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Sind Kryptos das bessere Geld?

Kryptowährungen wie Bitcoin gelten als hochspekulativ. Immer wieder warnen Finanzexperten vor einem Totalverlust. Ein Bericht der Deutschen Bank zeichnet nun ein gänzlich anderes Bild der Anlageklasse: Demnach könnten Kryptos bis 2030 nicht nur ein etabliertes Zahlungsmittel sein, sondern physisches Geld gar vollständig ersetzen.

18.12.2019 | 14:58 Uhr von «Alexandra Jegers»

Kaum eine Anlageklasse spaltet die Gemüter so stark wie Kryptowährungen. Die einen verurteilen Bitcoin und Co. als riskante Spekulationsobjekte und raten von einem Investment ab. Die anderen sehen in dem virtuellen Geld gigantisches Potenzial und prophezeien, dass Kryptos die traditionellen, vom Staat ausgegebenen Währungen – im Notenbank-Jargon Fiat-Geld genannt – bald vollständig ersetzen werden. Nun haben die Bitcoin-Jünger neues Futter bekommen. In einer Studie mit dem Titel „Imagine 2030“ zeichnet die Deutsche Bank ein geradezu fabelhaftes Bild von der Zukunft des Krypto-Markts: Die Kräfte, die das Fiat-Geldsystem noch zusammenhalten, seien zerbrechlich, heißt es darin. Im Laufe des kommenden Jahrzehnts könnten sie wegfallen und die Nachfrage nach Kryptowährungen anheizen – bis die digitalen Münzen Papiergeld vollständig ersetzen.

Studienautor John Reid beobachtet ein sinkendes Vertrauen in traditionelle Währungen, vor allem durch die expansive Geldpolitik. Laut Reid ist das Handeln der Notenbanken längst nicht mehr allein vom Zwei-Prozent-Ziel getrieben. Vielmehr würden sie unter dem Deckmantel der Preisstabilität verstärkt auch politische Interessen verfolgen. Niedrige Zinsen wirken nämlich positiv auf Staatsverschuldung und Anleiherenditen – steigende Zinsen wiederum erschweren Staaten die Refinanzierung ihrer Schulden. „Bevor Regierungen zulassen, dass die Zinssätze steigen, werden sie eher die Mandate der Zentralbanken ändern“, glaubt Reid. Angesichts der rekordverdächtigen Schuldenlast auf der ganzen Welt dürfte den Notenbanken auch in Zukunft nichts anderes übrig bleiben, als weiterhin Wertpapiere zu kaufen. Dies wiederum dürfte die Inflation in die Höhe treiben – und die Zweifel am Papiergeld weiter nähren.

Kryptos werden immer beliebter

Bei aller Zuversicht sieht der Deutschbanker auch einige Herausforderungen bei der Ablösung von Euro, US-Dollar und Co. durch Kryptowährungen. Zunächst müssten Regierungen und Aufsichtsbehörden Digitalwährungen offiziell als Zahlungsmittel anerkennen, um deren Preis zu stabilisieren. Dann bräuchten Kryptos die Unterstützung von Zahlungsdienstleistern, Kreditkartengesellschaften und Händlern. Erst die Kooperation mit etablierten Größen schaffe globale Reichweite, ist Reid überzeugt. In einem dritten Schritt muss die Branche Lösungen für potenzielle Bedrohungen finden, zum Beispiel Cyberangriffe oder Stromausfälle.

Erst wenn diese Hürden genommen sind, hält Reid ein Finanzsystem, das auf Kryptos basiert, für realistisch. Der Experte ist zuversichtlich, dass dies bis 2030 der Fall sein wird. Schon heute beobachtet die Deutsche Bank eine wachsende Akzeptanz von Digitalwährungen, die Zahl der Nutzer steigt seit Jahren. In der kommenden Dekade könnten erstmals mehr als 300 Millionen Menschen mit Kryptowährungen bezahlen. Dabei sieht Reid aber nicht unbedingt den heutigen Marktführer Bitcoin an vorderster Front. „Wenn wir auf das kommende Jahrzehnt blicken, wäre es nicht verwunderlich, wenn unerwartet eine neue und gängige Kryptowährung entstehen würde“, sagt er.

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