nicht zu extreme Ausschüttungsquote sind gute Voraussetzungen", weiß Vermögensverwalterin Windischbauer. Vorsicht gilt bei Aktien mit extremen Dividendenrenditen: Ab sechs Prozent aufwärts steigt das Risiko deutlich, dass die Erwartung der Börse enttäuscht wird. Eine Dividendenkürzung wiederum wird an der Börse meist mit deutlichen Kursverlusten bestraft.

Globale Dividendenausschüttungen in Milliarden US-Dollar

Grafik 1: Dividendenausschüttungen weltweit (Indexiert)

Globale Dividenden indexiert
Globale Dividenden indexiert
Globale Dividenden indexiert

Quelle: Janus Henderson Investors - Stand: 31.03.2019

Grafik 2: Dividendenausschüttungen weltweit - nach Region (Indexiert)

Globale Dividenden regional
Globale Dividenden regional
Globale Dividenden regional

Quelle: Janus Henderson Investors - Stand: 31.03.2019

In Teil 2 werden fünf aussichtsreiche Aktien aus verschiedenen Branchen vorgestellt, mit denen sich Anleger ein zweites Gehalt verschaffen können.

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