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Wieviel Türkei steckt in Schwellenländerfonds?

Türkei-Fonds: Abwarten und Tee trinken?

Wer in Türkei-Fonds investiert, weiß um die Risiken, die er damit eingeht. Doch wie sieht es mit Fonds aus, denen nicht sofort anzusehen ist, wieviel Türkei in ihnen steckt?

17.08.2018 | 16:07 Uhr von «Matthias von Arnim»

Anleger, die in ETF oder Fonds der Kategorie „Aktien Türkei“ investieren, nehmen bewusst in Kauf, dass deren Wertentwicklung auf absehbare Zeit nicht nur von der konjunkturellen Entwicklung der Türkei abhängt, sondern sehr wesentlich auch von der politischen Lage. Sprich: Öffentliche Äußerungen von Recep Tayyip Erdoğan führen immer wieder zu heftigen Reaktionen des Marktes. In der Regel sind dies Äußerungen, die die Türkische Lira und/oder die Aktienkurse türkischer Unternehmen weiter in den Keller schicken. Dass der türkische Präsident, der seit einiger Zeit de facto als Alleinherrscher regiert, die Märkte positiv beflügelt, ist eher nicht zu erwarten. Insofern dürfen Türkei-Fonds durchaus als Risiko-Investment eingeordnet werden.

Doch türkische Aktien stecken nicht nur in Türkei-Fonds. Insofern stellt sich die Frage, wie die Entwicklung am Bosporus auch auf andere Portfolios durchschlägt. Die Ratingagentur Morningstar hat sich mit dieser Problematik eingehend beschäftigt und die Fonds mit Türkei-Anteil durchforstet.

In Indexfonds spielt die Türkei nur eine untergeordnete Rolle

Die gute Nachricht zuerst: In großen globalen Aktien-Indizes ist der Türkei-Anteil gering. Im MSCI Emerging Markets etwa machen Türkei-Aktien gerade einmal 0,7 Prozent aus. Selbst in regionalen Benchmarks, etwa aus der Kategorie „Aktien Osteuropa Schwellenländer“, haben die Schwankungen der vergangenen Monate und Wochen nur wenige Flurschäden verursacht. Im MSCI Emerging Europe sind Türkei-Aktien aber immerhin mit gut elf Prozent gewichtet.

Aktiv verwaltete Fonds stärker gefährdet

Wer dagegen in aktiv verwaltete Fonds investiert, muss je nach individueller Strategie des Fondsmanagers mit signifikanten Abweichungen des jeweiligen Fondsportfolios von den Benchmarks rechnen. Gut zu wissen: Besonders hoch sind die Gewichtungen von Türkei-Aktien in Osteuropa-Fonds. So stecken im Mori Ottoman Fonds ein Drittel des Kapitals in Türkei-Aktien. Immerhin 22 Prozent sind es im SEB Eastern Europe ex Russia und gut 20 Prozent im Mori Eastern European. Auch im Metzler Eastern Europe und Danske Invest Trans-Balkan sind es noch knapp 20 Prozent. Das ist deutlich mehr als die elf Prozent in der oben erwähnten MSCI Osteuropa-Benchmark.

Aktienfonds mit hohen Türkei-Gewichtungen

Etwas weniger dramatisch sieht es bei Aktienfonds außerhalb der Osteuropa-Kategorien aus, auch in Nahost-Fonds, wobei der Schroder ISF Middle East mit gut 16 Prozent hier eine Ausnahme ist. Der Goldman Sachs N-11 investiert 11,5 Prozent des Kapitals in Türkei-Anteile. Ansonsten liegt der Anteil von Türkei-Aktien in der Regel bei unter zehn Prozent. Die Talfahrt türkischer Aktien sorgt hier nicht gleich für ein Armaggedon.

Angesichts der Gewichtung von Türkei-Aktien im MSCI Emerging Markets von unter einem Prozent sind zehn Prozent allerdings immer Ausdruck einer Übergewichtung türkischer Aktien in vielen Schwellenländerfonds.

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