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Immer dagegen sein, ist auch keine Lösung

Die Frage, warum Anleger gute Argumente für Wertpapiere mit negativen Renditen finden, das stärkste Asset der letzten Jahre hingegen für zu riskant halten, wird Verhaltensökonomen noch lange beschäftigen.

01.06.2021 | 07:25 Uhr von «Martin Leinweber und Jörg Willig»

Technische Neuerungen haben stets mit Gegenwind zu kämpfen. Anfangs werden sie ignoriert, dann belächelt, dann angezweifelt oder für gefährlich erklärt. Einige Jahre später finden sie sich im Alltag wieder.

Es gibt zahlreiche Beispiele für dieses Muster. Das Internet werde sich nicht durchsetzen. Der Online-Handel könne die Freude am klassischen Einkaufsbummel nicht ersetzen. Digitalkameras könnten mit der Qualität des klassischen Films niemals mithalten und das Streaming von Videos werde auf Grund mangelnder Bandbreite die Massentauglichkeit nicht erreichen. Dies sind nur einige der bekannteren vorschnellen Urteile der letzten Jahrzehnte.

Der Zyklus aus Ignoranz, schleichender Adaption und dem langen Weg in den Mainstream zeigt sich auch bei Aktien von Unternehmen aus neuen Segmenten. Ein Unternehmen wie Amazon, dass steigende Umsätze aber lange Zeit keine Gewinne vorzuweisen hatte, könne nicht überleben, hieß es. Eine bemerkenswerte Fehleinschätzung aus einer Zeit, in der sich mancher klassische Einzelhändler bereits über langsamer sinkende Umsätze gefreut hätte.


"There is no reason for any individual to have a computer in his home."

– Ken Olsen (Gründer Digital Equipment Corp., 1977)

Skepsis kann helfen, Fehler zu vermeiden. Sie kann jedoch auch dazu führen, Chancen zu ignorieren. Was bei technischen Änderungen im Allgemeinen gilt, sollte auch bei digitalen Assets („Kryptoassets“) Anwendung finden.

Die folgende Liste zeigt gängige Vorbehalte gegenüber dem bekanntesten Kryptoasset, dem Bitcoin.

  • Die Volatilität des Bitcoin Kurses ist zu hoch
  • Staaten könnten die Nutzung von Bitcoin verbieten
  • Die begrenzte Anzahl von 21 Millionen bitcoin könnte zu Problemen führen
  • Die Zentralisierung der Mining Ressourcen in China berge Gefahren
  • Die Gefahren durch Softwarefehler oder Hacking-Attacken seien zu groß
  • Rasche Fortschritte bei Quantencomputern würden die Sicherheit der eingesetzten kryptografischen Methoden untergraben
  • Das Bitcoin Netzwerk weise eine ungenügende Skalierbarkeit auf
  • Der Energiebedarf der Miner sei nicht vertretbar
  • Durch einen Fork könnte eine neue, bessere Variante des Bitcoin entstehen
  • Wenn alle bitcoins erzeugt worden seien, breche das System zusammen

Einige dieser Punkte drücken Sorgen von Anlegern aus, die mit der Funktionsweise des Bitcoin-Protokolls noch nicht vertraut sind. Andere Themen, wie etwa die Möglichkeiten kommender Quantencomputer, betreffen das Thema Verschlüsselung im Allgemeinen. Die kryptografischen Methoden des Bitcoin Protokolls stellen diesbezüglich nur einen spezifischen Anwendungsfall dar.

Über diese Argumenten nachzudenken ist ein guter Weg, sich den Möglichkeiten aber auch den Grenzen digitaler Assets zu nähern. In den folgenden Artikeln werden wir uns daher Schritt für Schritt mit den einzelnen Punkten beschäftigen.

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