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Fünf kreative Ideen, um eine Million Dollar zu investieren

Wo würden Sie jetzt eine Million Dollar investieren, wenn Sie sie hätten? Diese Frage hat Bloomberg fünf Experten gestellt. Die Antworten reichen von US-Bürgerkriegsanleihen bis zu handgefertigten Schaukelstühlen.

21.03.2019 | 13:00 Uhr von «Matthias von Arnim»

Wo würden Sie jetzt eine Million Dollar investieren, wenn Sie sie hätten? Diese Frage hat Bloomberg fünf Experten gestellt. Die Antworten reichen von US-Bürgerkriegsanleihen bis zu  handgefertigten Schaukelstühlen.

Mark Mobius, Gründer von Mobius Capital Partners ist Fan von alten Anleihen, für die es eine kleine, aber leidenschaftliche Anhängerschaft gibt. "Ich mag Anleihen, die einen Moment in der Geschichte festhalten", erklärt Mobius und nennt ein konkretes Beispiel: Die Nordstaaten emittierten während des US-Bürgerkriegs 1861 zweijährige verzinsliche Schuldverschreibungen mit einem Kupon von sechs Prozent und einem Nominalwert von 50 US-Dollar. Eine dieser Anleihen wurde im August vergangenen Jahres bei einer Auktion eines Teils der Joel R. Anderson Collection of U.S. Paper Money für 1,02 Millionen Dollar versteigert. Durch diesen Verkauf hatte die Anleihe ihren Wert glatt verdoppelt.

Sarah Heller, Wein-Expertin und Getränkeberaterin, liebt Vintage-Mode, vor allem zeitlose Kreationen von Emilio Pucci aus den 1970er Jahren, die auch heute noch zeitgemäß aussehen. "Während Sie vielleicht eines seiner Kleider für ein paar tausend Dollar online finden, ist Kleidung, die Prominente einmal getragen haben, deutlich mehr wert" erklärt Heller. Als Beispiel nennt sie das schwarze Satin-Abendkleid von Hubert de Givenchy, das Audrey Hepburn in dem Film "Breakfast at Tiffany's" trug. Das Kleid wurde 2006 bei Christie's für 467.200 Pfund ($609.000) verkauft.

Anthony Roth, Chief Investment Officer des Wilmington Trust, sammelt Möbel von Sam Maloof, einem der wichtigsten Vertreter der amerikanischen modernen Möbel der Mitte des Jahrhunderts. "Dessen handgefertigten Stücke bestehen aus wunderschönem Holz, das ohne Nägel und Metall verbunden ist. Er ist vor allem für seine Schaukelstühle bekannt", so Roth. Die Kunsthandwerksammlung des Weißen Hauses habe einen solchen Schaukelstuhl, ebenso wie das Metropolitan Museum of Art. "Ich denke, dass seine Schaukelstühle mit niedrigem Rücken eigentlich schöner und unglaublich elegant sind", sagt Anthony Roth. Die Stühle werden zu Preisen zwischen 15.000 bis 20.000 Dollar gehandelt.

JD Montgomery, Manager bei Canterbury Consulting, empfiehlt Investments im E-Sport-Bereich. "Ich würde die Million aufteilen und 40 Prozent davon in  eine spielunabhängige Infrastruktur investieren, die Spiele unterstützt", so Montgomery. Als Beispiel nennt er eine Firma namens Discord, einer Chat-Plattform für Spiele mit über 200 Millionen Nutzern. "Die anderen 60 Prozent verteile ich auf drei Teams. Interessante Namen sind Cloud9, 100 Diebe und die Seoul-Dynastie", so Montgomery. Das wertvollste Team, Cloud9, sei 310 Millionen Dollar wert, man könne aber auch auf kleinere Teams zu wesentlich niedrigeren Kosten zugreifen. Zudem gebe es Fonds, mit denen man in Teams investieren kann. Die Größe der Branche bezeichnet JD Montgomery bereits als unglaublich, und sie stünde erst am Anfang.

Norman Villamin, Chief Investment Officer bei Union Bancaire Privee, findet Musiklizenzen spannend. Sie seien ein wirklich netter Weg, um hohe Renditen in einer Welt niedriger Zinsen zu erzielen. Und das Beste daran sei, dass sich diese Investition nicht im Gleichschritt mit dem Rest der Welt des festen Einkommens bewege. "Die Lizenzgebühren für Musik bewegen sich in den Takt ihres eigenen Schlagzeugers", orakelt Villamin. "Bereits in den späten 90er Jahren begab David Bowie Anleihen, die durch Einnahmen aus seiner Musik gestützt wurden. Seit langem kaufen Investoren Verlagsrechte für Hit-Song-Kataloge. Der Unterschied besteht darin, dass Investoren keine Lennon & McCartney-Tunes mehr kaufen müssen", so Villamin. Musiklizenzen seien deshalb zwar keine neue Anlageklasse. Doch mit dem Aufkommen des Streamings und der Explosion von Shows auf Netflix und Amazon, die Soundtracks benötigen, könnten selbst obskure Songs Gewinne bringen. Laut Villamin gibt es Investmentgesellschaften, die die Songs von platinverkaufenden Künstlern kaufen und ihnen in Anzeigen, TV und Film neues Leben einhauchen. "Man kann auch Songrechte von den Komponisten kaufen, anstatt von der aufgenommenen Musik. Wenn man es lieber allein machen möchte, kann man für Musikrechte bieten, die von ihren Eigentümern an Online-Musikbörsen zum Verkauf angeboten werden, die in den letzten Jahren entstanden sind", erklärt Villamin.

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