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EZB konkretisiert Stresstest

Den Banken bleiben sechs bis neun Monate Zeit, um eventuelle Kapitallücken zu schließen.

Banken bleiben sechs bis neun Monate Zeit, um Kapitallücken zu decken. Ergebnisse des Stresstests werden im Oktober 2014 veröffentlicht.

29.04.2014 | 15:03 Uhr von «Patrick Daum»

Die Europäische Zentralbank (EZB) hat die Banken heute darüber informiert, wie eventuelle Kapitallücken nach der nun anstehenden umfassenden Bewertung gedeckt werden müssen (Fundresearch berichtete). Zuvor hatte die Europäische Bankenaufsichtsbehörde (EBA) die Methodik und die Szenarien für den Stresstest veröffentlicht. Die gemeinsame Methodik der EBA soll von sämtlichen Aufsichtsbehörden übernommen werden, um die wichtigsten Banken der EU mit gleichem Maß bewerten zu können. Dieses Vorgehen soll den Aufsehern eine bessere Kontrolle ermöglichen, zu EU-weit vergleichbaren Ergebnissen führen und den Bankensektor der Union durchleuchten. Das makroökonomische Szenario wurde vom European Systemic Risk Board (ESRB) entwickelt und soll dazu genutzt werden, den Einfluss den Veränderungen des wirtschaftlichen Umfelds auf die Banken haben, zu bewerten. „Die Methodik bietet ein robustes und effektives Werkzeug für die Aufseher, um bestehende Auffälligkeiten im Bankensektor zu adressieren“, kommentiert Andrea Enria, Vorstandsmitglied der EBA. Neben dem Stresstest ist auch die Aktiva-Qualität (Asset Quality Review – AQR) ein zentraler Bestandteil der umfassenden Bewertung.

Werden im Rahmen der AQR oder des Stresstest-Basisszenarios Kapitallücken ermittelt, haben die Banken sechs Monate Zeit, diese zu decken. Werden diese Lücken im sogenannten „adversen Szenario“ – in dem auch das systemische Risiko einer Bank bewertet wird – entdeckt, hat das betroffene  Institut neun Monate Zeit sie zu schließen. Bei Rekapitalisierungsmaßnahmen zur Deckung von Kapitallücken sollten Kapitalinstrumente von höchster Qualität verwendet werden, sofern die Lücken nicht mit anderen Mitteln verringert werden. Im Oktober 2014 wird die EZB die Ergebnisse dieser umfassenden Bewertung veröffentlichen.

„Banken sollten in Erwartung von Kapitallücken bereits Überlegungen anstellen, welche privaten Kapitalquellen infolge der Bewertung genutzt werden könnten, und entsprechend planen“, rät Vítor Constâncio, Vize-Präsident der EZB. „Dabei sollten sie berücksichtigen, dass die vorzulegenden Kapitalpläne einbehaltene Gewinne, niedrige Bonuszahlungen, die Neuemission von Eigenkapital, geeignetes solides bedingtes Kapital und die Veräußerung von ausgewählten Vermögenswerten zu Marktpreisen behalten können.“ Die EZB informiere Banken außerdem über bestimmte Beschränkungen bei der Verwendung von Kapitalinstrumenten, die für die Deckung von im Rahmen der umfassenden Bewertung ermittelten Kapitallücken zugelassen sein könnten.

(PD)

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