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Klein, aber stark

Fondsboutiquen schneiden mit ihren Produkten bei bestimmten Anlageklassen besser ab als die Fonds-Schwergewichte. Warum sich ein Blick auf kleine Fondshäuser lohnt.

03.03.2020 | 15:10 Uhr von «Nina Bärschneider»

Schon die biblische Legende von David und Goliath machte deutlich: Die Größe ist nicht immer ausschlaggebend für den Erfolg. Dass überraschenderweise der Kleinere, vermeintlich Schwächere gewinnen kann, zeigt sich auch in der europäischen Finanzbranche. So schneiden die Fonds kleiner Fondsgesellschaften häufig besser ab als die Produkte großer Investmenthäuser. Das geht aus einer aktuellen Studie der Cass Business School in London hervor. Demnach performen Fonds europäischer Boutiquen jährlich im Schnitt zwischen 0,23 und 0,56 Prozent besser als die der Fonds-Riesen – nach Abzug der Gebühren. Studienautor Andrew Clare, Professor für Asset Management, spricht von einer „Boutiquenprämie“.

Für seine Analyse verglich Clare die Wertentwicklung der Produkte von 120 großen Fondsgesellschaften mit denen mehrerer Boutiquen. Das Ergebnis: Vor allem Fonds, die in europäische Nebenwerte und in Schwellenländer weltweit investieren, entwickeln sich bei kleinen Vermögensverwaltern erfolgreicher. Bei europäischen Small und Mid Caps schnitten sie jährlich ein Prozent besser ab, bei den Emerging Markets rund 0,5 Prozent. Clare schließt daraus, dass Anleger für diese Sektoren „ernsthaft erwägen sollten, bei einem Boutique-Fondsmanager zu investieren“.

Wie sich dieser Unterschied erklären lässt, führt der Studienautor nicht aus. Jedoch zeichnen sich Fondsboutiquen durch ihre meist speziellen Strategien aus, die einen Gegenpol zu der Vorgehensweise großer Fondsgesellschaften bilden. Letztere bieten oft eine sehr breite Fondspalette an. Sie legen häufig neue Produkte auf, um den aktuellen Markttrends gerecht zu werden – denn sie brauchen ein gewisses Fondsvermögen, damit sich das Geschäft lohnt. Kleinere Boutiquen sind hier im Vorteil, schreibt das Finanzmagazin „Das Investment“. Dazu kommt, dass Boutiquen häufig eigentümergeführt sind, eine geringere Fluktuation der Fondsmanager vorweisen und eine stabile, langfristige Anlagestrategie verfolgen.

Kleine Fondshäuser laufen nicht jedem Trend hinterher

Ein Morningstar-Ranking der besten kleinen Fondsanbieter aus dem Jahr 2018 bestätigt das: So landete die US-Fondsgesellschaft Dodge & Cox auf Anhieb auf dem dritten Platz. Herauszuheben sei der „stringente und robuste Value-Stil“ des Fondsmanagements, schreibt Morningstar. Auch dass die Anlagespezialisten im Schnitt seit 20 Jahren in der Boutique arbeiteten, sei auffällig. Zudem habe Dodge & Cox seit der Gründung im Jahr 1930 nur sechs Strategien aufgelegt – ist also nicht ständig auf neue Trends aufgesprungen.

Letztendlich könnte die Besonderheit der kleinen Fondshäuser ihnen helfen, zu überleben. Denn die Branche der Vermögensverwaltung wird schrumpfen, sagt Marty Flanagan, Chef der US-Fondsgesellschaft Invesco, in einem Interview mit der „Neuen Zürcher Zeitung“. Das führe dazu, dass die Goliaths unter den Fondsgesellschaften immer größer werden, die Mittelgroßen vom Markt verschwinden – und die kleinen immer spezieller werden.

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