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Lebensversicherer: Die tun was! – Teil 2

Die Lebensversicherer kommen ohne Pleite durch ihre tiefe Krise – so viel scheint klar. Welcher Anbieter wie da steht, zeigt ein Vergleich des Monatsmagazins €uro.

28.03.2022 | 07:30 Uhr von «Markus Hinterberger und Martin Reim»

Teil 1 des Vergleichs

Also alles in Butter? Leider nein. Zwar ist die Branche kurz- bis mittelfristig gesichert. Ihre langfristigen Aussichten sind jedoch schlecht, wie an den Neuabschlüssen abzulesen ist. 2020 gab es nach Angaben des Versichererverbands GDV 2,7 Millionen neue Lebensversicherungen zur Kapitalanlage. Das war die niedrigste Zahl in der Statistik, die bis zum Jahr 1995 zurückreicht. Hauptgrund: Klassische Produkte, die auf dem gesetzlichen Garantiezins basieren, werfen für die Kunden immer weniger ab und werden dadurch unattraktiver.

Wichtigster Maßstab ist die Überschussbeteiligung. Kein einziger Akteur erhöht 2022 die laufende Verzinsung, und nur etwa jeder zweite macht es so wie die Allianz und hält den Wert konstant. Die andere Hälfte hat gesenkt. Im Branchenschnitt beträgt die laufende Verzinsung neuer Verträge vor Kosten jetzt rund zwei Prozent — eine beachtliche Zahl in Zeiten negativer Anleiherenditen. „Es ist ein Zeichen der Stärke, dass es trotz jahrelanger Minuszinsen überhaupt eine Überschussbeteiligung in nennenswerter Höhe gibt“, sagt denn auch WTW-Vertreter Klüttgens.

Doch verglichen mit dem, was sich mit Aktien verdienen lässt, ist es ziemlich wenig. Entsprechend stark hat in den vergangenen Jahren die Zahl von Privatanlegern an der Börse zugenommen.Kein Wunder also, dass die Versicherer vermehrt auf Investments am Aktienmarkt setzen. Zur ersten Welle neuer Produkte zählten sogenannte Indexpolicen. Hier haben Kunden in jedem Jahr vorab die Wahl: Wollen sie eine feste Verzinsung haben? Oder möchten sie mit der Überschussbeteiligung teilweise oder komplett an einem oder mehreren Indizes partizipieren?

Nachteil: Diese Verträge sind ebenfalls zinsabhängig. Sinkt die — auch hier überwiegend aus Anleiherenditen gespeiste — Überschussbeteiligung, steht weniger Geld für Investments in den Index zur Verfügung.

Deshalb forciert die Branche derzeit fondsgebundene Versicherungen. Hier spielen Überschussbeteiligungen eine geringe bis gar keine Rolle, das Risiko wird teilweise komplett auf die Kunden abgewälzt — bei durchaus höheren Chancen. „Derzeit lässt das Zinsniveau kaum andere Lösungen zu“, erklärt Klüttgens. „Doch sind Fondspolicen kein Königsweg. Denn viele Kunden sind nach wie vor an möglichst weitgehenden Garantien interessiert.“ Und Assekurata-Experte Heermann sagt: „Es gehört für die Zukunft der Branche zu den spannendsten Fragen, wie sich Fondspolicen verkaufen lassen.“

Klassische Policen

Optionen für Versicherte

Dabeibleiben: Für Versicherungsanlagen gelten weiterhin großzügige Steuervorteile, die vom Vertragsbeginn abhängen: Bei Policen, die bis Ende 2004 geschlossen wurden, sind die Erträge steuerfrei. Für alle seitdem abgeschlossenen Policen bleibt die Hälfte aller erzielten Erträge steuerfrei, wenn der Vertrag frühestens nach zwölf Jahren endet und der Policeninhaber mindestens 60 Jahre (bei ab 2012 geschlossenen Kontrakten 62 Jahre) alt ist. Die andere Hälfte unterliegt dem individuellen Steuersatz, der im Rentenalter meist niedriger als in der Zeit der Berufstätigkeit ausfällt. Wer statt der Einmalzahlung eine lebenslange Rente will, zahlt den persönlichen Steuersatz auf den Ertragsanteil.

Kündigen: Hier gilt die Daumenregel: Je kürzer der bisherige Vertrag bislang gelaufen ist, desto mehr kann es sich lohnen, den Kontrakt zu kündigen. Wer ganz sichergehen will, sollte einen unabhängigen Versicherungsberater auf die Police schauen lassen (Liste unter bvvb.de). Das kostet je Stunde rund 150 Euro Honorar plus Mehrwertsteuer.

Beitragsfrei stellen: Sie zahlen keine Beiträge mehr, der Vertrag bleibt jedoch bestehen. Was angespart wurde, wirdweiter verzinst. Vorsicht: Eine an den Vertrag gekoppelte Berufsunfähigkeits-Zusatzversicherung entfällt in diesem Fall.

Teilweise kündigen: Sie reduzieren Ihren Beitrag und damit auch den Versicherungsschutz. Der Vertrag wird aber auf einem deutlich höheren Niveau als bei einer kompletten Freistellung weitergeführt.

Billiger machen: Zahlen Sie jährlich statt monatlich. Sie sparen so den sogenannten Ratenzuschlag. Kündigen Sie eine eventuelle Unfalltod-Zusatzpolice, das führt bei gleichem Beitrag zu höherer Auszahlung im Erlebensfall. Stoppen Sie die Dynamisierung, denn bei jedem Schritt nach oben sind zusätzliche Abschlusskosten fällig.

Beleihen: Bei sogenannten Policendarlehen dient die Lebensversicherung als Sicherheit für einen Kredit. Die maximal mögliche Kreditsumme errechnet sich aus dem sogenannten Rückkaufswert, also jenem Betrag, zu dem der Versicherer die Police zurücknehmen muss, wenn der Kunde die Lebensversicherung kündigt.

Am Zweitmarkt verkaufen: Einige unabhängige Finanzdienstleister (beispielsweise der im Artikel angesprochene Partner in Life) übernehmen Policen zu einem höheren Preis, als Versicherer dafür geben. Ein Aufschlag von drei bis acht Prozent auf den sogenannten Rückkaufswert ist realistisch. Im Internet finden Sie unter bvzl.de Kriterien, um seriöse Anbieter zu erkennen.

Gesamtwertung: Die besten Lebensversicherungen mit klassischem Neugeschäft als PDF.

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