Steigende Renditen und ein stärkerer US-Dollar, getrieben von der Zinserhöhung der Fed am 14. Dezember, haben die Goldpreise negativ beeinflusst. Allerdings erscheint das starke Dollarumfeld nicht nachhaltig, vor allem angesichts der gemischten Wachstumsaussichten und der Ungewissheit über die politische Agenda des neuen Präsidenten Donald Trump.
Ein steigender US-Dollar hat den Goldpreis unter 1,200 US-Dollar gedrückt, aber der Goldsektor bietet jetzt eine seltene Kaufgelegenheit für Investoren, insbesondere angesichts der politischen Agenda des zukünftigen US-Präsidenten. Anleger, die bereits zu Gold oder Goldaktien allokiert haben, sollten eine „Bärenfalle“ vermeiden und überlegen, Ihren Bestand zu halten.
Die Rally an den US-Aktienmärkten, die seit der Wahl den Dollar gestärkt und die Rentenmärkte geschwächt haben, deuten aus unserer Sicht auf eine falsche Interpretation der Wirtschaftspolitik von Donald Trump hin. Gold wurde in den Marktturbulenzen als „unbeteiligter Dritter“, trotz des langfristigen unterstützenden Umfelds, in Mitleidenschaft gezogen.
Amerika hat mit Donald Trump einen Schritt ins Ungewisse gemacht. Ein signifikanter (und wahrscheinlich sich fortsetzender) Anstieg des Goldpreises ist die Folge, da viele Anleger vor einer erhöhten Unsicherheit für die Finanzmärkte ausgehen.
Es gibt einen Mangel an attraktiven politischen Optionen für die Wähler und besorgniserregende Aussichten für Investoren.
Die Aussichten für die US-Wirtschaft sind weniger positiv als die Daten vermuten lassen, während die Nachfrage nach sicheren Häfen weiter steigt.
In einem Interview mit dem World Gold Council befürwortet Mohamed El-Erian, Chief Economic Advisor der Allianz Gruppe und ehemaliger CEO und Co-Chief Investment Officer bei PIMCO, eine strategische Allokation in Gold, basierend auf dem derzeitigen Investitionsumfeld und den unsicheren Aussichten für die Weltwirtschaft.
Die Verbindung zwischen Goldnachfrage und wirtschaftlicher, bzw. politischer Unsicherheit ist historisch eindeutig und zeigte sich auch nach dem „Brexit“-Referendum; Gold stieg um rund 12% nach der Abstimmung und anhaltende Unsicherheit für Investoren stellt einen der wichtigsten Nachfragefaktoren für Gold dar.
Ein neuer Forschungsbericht des World Gold Council (WGC) analysiert die möglichen Auswirkungen der jüngste Goldpreiskorrektur auf die Nachfrage nach physischem Gold, einschließlich Goldbarren, Münzen und Schmuck.
Der Goldpreis ist in den letzten Tagen auf ein Vier-Monats-Tief stark gesunken. Könnte dies das Ende des Bullenmarkts für Gold sein oder eine seltene Kaufgelegenheit für Anleger?