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Nachhaltigkeit

Wie sich ESG-Fonds in der Börsenkrise bewähren

Der Aktienmarkt ist zuletzt unter Druck geraten. Auch viele nachhaltige Fonds haben Wertverluste hinnehmen müssen. Doch fast alle aktiv gemanagten ESG-Fonds entwickeln sich besser als der MSCI World Index. Und sie schneiden sogar besser ab als die führende ESG-Benchmark.

02.09.2022 | 07:30 Uhr von «Matthias von Arnim»

Nachhaltige Aktienfonds haben sich in den vergangenen Jahren im Durchschnitt besser geschlagen als konventionelle Produkte. Deutlich wird dies unter anderem beim vergleichenden Blick auf die Performance des MSCI World ESG Leaders und des MSCI World Index. Im Fünfjahresvergleich hängt der nachhaltige Ableger des Weltindex sein konventionell zusammengestelltes Pendant um nennenswerte kumulierte 17 Prozentpunkte ab. Im Dreijahresvergleich liegt der Nachhaltigkeitsindex immer noch rund acht Prozentpunkte vorne, auf Zwölfmonatssicht ist es noch ein Prozentpunkt Unterschied. Allein im laufenden Jahr liegt der klassische MSCI World ganz leicht vorne.

Der Wermutstropfen an dieser Index-Statistik: Die Zwölfmonatswerte und die Index-Performances des laufenden Jahres sind mit negativen Vorzeichen versehen. Rund 16 Prozent Minus in den vergangenen zwölf Monaten, beziehungsweise rund 19 Prozent Minus seit Jahresanfang sind kein Grund zur Freude. Viele Anleger sind aufgrund der steigenden Energiepreise, der aktuellen Zins- und Inflationsentwicklung, der Lieferengpässe, des Ukrainekriegs sowie der Gefahr einer Rezession verunsichert und haben sich zuletzt vermehrt von Risiko-Investments getrennt. In Europa domizilierte Fonds haben einer Morningstar-Statistik zufolge allein im Juli insgesamt 25,1 Milliarden Euro verloren. Von Nettoabflüssen besonders betroffen waren Aktienfonds. Sie verzeichneten Nettoabflüsse in Höhe von 11,6 Milliarden Euro. Fonds mit Fixed-Income Strategien verloren 2,3 Milliarden Euro an Einlagen. Lediglich passive Anleihefonds verbuchten bescheidene Zuflüsse in Höhe von 5,4 Milliarden Euro. Ganz hart traf es Rohstofffonds mit einem Minus von 4,7 Prozent.

Die große Ausnahme sind die sogenannten dunkelgrünen Fonds: Gemeint sind damit aktiv gemanagte Artikel-9-Fonds gemäß der EU- Offenlegungsverordnung (SFDR), die in Aktien solcher Unternehmen investieren, die mit ihren Produkten und Dienstleistungen aktiv zum Klimaschutz beitragen und/oder zur Erreichung anderer ESG- oder SDG-Ziele beitragen. Solche Fonds verbuchten im Juli gegen den allgemeinen Abwärtstrend ein Plus von 6,3 Milliarden Euro. Die „hellgrünen“ und nicht ganz so strengen Artikel 8-Fonds verloren der Morningstar-Statistik zufolge im Juli 3,3 Milliarden Euro. Anleger setzen offensichtlich also sehr auf nachhaltige Investments mit höherem Standard.

Nachhaltige Aktienfonds besser als der Weltindex

Die Wahl der Anleger hat sich in den vergangenen Monaten ausgezahlt. Aktiv gemanagte „dunkelgrüne“ Fonds haben sich in den vergangenen zwölf Monaten nicht nur besser entwickelt als klassische Anlagen. Sie haben mehrheitlich auch besser performt als der Durchschnitt aller sogenannter ESG-Investments. Das wird deutlich, wenn man die Performances der Fonds im Vergleich zum MSCI ESG World Leaders betrachtet (siehe Tabelle). Einige Fonds stechen hier besonders heraus. Dazu zählt insbesondere der Baillie Gifford Worldwide Positive Change Fund (ISIN IE00BK5TW941) und der Luxembourg Selection Fund-Solar & Sustainable Energy Fund (LU0405846410), deren Zwölfmonats- und Dreijahresperformances Maßstäbe setzen. Insbesondere vor dem Hintergrund, dass insgesamt nur sieben von 32 untersuchten Fonds überhaupt eine positive Jahresperformance aufweisen.

Strukturelle Gründe für den Erfolg von ESG-Fonds

Dass nachhaltige Aktienfonds in schwachen Börsenzeiten standhafter sind als klassische Fonds, ist vermutlich kein Zufall. So haben Untersuchungen gezeigt, dass dunkelgrüne Fonds in der Regel besser defensiv positioniert sind. Denn sie investieren in Qualitätsunternehmen mit starkem ESG-Profil, die auch in Krisenzeiten relativ stabile Erträge aufweisen.

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