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Bitcoin-Boom in Sicht?

Nach einem turbulenten Jahr 2019 erholten sich die Kurse der Kryptowährungen zuletzt. Wie sie sich weiterentwickeln, hängt auch von der Akzeptanz institutioneller Investoren ab.

07.02.2020 | 15:22 Uhr von «Nina Bärschneider»

Ausgerechnet Justin Sun, Gründer der Kryptowährungsplattform Tron, hatte zuletzt das alljährliche Charity-Dinner mit Investmentlegende Warren Buffett gewonnen. Buffett gilt als klarer Gegner der oft hochspekulativen Kryptoinvestments. Und doch konnte Sun ihm offenbar ein Zugeständnis abringen: „Warren Buffett hat seinen ersten Bitcoin erhalten!“, twitterte der Tech-Unternehmer am 6. Februar aufgeregt. Ob sich der Star-Investor über diese Dreingabe gefreut hat, ist ungewiss. Dennoch zeigt sein Gespräch mit Sun: Das Thema Kryptowährungen können auch die alten Hasen der Finanzbranche nicht mehr übersehen.

Im vergangenen Jahr ging es für die Leitwährung Bitcoin turbulent zu; Ende Juni war ein Bitcoin zeitweise knapp 12.700 US-Dollar wert, im Dezember brach der Kurs auf knapp 6.800 US-Dollar pro Bitcoin ein. Inzwischen jedoch erholt sich der Bitcoin wieder und notiert bei rund 9.874 US-Dollar. Damit ist er so teuer wie zuletzt vor dreieinhalb Monaten. Der Kurs der deutschen Kryptowährung Iota explodierte nahezu, und auch mit Ethereum ging es bergauf. Jason Guthrie, Kapitalmarktchef bei WisdomTree, ist überzeugt, dass die Bedeutung von Kryptowährungen weiter zunimmt. „Bitcoin löst viele Probleme, die mit den heutigen Währungssystemen verbunden sind“, sagt er. Der Bitcoin sei ein dezentrales Finanzinstrument. Da das Vertrauen in das derzeitige Finanzsystem sinke, gewännen Bitcoin und Blockchain – also die digitale Buchungstechnologie, die alle Transaktionen aufzeichnet – an Glaubwürdigkeit.

Auch große Finanzdienstleister sind inzwischen auf den Krypto-Zug aufgesprungen. WisdomTree etwa bietet ein Investmentprodukt ein, mit dem Anleger in Bitcoin investieren können und stellt es ab sofort in den Handelswährungen Euro und US-Dollar zur Verfügung. Der Vorteil des Produkts: Anleger könnten in Bitcoin investieren, „ohne dass sie die Kryptowährung direkt halten, private Zugriffsschlüssel speichern oder in irgendeiner Weise mit der Blockchain-Technologie interagieren müssen“, berichtet der Vermögensverwalter. Solche sogenannten Exchange-Traded-Products (ETPs) könnten Kryptoinvestments künftig vereinfachen. Denn sie werden an regulierten Börsen gehandelt und bieten die Möglichkeit, Coins zu verwahren – was Anleger sonst bei einer Depotbank selbst einrichten müssten. Langfristig will WisdomTree das Krypto-ETP so auch privaten Investoren zugänglich machen.

Krypto-Welt erwartet Bitcoin-Großereignis im Mai

Die Börse Stuttgart bietet schon seit vergangenem Jahr die sogenannte Bison App an, mit der Nutzer über ihr Smartphone vier verschiedene Kryptowährungen kaufen und verkaufen können – auch außerhalb der offiziellen Börsenzeiten. Der Handel ist kostenlos. Nun will sie die Anwendung auch als Desktop-Version anbieten, um den Handel zu erleichtern, und plant, weitere Kryptowährungen in ihr Angebot aufzunehmen. Nicht zuletzt könnte auch ein Ereignis im Mai den Bitcoin-Kurs beflügeln: Dann findet das sogenannte „Halving“ statt, bei dem – vereinfacht gesagt – die Menge der neu produzierten Coins automatisch halbiert wird. Das sinkende Angebot könnte den Preis der Kryptowährung nach oben treiben.

Trotz der hoffnungsvollen Aussichten bleibt die Krypto-Welt ein unsicheres Pflaster: So hatten Hacker jüngst beinahe das gesamte Coin-Vermögen einer italienischen Kryptobörse namens Altsbit gestohlen. Vor allem die Sicherheitsfrage steht einem Siegeszug von Bitcoin und Co. also noch im Weg.

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