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Nachhaltigkeit

Prime Values Income: Aus Tradition nachhaltig gut

Nachhaltigkeit boomt, auch in der Fondsbranche. Täglich kommen neue grüne Fonds oder alte Fonds in einem neuen grünen Mantel häufig aus reinen Marketinggründen auf den Markt. Umso erfreulicher ist es, dass es Fonds gibt, die sich schon seit Jahrzehnten nachhaltig bewährt haben.

15.09.2022 | 12:10 Uhr von «Peter Gewalt»

Dazu zählt der Prime Values Income (ISIN: AT0000973037) der Schweizer Investmentboutique Arete Ethik Invest, der bereits 1995 startete. „Damit war er der erste Ethikfonds in Kontinentaleuropa,“ erklärt Oliver Fischer, Geschäftsführer Arete Ethik Invest. Als defensiver Mischfonds, der einen vermögensverwaltenden Ansatz verfolgt, investiert der Prime Values Income maximal 30 Prozent des Anlagevermögens in Aktien, der Rest in bonitätsstarke Staats- und Unternehmensanleihen. In schwierigen Marktphasen kann die Aktienquote auch deutlich gesenkt werden. Im Mittelpunkt des Anlageprozesses steht der Nachhaltigkeitsgedanke. Jedes einzelne Investment wird vom hauseigenen Ethik-Research gefiltert. Ausgeschlossen sind dabei alle Unternehmen, die etwa die Menschenrechte oder den Schutz der natürlichen Ressourcen missachten, Waffen herstellen oder vertreiben, Korruption fördern, oder an der Herstellung von Produkten beteiligt sind, die gesellschaftlich kontrovers sind. Tabu sind auch Anleihen von Ländern, die gegen eines von acht Kriterien verstoßen. Dazu zählt der Besitz von Atomwaffen, ein zu hohes Militärbudget, die rechtliche Akzeptanz der Todesstrafe, eine unzureichende Energiepolitik, Verletzung der Menschenrechte, Korruption und eine diktatorische Regierungsform.

Externes Komitee überwacht die Titelauswahl

Dabei überwacht ein externes und unabhängiges Ethik-Komitee das Fondsportfolio. „Das Ethik-Komitee ist sozusagen das Gewissen unserer Anleger, die sehr kritisch sind“ betont Fischer. Einmal im Monat entscheiden sechs ausgewiesene Experten aus den Bereichen Sozialethik, Wirtschaftsethik, Medizinethik und Umwelttechnologie über die Aufnahme oder den Ausschluss eines jeden Titels. Die Investments müssen dabei zur Aufnahme eine Mindestpunktzahl an Positiv-Kriterien in fünf ethischen Kriterien erreichen. Diese beinhalten das Verantwortungsbewusstsein sowie das Produkt- und Dienstleistungsangebot, die Arbeits- und Produktionsprozesse, den Schutz natürlicher Ressourcen sowie Image und Reputation des jeweiligen Unternehmens. Bis zu 100 Punkte sind so am Ende bestenfalls möglich. Aufgenommen werden die Aktien aber schon bei Erreichen von mehr als 50 Punkten. Die Begründungen des Komitees sind für Anleger des Fonds nachlesbar und nachvollziehbar. So erhielt das Fondsmanagement grünes Licht für die Portfolio-Aufnahme des kanadischen Konzerns Boralex Inc., da der Konzern in Nordamerika und Europa Elektrizität hauptsächlich aus Wind, Wasser oder Sonne produziere und laufend in diese Energieträger investiere. Vom Komitee abgelehnt wurde zuletzt dagegen der Schweizer Personalvermittler Adecco Group wegen seiner Übernahme der belgischen IT-Dienstleisterin Akka. Dies habe zu einer Verletzung des Ausschlusskriteriums „Waffen“ geführt, so die Begründung des Komitees, da Akka Software zur Funktion und für Tests von Nuklearwaffen entwickele.

Auch die Performance stimmt

Das positive Ergebnis dieses harten Auswahlverfahren ist einerseits, dass die Prime Values-Unternehmen im Schnitt deutlich tiefere Treibhausgas-Emissionen vorzuweisen haben als etwa die Konzerne im MSCI ACWI. Unterstützt wird die Auswahl zudem noch von einer Geschäftsmodellanalyse, welches die Qualität der Unternehmen im Blick hat. So hat das konzentrierte Portfolio des Fonds langfristig den MSCI Welt mit deutlich geringeren Schwankungsbreite deutlich outperformt. Da es aber in den vergangenen Jahren zwischenzeitlich auch unterdurchschnittliche Ergebnisse gegeben hat, wurden im Sommer 2021 einige strategische Verbesserungen durchgeführt. So wurde das Portfolio von 50 auf 30 Titel reduziert, um fokussierter investieren zu können, so Fischer. Zudem wurde bei der Titelselektion um die Chartanalyse erweitert. Dies ermögliche agileres Agieren auf zyklische Trends. „Trendpausen oder Abschwünge können so früher erkannt und die Gewinne so mitgenommen werden“. Erste Erfolge haben sich eingestellt. In diesem Jahr konnte der Fonds die Verluste begrenzen und hat gegenüber der Benchmark wieder die Nase vorne. Auch weil das Fondsmanagement Anfang des Jahres Industrie- und zyklische Werte in Bankenwerte umgeschichtet hat. Zudem wurde die strategische Allokation der Aktien im Fonds erst reduziert und dann passend zur Börsenerholung wieder leicht hochgefahren.

Fazit: Überzeugender defensiver Mischfonds mit exzellenter Nachhaltigkeitsstrategie

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