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Grüne ETFs trotzen der Corona-Krise

Im März haben alle Fonds und ETFs verloren. Wirklich alle? Nein, ausgerechnet ESG-ETFs, die lange Zeit als Liebhaberprodukte und Exoten unter den rein marktvolumen-orientierten ETFs galten, haben sich in der schwierigen Zeit behauptet.

21.04.2020 | 07:30 Uhr von «Matthias von Arnim»

Im März haben alle Fonds und ETFs verloren. Wirklich alle? Nein, ausgerechnet ESG-ETFs, die lange Zeit als Liebhaberprodukte und Exoten unter den rein marktvolumen-orientierten ETFs galten, haben sich in der schwierigen Zeit behauptet.

Die Covid-19-Krise hat die Märkte im März komplett durcheinandergeschüttelt. Bildlich gesprochen blieb kein Stein auf dem anderen. Der Ausverkauf an den Märkten erfasste alle Bereiche und Risikoklassen. Die aktiv gemanagten Fonds traf es besonders hart - deutlich härter sogar als ETFs. Nur Staatsanleihen und Gold verzeichneten eine positive Entwicklung. Das zeigt die aktuelle Flow-Statistik von Lyxor.

Die Schreckensbilanz

Rentenfonds und Renten-ETFs verzeichneten im März mit 128,7 Milliarden Euro die größten Abflüsse (davon 15,4 Euro-Anleihen). Keine Unterkategorie blieb verschont. Bei US-Dollar-Anleihen blieben Staatsanleihen die sichere Anlage der Wahl. 

Aktienfonds und Aktien-ETFs erlebten mit 53 Milliarden Euro die größten Abflüsse seit der globalen Finanzkrise 2007/2008. Dabei mussten Fonds Verluste von 40 Milliarden Euro und ETFs von 13 Milliarden Euro hinnehmen. Betroffen waren alle Regionen, globale Aktien jedoch am stärksten (-13,8 Milliarden Euro), gefolgt von den USA (-12,8 Milliarden Euro), den Schwellenländern (-11,5 Milliarden Euro) und Europa (-5,7 Milliarden Euro). 

Smart Beta-ETFs erlitten Abflüsse in Höhe von 2,1 Milliarden Euro. Davon fielen 2 Milliarden Euro auf Aktien-ETFs und 0,1 Milliarden Euro auf festverzinsliche Smart Beta-ETFs. 

Rohstoff-ETFs gehörten ebenfalls zu den Verlierern. Mit einer Ausnahme. Anleger stürzten sich auf sichere Anlagen wie Edelmetalle, die der einzige Lichtblick unter den Rohstoffen waren und der Gesamtbilanz bei Rohstoffen deshalb ein dickes Plus bescherten. Rohstofffonds und börsengehandelte Produkte (ETPs) sammelten so zusammen 1,7 Milliarden Euro ein, davon stammen 0,5 Milliarden Euro aus offenen Fonds und 2,2 Milliarden Euro aus Rohstoff-ETPs.

Das grüne Pflänzchen unter den ETFs wächst kräftig

Eine Überraschung hält die Statistik parat: ESG-ETFs konnten dem schwierigen Marktumfeld trotzen und erzielten kräftige Zuflüsse in Höhe von kumuliert einer Milliarde Euro. Aktien-ESG-ETFs legten um 1,3 Milliarden Euro zu, während festverzinsliche ESG-ETFs ein Minus von 0,3 Milliarden Euro verzeichneten. Das ist eine beachtliche Entwicklung. 

Je strenger der ESG-Index, desto besser die Performance 

Die positive Entwicklung der ESG-ETFs ist kein Zufall. Denn auch innerhalb der verschiedenen Angebote gilt, dass sowohl die Wertentwicklung als auch die Volatilität von ESG-Indizes umso besser sind, je strikter deren Nachhaltigkeitskriterien sind. So überzeugten schon vor einem halben Jahr bei der Scope-Untersuchung vor allem die ETFs mit den strengsten ESG-Index.

Fazit: Je strenger ein ESG-ETF die Kriterien für Nachhaltigkeit berücksichtigt, desto besser performt er, und umso niedriger ist seine Volatilität. Das gilt konsequenterweise nun auch im Vergleich mit allen anderen ETFs, die überhaupt keine Nachhaltigkeitskriterien berücksichtigen. Die Lehre daraus heißt: Je grüner, desto besser – jetzt auch in der Krise.

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