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Riskant aber ungefährlich

Uwe Röhrig, Equity Strategist UBS Asset Management

Uwe Röhrig ist Equity Strategist bei UBS Asset Management. Auf dem €uro Funds Forum in Hamburg sprach der Fondsexperte mit uns über die Anlagestrategie des UBS Global Emerging Markets Opportunity.

19.07.2018 | 09:23 Uhr von «Dominik Weiss»

FundResearch: Sind Schwellenländer-Engagements eigentlich gefährlich? 

Röhrig: [lacht] Gefährlich klingt gefährlich … nein, Spaß beiseite: Aktien aus den Emerging Markets haben ein höheres Risiko als solche aus den entwickelten Märkten, das ist ganz klar. Aber das ist auch keine „esoterische" Asset-Klasse sondern es handelt sich um „erwachsene“ Kapitalanlagen. Aber es gibt natürlich Unterschiede zu den Aktien aus den westlichen Indizes. Das fängt an mit der Transparenz der Unternehmensdaten, geht über das Risiko der lokalen Währung und der Corporate Governance bis zu den Besitzverhältnissen – gerade in China ein interessantes Thema – und hin zu der Frage, wie der Aktionär in den einzelnen Ländern rechtlich behandelt wird. Und natürlich ist die Volatilität entsprechend höher als in den entwickelten Ländern. 

FundResearch: Wie viele Positionen halten Sie denn im Schnitt? 

Röhrig: Der MSCI-Emerging-Market-Index umfasst rund 1100 Unternehmen. So richtig investierbar sind für uns aber eher 400. Wir halten in unserem Globalen Emerging Markets Fonds im Schnitt 30 Unternehmen, die wir aufgrund unserer eigenen fundamentalen Analyse auswählen.

FundResearch: Was sollten Investoren beachten, wenn sie in einen Emerging-Markets-Fonds investieren? 

Röhrig: Das Fremdwährungs-Risiko haben wir ja schon angesprochen. Vor allem die Bewegungen des Dollar üben Druck auf Investments in den Emerging Markets aus, weil Länder, die sich in Dollar verschuldet haben, entsprechend höhere Zins- und Tilgungsdienste leisten müssen. Allerdings hat sich da viel getan, die Abhängigkeit vom Dollar ist nicht mehr so hoch wie das vor Jahren noch er Fall war. Viele Staaten und Unternehmen verschulden sich mittlerweile auch in lokaler Währung. Man darf Emerging Markets auch nicht als homogenen Wirtschaftsraum betrachten. Russland hat ein ganz anderes Profil als Brasilien oder China. Und in den einzelnen Ländern gibt es sehr viel Eigendynamik. Da muss man jeweils eine Einzeltitelbetrachtung vornehmen und auch die Abhängigkeit vom Welthandel mit einbeziehen. Denn die heimische Nachfrage in den einzelnen Ländern wird immer wichtiger, das zeigt sich ja vor allem in China – und das ist auch ein spannendes Investment-Thema.

FundResearch: Welche Themen sind denn außerdem bestimmend für Emerging-Market-Aktien?

Röhrig: Es hat in diesen Volkswirtschaften ein großer Wandel stattgefunden. In China macht der Dienstleistungssektor heute über 50 Prozent des BIP aus. Vor zehn bis zwanzig Jahren ging es dagegen primär um Exporte und Rohstoffe. In Spitzenzeiten lag der Rohstoffanteil am Global Emerging Market Index bei 38 Prozent – heute sind wir bei 15. Auch der klassische Industriesektor nimmt eher ab, dagegen wachsen die Bereiche Finanzdienstleistungen, Konsum und Technologie. 

FundResearch: Werden die Emerging Markets so langsam erwachsen?

Röhrig: So kann man das sehen. Diese Länder sind Teil der Weltkonjunktur, sind mit dieser verzahnt und integriert. Emerging Markets sind viel mehr als Argentinien, Russland oder die Türkei – Asien macht über 70% im Index aus! Natürlich dürfen wir das politische Risiko nicht außer Acht lassen. Das ist die eine Seite der Medaille. Renditechancen sind dagegen die andere. Man muss sich einfach des Risikos bewusst sein und ein gutes Risikomanagement betreiben. 

FundResearch: Welche Rolle sollte ein Investment in Emerging Markets im Portfolio einnehmen?

Röhrig: Investments in Emerging Markets sollten für Aktieninvestoren mit entsprechender Risikotragfähigkeit Teil der strategischen Allokation sein.

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