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Airbus A380: Ein Mythos wird in Einzelteile zerlegt

Die Airbus A380-Flotte wird nach und nach ausgemustert. Ein Weiterverkauf ist kaum noch möglich. Anleger, die in entsprechende Flugzeugfonds investiert haben, hoffen jetzt darauf, dass wenigstens der Verkauf der Einzelteile gelingt.

05.12.2019 | 07:30 Uhr von «Matthias von Arnim»

Der Airbus A380 ist die Geschichte eines Missverständnisses. Zu groß, zu teuer, unrentabel: So lautet das Urteil der Fluggesellschaften, die sich vor einigen Jahren entschieden haben, das Prestigeflugzeug in ihre jeweiligen Flotten aufzunehmen. Jetzt geht die Ära des Superfliegers zu Ende. Bereits Anfang 2019 kündigte die Airline Emirates an, einen Auftrag für insgesamt 162 Airbus A380 auf 123 Einheiten zu reduzieren. Das führte dazu, dass Airbus das Ende der Produktion des Typs im Jahr 2021 bekannt gab. Gleichzeitig haben sich Singapore Airlines und Air France schon von ihren A380 getrennt. Nun beginnt auch die Airline Emirates, ihre bestehende A380-Flotte nach und nach in den Ruhestand zu verabschieden. 

Emirates betreibt derzeit 112 A380-800 und damit fast die Hälfte aller weltweit operierenden A380. Die ersten beiden Flugzeuge sind bereits aus dem Verkehr gezogen und werden nun einem Part-Out-Prozess unterworfen. Das bedeutet, dass die Flugzeuge zerlegt und als Ersatzteillager dienen – entweder für die eigene Flotte oder als Verkaufsangebot für interessierte andere Fluggesellschaften. Das lohnt sich für beide Seiten. So ist ein ausgeschlachtetes Fahrwerk in der Regel günstiger als ein neues Hauptfahrwerk für rund 25 Millionen US-Dollar. 

Auch für die Anleger, die in A380-Flugzeugfonds investiert haben, sind die geplanten Part-Outs eine Option, mit der sie noch gut leben können. Zwar werden damit wohl nicht die beim Fondserwerb prognostizierten und erhofften Renditen zwischen sieben und acht Prozent erzielt, doch immerhin bleibt in der Regel ein Plus übrig – was viele Anleger schon gar nicht mehr zu hoffen wagten. Als realistisches Fallbeispiel dient dafür der erste A380, dessen zehnjähriger Leasingvertrag 2017 ausgelaufen war. Das Fondsmanagement entschied sich für die Part-Out-Lösung und erzielte damit einen geschätzten Verkaufserlös zwischen 64 und 74 Millionen US-Dollar. Unter dem Strich blieb den Anlegern eine Rendite zwischen 2,2% und 3,0% auf US-Dollar-Basis.

Der Verkauf der Einzelteile lohnt sich

Für den Verkauf der Einzelteile existiert durchaus ein interessanter Markt, wie die Rating-Agentur Scope in einer aktuellen Analyse herausgefunden hat. Fonds, deren A380 sich bereits im Part-Out befinden, würden sogar zu leicht höheren Kursen gehandelt, schreibt Scope. 

Für zwei sich aktuell im Part-Out befindliche Fonds DS 129 und DS 130 existiert ein Zeithorizont von zwei Jahren bis zum Verkauf der letzten Flugzeug-Komponenten. Die letzten Informationen ließen laut Scope auf einen recht planmäßigen Ablauf des bisherigen Part-Out-Prozesses schließen. Die beiden betroffenen Fondsgesellschaften haben bis jetzt Verkaufserlöse von jeweils rund 19 Millionen US-Dollar erzielt. Damit konnten im Juli 2019 die Bankdarlehen komplett getilgt werden. Noch in diesem Jahr soll eine Auszahlung von 5% an die Anleger erfolgen. Die nächste Auszahlung ist für das Frühjahr 2020 geplant.

Auch wenn die Geschichte des A380 sich für Airbus nicht besonders schmeichelhaft liest: Wenigstes für die Anleger war es kein kompletter Reinfall.

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