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Studie: Bankenregulierung zeigt Wirkung

Eigenkapital und Liquidität der Institute konnten gestärkt werden. Firmen- und Privatkundengeschäft wächst.

11.12.2013 | 15:35 Uhr von «Patrick Daum»

Die in den vergangenen Jahren zunehmende Regulierung des Bankensektors scheint zu wirken. Das ist das Fazit einer Studie der Wirtschaftsprüfungsgesellschaft KPMG in Zusammenarbeit mit dem Bundesverband deutscher Banken (BdB) und dem Bundesverband Öffentlicher Banken Deutschlands (VÖB). An der Untersuchung zu den „Auswirkungen regulatorischer Anforderungen von 2010-2015“ nahmen 20 deutsche Banken teil. Demnach verfügen deutsche Kreditinstitute inzwischen über erheblich mehr Kapital- und Liquiditätsreserven als vor der Finanzmarktkrise. Sie konzentrierten sich zudem wieder verstärkt auf das Geschäft mit Privat- sowie Firmenkunden und zögen sich ganz oder zumindest teilweise aus dem Eigenhandel und besonders risikoreichen Geschäften zurück.

Für die Umsetzung der unterschiedlichen Regulierungsmaßnahmen mussten die deutschen Banken der Studie zufolge rund neun Milliarden Euro jährlich aufwenden. Zwei Milliarden Euro entfallen demnach auf direkte Kosten Sach- und Personalaufwand (ca. 1,4 Milliarden Euro) sowie der FSMA-Bankenabgabe (ca. 0,6 Milliarden Euro). Sieben Milliarden müssen die Institute für eine verbesserte Eigenkapital- (Leverage Ratio) und Liquiditätsausstattung aufbringen. Die befragten Banken gaben an, dass zwischen 2010 und 2012 jeder vierte Euro, der für bankinterne Projekte aufgewendet wurde, im direkten Zusammenhang mit neuen Regulierungsvorschriften stand. Für die Jahre 2013 bis 2015 gehen die Institute davon aus, dass dieser Anteil auf rund ein Drittel ansteigen wird. Der Anteil der regulierungsbedingten Kosten in den Bereichen Risikocontrolling/Risikomanagement und Compliance ist mit über 50 Prozent am höchsten.

„Die Regulierungsmaßnahmen zeigen ihre Wirkung“, kommentiert Michael Kemmer, Hauptgeschäftsführer des BdB die Studie. „Im Ergebnis ist der Bankensektor heute wesentlich stabiler und besser gegen Krisen gewappnet als zuvor.“ Dadurch sei das Risiko für den Steuerzahler deutlich geringer geworden. Das bisher Erreichte müsse nun auf seine Auswirkungen überprüft werden. „Die bestehende Regulierung muss ebenso wie neue Regulierungsansätze auf Widersprüche und Fehlanreize überprüft werden“, fordert Kemmer. „So würde die Einführung einer Leverage Ratio Impulse setzen weniger in Staatsanleihen zu investieren, deren vermehrtes Halten jedoch durch die neuen Liquiditätsregeln gerade gefordert wird.“ Die Produktvielfalt und Innovationskraft der Finanzbranche müsse im Auge behalten werden.

Die KMPG-Studie mit zahlreichen Grafiken im pdf-Dokument

(PD)

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