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Kryptoassets

So profitieren Sie von Krypto-Assets - Teil 2

Krypto-Assets bieten auch institutionellen Finanzmarktakteuren interessante Renditechancen – sofern diese Risiken und Nebenwirkungen beachten. Eine sorgfältige Allokation und ein leistungsfähiges Risikomanagement sind entscheidende Voraussetzungen für den Erfolg. Das immer weiter wachsende Kryptouniversum ermöglicht dann Strategien, die es bei anderen Anlageklassen nicht gibt.

13.09.2022 | 12:20 Uhr von «Sven Hildebrandt»

Die Spreu vom Weizen trennen

Mit Blick auf das Risikomanagement empfiehlt sich an dieser Stelle dann das Hinzuziehen von Experten im Bereich der Krypto­werte, da beispielsweise Emittenten von ETPs und ETNs sehr unterschiedlich ausgestaltete Anlagebedingungen vorlegen und eine sinnhafte Bewertung dieser ohne Spezialwissen im Blockchain-Bereich herausfordernd erscheint.

Ohnehin stellt sich die Frage, was besser geeignet ist: ein passives Investment oder aktives Management, das Risiken und Chancen durch seine spezielle Expertise des Sektors ausbalanciert? So bietet Kryptobest ein Exposure in die Assetklasse und in DeFi-Anwendungen.

Besorgniserregend ist in diesem Zusammenhang ein neuer Trend: So werden in manchen Häusern ETPs und ETNs, die Kryptowerte abbilden, vergleichsweise unkritisch allokiert, da es für diese „Kategorie“ bereits einen etablierten Produktprozess gibt. Vergessen wird an dieser Stelle jedoch, dass bei der Bewertung auf die Underlying Assets „durchgeschaut“ werden sollte und dafür passende Prozesse nötig sind.

Mit Blick auf die Kakofonie theoretisch investierbarer Assets stellt sich im nächsten Zug die Frage, welche Assets für institutionelle Investoren infrage kommen. Grundsätzlich ist dabei zu beobachten, dass die meisten Investoren in Werte ­gehen, die ­bereits einen gewissen Track Record vorweisen können. Bitcoin und Ethereum stehen weit oben auf der Einkaufsliste, wobei bei Bitcoin immer wieder der ESG-Aspekt – unseres Erachtens teilweise auf Basis falscher Fakten – kritisch diskutiert wird.

Doch mit zunehmendem Produktangebot werden auch die Anfragen der Asset-Manager immer differenzierter: Waren es früher noch ausschließlich Assets in den Top Ten der Marktkapitalisierung, erreichte uns kürzlich die Anfrage eines Hauses zur Unterstützung im Risikomanagementprozess bei einem Token an einer Stelle jenseits der 50 in der Marktkapitalisierung. So eine Anfrage wäre noch vor einem Jahr faktisch undenkbar gewesen – was abermals beweist, mit welch großer Geschwindigkeit im Bereich der Digital Assets gerechnet werden muss.

Ein aktuell noch unterrepräsentiertes Themenfeld im institutionellen Asset-­Management ist das sogenannte Staking. Dieses umschreibt einen Prozess, bei dem der Inhaber von gewissen Kryptowerten einen „Zins“ verdienen kann, wenn die Kryptowerte dem Netzwerk „zur Verfügung gestellt“ werden. Der Zins wird in Form des jeweiligen Kryptowerts ausgegeben und erreicht bei manchen Netzwerken mehr als 20 Prozent pro Jahr.

Das Kalkül ist klar: Selbst wenn der Kryptowert einen Wertverlust hinnehmen muss, kann dieser bis zu einer gewissen Prozentzahl von den „Zinsen“ wieder aufgefangen werden. Steigt der Kurs, gewinnt der Investor doppelt: Einmal durch den steigenden Kurs des Basiswerts und dann auch noch durch die Zinsen, die durch das Investment erwirtschaftet wurden.

Zusatzeinkommen durch Staking

Doch auch an diesem Punkt steht der Markt nicht still und wir werden bald institutionelle Investoren sehen, die die Möglichkeit des Stakings für Zusatzerträge nutzen. Alternativ kann sich der Investor auch ein Produkt ohne Kursrisiko in sein Portfolio legen und damit nur anfallende Zinserträge mitnehmen. Ein solches Angebot ist beispielsweise Sustainliquid mit ungefähr fünf Prozent Zins pro
Jahr. Aufgrund der technischen Herausforderungen, die mit einer Direktanlage in Kryptowerte einhergehen, sehen wir die meisten Erstinvestitionen traditioneller Finanzmarktakteure über ETPs und ETNs. Diese lassen sich einfach in den bekannten Systemen verarbeiten, und sowohl die mit dem Management verbundenen Kosten als auch das zusätzliche Counterpartyrisiko werden in Kauf genommen.

Je intensiver sich Investoren mit der Technologie auseinandersetzen, desto häufiger nehmen sie auch Direktinvestitionen in Kryptowerte vor. An dieser Stelle sei dann auch eine Lanze für unsere häufig kritisierte Finanzmarktaufsicht Bafin gebrochen: Mit der Erlaubnis für Spezialfonds gemäß § 284 KAGB, bis zu 20 Prozent ihrer Assets direkt in Kryptowerte zu allokieren, zeigt sich der Re­gulator offen gegenüber Neuerungen, ohne dabei das hiermit gleichfalls zusammenhängende Risiko aus den Augen zu verlieren.

Wollen Investoren direkt in Kryptowerte investieren, gibt es in Deutschland eine Handvoll regulierter Marktteilnehmer wie die Gruppe Börse Stuttgart, aber auch die in den USA ansässige Coinbase. Diese bieten sowohl reguliertes Trading als auch die Verwahrung von Kryptowerten an – im Fondskontext offerieren auch Hauck & Aufhäuser sowie die HANSAINVEST in Kombination mit Donner & Reuschel Lösungen für ihre Kunden.

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