Die Deutsche Bank stärkt die Bedeutung ihres Asset-Management-Geschäfts: DWS-CEO Stefan Hoops wird zum 1. Mai in den Vorstand des Frankfurter Instituts berufen. Parallel bleibt er Vorstandsvorsitzender der DWS Group und übernimmt im Konzernvorstand die Verantwortung für das Segment Asset Management.
20.03.2026 | 06:00 Uhr
Die Personalie ist mehr als eine reine Managemententscheidung. Sie steht für eine engere Verzahnung zwischen Mutterkonzern und Vermögensverwalter – ohne dabei die formale Eigenständigkeit der DWS anzutasten. Das Unternehmen bleibt weiterhin separat börsennotiert, mit eigener Strategie, eigenem Management und eigener Governance. Gleichzeitig erhält die DWS durch Hoops künftig direkten Einfluss im zentralen Entscheidungsgremium ihres größten Aktionärs.
Die Berufung unterstreicht die wachsende Bedeutung des Asset Managements innerhalb der Strategie der Deutschen Bank. Unter dem Leitbild der „Globalen Hausbank“ soll dieser Bereich in den kommenden Jahren eine zentrale Rolle beim profitablen Wachstum spielen. Bereits beim Investorentag 2025 hatte der Konzern angekündigt, die Ressourcen stärker zu bündeln und Synergien gezielt zu nutzen.
Die Doppelrolle von Hoops gilt nun als Schlüssel, um diese Pläne operativ umzusetzen. Im Fokus stehen dabei insbesondere zwei Themenfelder:
Mit dem Wechsel in den Konzernvorstand übernimmt Hoops die Verantwortung für das Asset Management von James von Moltke, der dieses Segment bislang zusätzlich zu seinen Aufgaben betreut hatte. Von Moltke lobte die Entwicklung der DWS in den vergangenen Jahren und zeigte sich überzeugt, dass Hoops die Strategie erfolgreich fortführen wird. Auch aus Sicht des DWS-Aufsichtsrats ist die Personalie ein klares Signal. Der Vorsitzende Oliver Behrens wertet die Berufung als Anerkennung der bisherigen Leistungen und als Ausdruck des strategischen Potenzials des Asset Managers.
Trotz der erweiterten Aufgaben bleibt Hoops operativ für die DWS verantwortlich – und damit auch für die Umsetzung der ehrgeizigen Ziele des Unternehmens. Dazu zählen: ein jährliches Wachstum des Ergebnisses je Aktie von 10 bis 15 Prozent eine Cost-Income-Ratio von unter 55 Prozent bis 2027 Die Integration in den Konzernvorstand könnte dabei helfen, zusätzliche Wachstumschancen zu erschließen – etwa durch besseren Zugang zu Vertriebskanälen oder eine engere Verzahnung mit anderen Geschäftsbereichen der Bank. (jk)
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