Während viele US-Aktienfonds dem Markt folgen, geht der Vates Aktien USA einen anderen Weg: Er nutzt die kollektive Intelligenz erfolgreicher Investoren und identifiziert gezielt deren aussichtsreichste Titel. Das Ergebnis ist ein konzentriertes Portfolio abseits der großen Tech-Werte – mit dem klaren Ziel, den Markt langfristig zu schlagen.
21.04.2026 | 10:00 Uhr von «Jörn Kränicke»
Maik Komoss ist Portfoliomanager und Managing Partner bei Vates Invest. Nach seinem Studium an der Universität Frankfurt begann er seine berufliche Laufbahn unter anderem bei der Sparkasse Marburg-Biedenkopf. Früh spezialisierte er sich auf Kapitalmarktthemen und arbeitete in den Bereichen Portfoliomanagement und US-Aktienresearch für institutionelle Investoren. Statt einer Karriere in großen Finanzhäusern entschied sich Komoss bewusst für einen unternehmerischen Weg. Er machte sich zunächst selbstständig und entwickelte eigene Research-Ansätze, bevor er sich im Jahr 2018 voll bei Vates Invest einbrachte. Innerhalb von Vates Invest verantwortet Komoss insbesondere den Bereich US-Aktien und das Portfoliomanagement des Fonds. Sein Investmentansatz basiert auf der systematischen Auswertung von veröffentlichten Portfolios erfolgreicher US-Investoren, insbesondere auf Basis der sogenannten 13F-Daten der US-Börsenaufsicht SEC. Ziel ist es, die erfolgreichsten Stockpicker zu identifizieren und deren überzeugendste Investmentideen in einem konzentrierten Portfolio zu bündeln.
Das Herzstück des Vates Aktien USA ist ein systematischer Multi-Manager-Ansatz. Vates investiert nicht blind in Aktien des Dow Jones oder S&P 500, sondern analysiert die Portfolios der erfolgreichsten US-Investoren – darunter legendäre Hedgefonds-Manager und spezialisierte Family Offices, die nachweislich über Jahre den Markt geschlagen haben. Hintergrund: In den USA sind Vermögensverwalter – darunter Manager von Publikumsfonds, Hedgefonds, Family Offices und Spezialmandaten – verpflichtet, ihre Aktienbestände offenzulegen und regelmäßig an die Börsenaufsicht SEC zu melden, etwa im Rahmen der sogenannten 13F-Daten. „Dort müssen alle Asset-Manager mit mehr als 100 Millionen US-Dollar Assets under Management einmal im Quartal ihr komplettes Portfolio einspeisen und damit offenlegen“, so Komoss. „Die 13F-Datenbank ist insofern ein wahrer Schatz – den es auch nur in den USA und nicht in Europa gibt.“ Denn hier sind die Vereinigten Staaten in Sachen Transparenz weit vorne. „Daten einspeisen müssen alle, die Assets in der entsprechenden Höhe managen“, so Komoss. „Völlig unabhängig davon, ob sie offene Investmentfonds verwalten, anderweitig Vertrieb gegenüber Anlegern machen oder ob es bereits geschlossene Fonds, Hedgefonds, reine Family Office sind. Und ganz egal, ob sie dieses Geld einfach nur für eine oder mehrere Familien oder nur für sich selbst verwalten.“ In den USA sind dagegen in der 13F-Datenbank auch jene Manager zu finden, die gar nicht mehr nach Kundengeldern suchen. „Tatsächlich zeigt sich, dass wir hier die besten der besten Stockpicker finden“, sagt Komoss. „Deswegen ermöglicht diese Datenbank einen völlig neuen Approach: das Stockpicking der nächsten Generation.“ Also statt sich selbst beim Stockpicking zu versuchen, ist es erfolgversprechender, den 13F-Datenschatz zu analysieren. So können die Stockpicker identifiziert werden, die bewiesen haben, dass sie nachhaltig Alpha erzeugen und eine Benchmark wie den S&P-500 schlagen können. „Aber nicht mit einem oder zwei One-Hit-Wonders, sondern wirklich über mehrere Jahre aus der Breite ihrer Stockpicking-Ideen heraus“, sagt Komoss. Auf Basis dieser öffentlich zugänglichen Informationen sowie eigener Datenbanken und Reportings der Asset Manager wird von Komoss ein Auswahlprozess durchgeführt, der quantitative Kriterien kombiniert.
Im Ergebnis wird das Stockpicker-Universum auf rund 60 Manager eingegrenzt. Darunter befinden sich etwa 40 Kerninvestoren sowie weitere spezialisierte Akteure, die unter anderem auf Sektoren wie Technologie oder Energie fokussiert sind.
Die Titelauswahl für den Vates Aktien USA orientiert sich maßgeblich an den Überschneidungen innerhalb dieses ausgewählten Kreises: Investiert wird bevorzugt in jene Aktien, die von mehreren dieser Stockpicker gehalten werden. Dahinter steht der Ansatz, die kollektive Expertise erfahrener Investoren zu nutzen. Aus diesem Pool an Schnittmengenwerten werden schließlich mithilfe empirischer Modelle rund 40 bis 60 Titel für das Portfolio identifiziert.
Das Ziel ist dabei klar definiert: Eine Outperformance von mindestens drei Prozent pro Jahr über einen 5-Jahreszeitraum gegenüber dem breiten US-Markt. Dabei ist der Fonds deutlich untergewichtet in den Magnificent 7 investiert, was ihn zu einem hervorragenden Diversifikator für US-lastige Depots macht. Der Schwerpunkt liegt eher auf aussichtsreichen Konsens-Aktien aus der 2. und 3. Reihe.
Das Portfolio spiegelt die „Best-Ideas“ der analysierten Top-Investoren wider und besteht aus einer Mischung aus etablierten Blue Chips und dynamischen Nischenplayern: Ende Februar 2026 befanden sich folgende Titel in den Top Ten, die insgesamt mit 32 Prozent gewichtet waren: Teva Pharmaceutical, Progressive, CVS Health, GE Aerospace, Capital One Financial, Union Pacific, HCA Healthcare, Philip Morris, Fair Isaac oder auch SharkNinja. Anhand dieser Namen sieht man, dass der Fonds ein komplett anderes Portfolio als andere US-Fonds hat.
Seit seiner Auflage im Oktober 2022 hat der Vates Aktien USA unter Beweis gestellt, dass das Konzept aufgeht. Um etwa 10 Prozentpunkte hat der Fonds den S&P 500 seit Auflage outperformt. Wie bei so gut wie allen Outperformern wird die bessere Wertentwicklung mit einer höheren Volatilität erkauft. Die Schwankungsbreite liegt etwa vier Prozentpunkte über der der US-Benchmark. Das Volumen beträgt inzwischen rund 350 Millionen Euro.
Der Vates Aktien USA ist kein Fonds wie jeder andere. Er hat in den vergangenen 3,5 Jahren seit Auflegung gezeigt, dass er auch ohne hohe Gewichtung in den großen US-Techwerte es schafft, den S&P 500 zu schlagen. Zudem kann er durch sein „anderes“ Portfolio den US-Teil in jedem Portfolio gut diversifizieren. Ein spannendes Konzept, das zuletzt immer mehr Anleger überzeugt hat.
| ISIN (EUR-R) | LI1206088414 |
| WKN | A3DV57 |
| Kosten p.a. | 2,05% |
| Agio | 5,00% |
| Perf. fee | 20% der 10% p.a. übersteigenden Netto-Anteilwertentwicklung (High Watermark) |
| 1 Jahr | 21,1% |
| 3 Jahre | 60,7% |
| Volatilität 3 Jahre | 17,2% |
| Volumen | 360 Mio. Euro |


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