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Ethik rückt wieder in den Fokus

Blid: Pixabay

Das Massaker vom Februar an einer High School in Florida hat nicht nur in der öffentlichen Meinung zu einem Wiederaufleben der Diskussion um Feuerwaffen in den USA geführt; auch die Branche der Asset-Manager befindet sich nun verstärkt in einer Diskussion um ethische Kapitalanlage.

12.04.2018 | 16:08 Uhr von «Thomas Gräf»

Vor kurzem hat sich der größte Vermögensverwalter der Welt BlackRock entschlossen, die Hersteller und Distributoren von Handfeuerwaffen aus vielen Portfolios seiner Fonds zu entfernen. Zukünftig will das Fondshaus institutionellen Anlegern Produkte anbieten, in denen die Aktien der Waffenindustrie durch alternative Assets ersetzt werden – ohne dass die Fonds dadurch in die Kategorie der ethischen Kapitalanlagen fallen oder die Performance signifikant von der Benchmark abweicht.

Der Schritt folgte kurz dem Massaker, bei dem 17 Menschen durch Waffengewalt den Tod fanden; damals warnte BlackRock-CEO Larry Fink die Branche, dass Rendite alleine nicht genug sei: Asset-Manager müssten auch “einen positiven Beitrag zur Gesellschaft leisten”.

Ethische Anlagen sind nichts Neues in der Finanzindustrie. Die Krux ist, dass sogenannte “Sin Stocks” – also Aktien von Alkohol-, Waffen-  und Tabakproduzenten sowie von Glücksspiel-Anbietern – historisch immer recht gut performt haben. Als der norwegische Staatsfonds “Statens Pensjonsfond” im Jahr 2004 beschloss, solche Aktien aus dem Portfolio zu nehmen, sank die Rendite des Fonds seitdem um 1,6  Prozent. Dieses Risiko nimmt der Eigentümer jedoch gerne in Kauf und hat die Liste der gesperrten Aktien seitdem sogar noch um Kohleproduzenten ergänzt. Auch das Investment in Öl-Aktien wird derzeit in Oslo infrage gestellt.

Laut einer Untersuchung der Global Sustainable Investment Alliance wurden 2016 weltweit beinahe 23 Billionen US$ an Vermögenswerten nach Umwelt-, sozialen oder Governance-Kriterien angelegt, ein Plus von 25 Prozent gegenüber 2014. Und diese Anlagekriterien werden ständig weiterentwickelt: Um die “verlorene” Rendite durch den Ausschluss von “Sin Stocks” zu kompensieren, ersetzen Fonds diese Aktien zunehmend durch Wertpapiere mit ähnlicher Charakteristik, die jedoch bessere ethische und soziale Scorecards aufweisen.

BlackRock hat beispielsweise einen Weg gefunden, das ESG-Rating (Ethical Social Governance) von ausgewählten Fonds von BBB auf A anzuheben und gleichzeitig den Tracking-Fehler in Bezug auf den jeweiligen Index unter 10 Basispunkten zu halten. Beim Verbessern auf AA soll der Tracking-Fehler bei 50 Basispunkten (0,5 Prozent) liegen.

Kapitalanlage nach ethischen Gesichtspunkten scheint zunehmend auf Interesse zu stoßen, wie eine Umfrage der Londoner Anlagegesellschaft  IW Capital zeigt: Demnach soll ein Viertel der befragten Anleger von Investments Abstand nehmen, wenn sie ethische Bedenken hinsichtlich des Produktes der infrage kommenden Gesellschaft haben. Und ein Drittel der Befragten gab an, dass die sozialen und ethischen Standards der Firma, in die sie investieren wollen, mindestens genauso wichtig seien wie deren Finanzergebnis.

(TG)

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