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Bafin warnt vor Risiken für Finanzstabilität wegen Ukraine-Krieg

"Die direkten Auswirkungen des Kriegs und der gegen Russland und Belarus verhängten Sanktionen dürften - Stand jetzt - für das deutsche Finanzsystem verkraftbar sein", sagte der Bafin-Chef Mark Branson am Dienstag in Frankfurt.

03.05.2022 | 07:05 Uhr

Die unmittelbaren Verflechtungen mit diesen Ländern und der Ukraine seien begrenzt. "Problematisch könnten die schwer einschätzbaren Zweit- und Drittrundeneffekte werden."

Der Krieg bremse das weltweite Wirtschaftswachstum, heize die Preise von Gas, Öl und anderen Rohstoffen und damit die Inflation an und verschärfe Lieferengpässe, unter denen die deutsche Wirtschaft bereits seit Beginn der Pandemie leidet. Ein wirtschaftlicher Abschwung und eine steigende Arbeitslosigkeit könnten die Folgen sein. "Das Risiko für Kreditausfälle stiege - und damit gegebenenfalls der Abschreibungsbedarf", erläuterte der Bafin-Präsident.

Branson, der zuvor die Schweizer Finanzaufsicht Finma führte, hatte die Leitung der Bafin im August vergangenen Jahres von Felix Hufeld übernommen, der im Zuge des Wirecard -Skandals seinen Posten räumen musste. Im Fall von Wirecard war weder der Bafin noch den Wirtschaftsprüfern von EY der mutmaßlich über Jahre laufende Milliardenbetrug des inzwischen insolventen Zahlungsdienstleisters aufgefallen.

Quelle: dpa-AFX

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